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Ausstellung zum 150. Geburtstag von Rudolf Bart

„Bad Dürkheim muss immer und überall genannt werden“
Ein Leben für Bad Dürkheim

Die Stadt Bad Dürkheim würdigte in einer Sonderausstellung im Heimatmuseum den letzten ehrenamtlichen Bürgermeister Bad Dürkheims und großen Förderer der Stadt.

Rudolph Bart kam am 5. Juli 1857 in Dürkheim zur Welt. Sein Name ist mit zahlreichen Innovationen und Bauvorhaben eng verbunden. Bart, aus einer Kaufmannsfamilie stammend, übernahm im Dezember 1892 als 35-Jähriger das Ehrenamt des Bürgermeisters. Der neue Mann brachte viele neue Ideen mit, um die Attraktivität seiner Heimatstadt zu erhöhen. Während seiner Amtszeit veränderte sich das Gesicht Dürkheims nachhaltig: Aus der kleinen Weinstadt im Schatten des damals übermächtigen Neustadts wurde eine selbstbewusste und moderne Kurstadt. Auch, dass man sich künftig Bad Dürkheim nennen durfte, ist seinem guten Verhältnis zum Königshaus zu verdanken.

An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert – einer Zeit der technischen und kulturellen Neuerungen – verstand es Bart, die damit verbundenen Chancen für seine Heimat geschickt zu nutzen. Er engagierte sich für die Gründung der Rhein-Haardt-Bahn und sorgte damit für eine entscheidende Verbesserung der Verkehrsanbindung Bad Dürkheims an den Ballungsraum Mannheim-Ludwigshafen.

Aber auch die Verbesserung der sozialen Verhältnisse lag ihm am Herzen. So zeigte sich Rudolph Bart als Förderer der Dürkheimer Schulen und verbesserte die materielle Situation der Lehrerschaft. Auf seine Initative geht die Gründung der Pfälzischen Pensionsanstalt zur Absicherung der Gemeindebeamten zurück. Neben der Idee lieferte er gleich ein tragfähiges Finanzierungskonzept mit.

Anlässlich des 25-jährigen Dienstjubiläums erhielt Rudolph Bart die Ehrenbürgerschaft der Stadt. Am 30. März 1920 – nach über 27 Jahren im Amt – verstarb er in Arzweiler nach längerer Krankheit, während der er seine Amtsgeschäfte nicht mehr selbst ausführen konnte, und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in seiner Heimatstadt beigesetzt.

Für die Ausstellung konnten zahlreiche persönliche Gegenstände aus dem lange als verschollen geltenden Nachlass für kurze Zeit wieder nach Dürkheim zurück geholt werden.