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1 Jahr Stadtmuseum – jüngster Spross der kulturellen Einrichtungen feiert Geburtstag

„Jahre sollte man nicht zählen, sondern erleben", zitierte Kulturdezernentin Heidi Langensiepen den Schriftsteller Oskar Stock bei der Begrüßung der Gäste zur Feier des 1. Geburtstages des Stadtmuseums am Montag und versprach sogleich: „Wir tun heute beides."

Das Stadtmuseum als jüngster Spross der kulturellen Einrichtungen Bad Dürkheims könne sich auf eine große Familie verlassen: auf die Entscheider im Stadtrat und in den Ausschüssen sowie auf die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. „Sie gaben und geben ihm Raum, planen einen Teil seines Lebens, achten darauf, dass es einen ordentlichen Eindruck macht – besser noch, ordentlich Eindruck macht – und geben ihm ein großzügiges Taschengeld", bedankte sie sich zunächst und schloss dabei auch den Kreis der Freunde und Förderer ein, der sich sehr spendabel zeige.

Langensiepen erinnerte daran, dass das „Kind" vor genau einem Jahr am 10. Juli 2016 im Beisein von 160 Personen „zum ersten Mal die Augen geöffnet" habe. Damals war der neue Eingang zum Stadtmuseum „ge-öffnet" worden, das durch den Ankauf und Ausbau eines dem ursprünglichen Heimatmuseum im Haus Catoir benachbarten Gebäudes ein großzügiges und einladendes Foyer sowie eine deutlich erweiterte Ausstellungsfläche bekommen hatte. Kulturminister Prof. Konrad Wolf habe damals versprochen, das Land werde weiterhin für das Museum sorgen und es großzügig alimentieren. Er habe Wort gehalten und das Museum erhalte nach wie vor die höchstmögliche Förderung von 50 Prozent.

„Die meisten Kinder können ab einem Alter zwischen 10 und 12 Monaten mit Hilfe einer stützenden Hand laufen, ab 12 bis 18 Monaten dann selbstständig. Unser Stadtmuseum läuft – und wie!" verkündete die Beigeordnete mit Stolz. Schon in den ersten Monaten nach der Eröffnung sei es in die Öffentlichkeit getreten und habe Hunderten begeisterter Besucher den Dürkheimer Wurstmarkt gezeigt, den die „Ulmer Klötzlebauer" zum 600. Jubiläum des größten Weinfestes der Welt mit Legosteinen nachgebaut hatten.

Die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Britta Hallmann-Preuß, bezeichnete diese Sonderausstellung als den „absoluten Renner": Mit strahlenden Augen verkündete sie, dass im Jahr 2016 sagenhafte 9600 Besucher im Stadtmuseum gezählt worden seien und legte zum Vergleich die Besucherzahl von 2013 im alten Heimatmuseum vor; damals hatten sich rund 3000 Personen für die Ausstellung interessiert. 2017 seien bislang 2700 Besucher in das neue Stadtmuseum gekommen, auch dies eine eindrucksvolle Zahl, insbesondere da derzeit die Weinbauabteilung und die archäologische Abteilung wegen Umbau geschlossen sind.

Bei einem Rundgang durch die archäologische Abteilung im Obergeschoss, die im November für die Öffentlichkeit geöffnet werden soll, präsentierte Dr. Hallmann-Preuß den aktuellen Stand der von Architekt Dr. Siegbert Huther und dem Fachbereich Bauen der Stadtverwaltung betreuten Umbauarbeiten und hinterließ dabei einen Vorgeschmack auf das künftig in weiteren Bereichen moderne und helle Museum.
Ziel sei es, Bad Dürkheimer Themen zu präsentieren, erläuterte die Museumsleiterin. Neben Filmmaterial zur Weinverarbeitung aus längst vergangenen Zeiten, das von den Besuchern auf in die Ausstellung integrierten Monitoren abgerufen werden kann, sollen beispielsweise der Kriemhildenstuhl und der Weilberg in Szene gesetzt werden.

Die Geburtstagsgäste konnten einen Vorab-Blick auf die bereits fertige Rekonstruktion des Fürstinnengrabes werfen, das vor 150 Jahren beim Bau der Bahnlinie Neustadt – Bad Dürkheim im Bereich des Fronhofs gefunden worden war.

Langensiepen zeigte sich zuversichtlich, dass Dr. Ulrich Himmelmann, Leiter der Direktion Landesarchäologie in Speyer, sein vor einem Jahr geleistetes Versprechen einhalten werde, das Museum mit weiteren hochklassigen Exponaten für die Archäologie auszustatten.

1. Geburtstag Stadtmuseum

Freuten sich gemeinsam über das erfolgreich verlaufene erste Jahr des Stadtmuseums: Kulturdezernentin Heidi Langensiepen (links) und Museumsleiterin Dr. Britta Hallmann-Preuß.

 

eingestellt am 13.07.2017