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Beiträge für Betreuende Grundschule angepasst

Die unterrichtsergänzende „Betreuende Grundschule" war ein Thema, mit dem sich der Ausschuss für Familie, Soziales und Sport, Schulträgerausschuss in seiner Sitzung am 30. November beschäftigte.

„Wir haben in den letzten Jahren viele Zuzüge junger Familien gehabt, worüber wir uns sehr freuen", so Bürgermeister Christoph Glogger. Verbunden mit der Zunahme an Kindern gebe es einen Trend und der gehe in Richtung Ganztagsschulformen, führte er in die Thematik ein. Für die Verwaltung sei dies mit einem recht hohen Aufwand verbunden, auch weil die Entscheidung der Eltern für eine bestimmte Betreuungsform oftmals kurzfristig getroffen würde oder man sich nach einiger Zeit umentscheide.

Die Leiterin des Sachgebiets 3.3, Christine Schneider-Joseph, stellte die verschiedenen derzeit existierenden Betreuungsangebote vor. Die Betreuende Grundschule in Teilzeit, die es an allen Dürkheimer Grundschulen gibt, deckt demnach den Zeitraum von 12 bis 14 Uhr ab. Die Betreuende Grundschule in Ganzzeit, die an der Pestalozzischule und der Grundschule Grethen seit 2014 angeboten wird, steht den Schülern von 12 bis 17 Uhr offen. Die beiden Ganztagsschulen, die Salierschule und die Valentin-Ostertag-Schule, bieten zusätzlich zum Nachmittagsunterricht montags bis donnerstags von 16 bis 17 Uhr und freitags von 12 bis 17 Uhr eine „Randzeitbetreuung" an.

Eine Gruppe muss aus mindestens 8 Kindern bestehen, um vom Land gefördert zu werden. Allerdings habe die Verwaltung in der Benutzungs- und Entgeltordnung für die Betreuende Grundschule eine Mindestgröße von 12 Kindern festgelegt, um bei Abmeldungen die Mindestteilnehmerzahl nicht zu unterschreiten, erläuterte Schneider-Joseph weiter. Die Größe der Gruppen solle 20 Kinder nicht übersteigen, bei der Betreuung durch Fachkräfte seien auch 25 Kinder pro Gruppe möglich. „Wir können allerdings nur dann Gruppen eröffnen, wenn wir geeignetes Personal haben," wies sie auf die Grenzen des freiwilligen Angebotes hin.

Die Anzahl der betreuten Schüler sei von 112 im Schuljahr 2014/15 auf 149 im Schuljahr 2016/17 und im laufenden Schuljahr auf 188 gestiegen, trug die Sachgebietsleiterin vor. Personal- und Sachkosten müsse der Träger des Betreuungsangebotes übernehmen, im Falle der vier Grundschulen sei dies die Stadt Bad Dürkheim. Das Land Rheinland-Pfalz gewähre einen Zuschuss, der sich nach der Anzahl der Betreuungsstunden richtet (in der Regel 1534 Euro pro Jahr und Gruppe bei bis zu 8 Betreuungsstunden, 1790 Euro bei 8 bis 12 Betreuungsstunden und 2046 bei über 12 Betreuungsstunden).

Im Schuljahr 2016/17 gab es an den vier Grundschulen sechs Ganztags- und drei Teilzeitgruppen, die Personal- und Sachkosten von insgesamt 170.866 Euro verursachten. Nach Abzug des Landeszuschusses und der Elternbeiträge verblieb ein Zuschussbedarf von 82.252 Euro bei der Stadt, informierte Schneider-Joseph.

Eine Anpassung der Elternbeiträge sei letztmals für das Schuljahr 2014/15 erfolgt. Aus diesem Grunde habe die Verwaltung nun den Vorschlag erarbeitet, die Beiträge für das Schuljahr 2018/19 von derzeit 30 Euro auf 38 Euro pro Monat im Bereich der Teilzeitbetreuung, von 30 Euro auf 35 Euro bei der Randzeitbetreuung und von derzeit 60 Euro auf 95 Euro bei der Ganztagsbetreuung anzupassen. Dadurch solle eine Kostendeckung von 70 Prozent bei allen Betreuungsformen erreicht werden.

Bei der Diskussion im Ausschuss wurde schnell der Wunsch deutlich, die vorgeschlagene Erhöhung nicht gleich vorzunehmen, sondern auf maximal 25 Prozent zu begrenzen. Dementsprechend wurde beschlossen, dem Haupt- und Finanzausschuss und anschließend dem Stadtrat folgende neue Gebühren vorzuschlagen: 38 Euro pro Monat im Teilzeitbereich, 35 Euro im Randzeitbereich und 75 Euro im Ganztagsbereich. Dieser Beschlussempfehlung folgten der Haupt- und Finanzausschuss in der Sitzung am 5. Dezember und der Stadtrat in der Sitzung am 12. Dezember, so dass diese Gebühren ab dem Schuljahr 2018/2019 gelten werden.

Die Verwaltung wird sich auf Wunsch der drei Gremien bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales und Sport, Schulträgerausschuss mit der Möglichkeit einer Beitragsermäßigung für diejenigen Familien beschäftigen, die diese Kosten finanziell nicht stemmen können.

Artikel eingestellt am 13.12.2017