Menu
Menü

Dürkheimer Symposium 2019

Verantwortung

Jahrestagung des Instituts für angewandte Ethik e.V. in Kooperation mit dem Institut für familienrechtliche Grundlagenforschung

am 22./23. März 2019
im Dürkheimer Haus, Kaiserslauterer Straße 1
Beginn: Freitag 14.30 Uhr, Samstag 9.30 Uhr

 

Viel wird heute von Verantwortung geredet – in der Moral, in der Politik, aber auch im Rechtsleben, besonders im Familienrecht. Verantwortung meint eine Zuständigkeit für eine Situation einschließlich des Einstehenmüssens für die (finanziellen) Folgen dieser Zuständigkeit. Aber worin kann ein Grund dafür bestehen, verantwortlich zu sein? Gesellschaften brauchen vermutlich zum Zweck ihrer Strukturierung eine Zurechnung von Verantwortung. Man muss wissen, für was man sich an wen halten kann, wer wofür zuständig ist, um der eigenen Zuständigkeit gerecht werden zu können.

In der Regel ergibt sich eine Verantwortung daraus, dass man sich selbst in diese Zuständigkeit begeben hat durch eine Handlung. Handlungsverantwortung erscheint uns trivial und selbstverständlich – das „Verursacherprinzip“ ist offenbar tief in unsere Gerechtigkeitsgefühle eingeprägt. Selbstverständlich ist es aber nicht.

Weit schwerer hat man es bei der Begründung von Verantwortung, wenn dieser nicht eine Handlung zugrunde liegt, etwa bei Verantwortung aus Solidarität oder Loyalität. Primär denkt man dabei an eine durch soziale Nähe bedingte Verantwortung, etwa in Familien, sonstigen Paarbeziehungen oder Freundschaften. Dazu gehört aber auch der Verantwortungstyp, bei dem sich die Verantwortlichen der gesamten Menschheit gegenüber verpflichtet fühlen, etwa im Fall der Verantwortung für zukünftige Generationen, soweit hierbei nicht einfach an das künftige Wohlergehen der eigenen Familie gedacht ist.

Wie lässt sich Verantwortung fördern? Was können wir dazu beitragen? Die Jahrestagung wird sich des Themas „Verantwortung“ in der gebotenen Grundsätzlichkeit aus philosophischer, sozialpsychologischer und rechtlicher Sicht annehmen und zugleich die praktischen Probleme der heutigen Verantwortungsdebatte im Zivilrecht, Medizinrecht und Familienrecht aufgreifen.

Das Programm: 

Freitag, 22. März 2019, 14.30 Uhr

Begrüßung

Verantwortung
... aus philosophischer Sicht: Prof. Dr. Dr.h.c. Dieter Birnbacher, Düsseldorf

... aus sozialpsychologischer Sicht: Prof. Dr. Margit E. Oswald, Bern

Samstag, 23. März 2019, 9.30 Uhr

Verantwortung
...aus zivilrechtlicher Sicht: Prof. Dr. Dr.h.c. Barbara Dauner-Lieb, Köln

...aus medizinrechtlicher Sicht: Prof. Dr. Jochen Taupitz, Mannheim

...aus familienrechtlicher Sicht: Prof. Dr. Isabell Götz, Vorsitzende Richterin am OLG München

 

Die Tagung steht unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Gerd Brudermüller, Bad Dürkheim.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Der Verein wurde 1994 gegründet. Mitglieder sind insbesondere Philosophen, Juristen, Mediziner, Theologen, Soziologen und Psychologen, die in der Wissenschaft, aber auch in der Praxis arbeiten. Viele Probleme der modernen, hochkomplexen Welt stellen den Menschen vor Herausforderungen, zu deren Lösung mehr als nur eine Disziplin aufgerufen ist.Als gemeinnütziger Verein verfolgt das Institut für angewandte Ethik e.V. den Zweck, Fragen der Ethik in ihren vielfältigen Anwendungsbereichen zu erforschen und der interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln. Mit seinen Jahrestagungen versteht sich der Verein vor allem als ein Forum, auf dem in möglichst allgemein verständlicher Weise relevante Probleme der Gesellschaft unter moral- und rechtsphilosophischer Perspektive diskutiert werden können. Mit seinen regelmäßig erscheinenden interdisziplinär ausgerichteten Jahresbänden, in denen die Tagungsvorträge um zusätzlich Beiträge ergänzt werden, wendet sich der Verein zudem an die wissenschaftliche Fachgemeinschaft.Nähere Informationen finden Sie unter: www.ethik-institut.de