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Fördermittel aus Ralph und Inge Becker-Stiftung überreicht

Bei einer Feierstunde im Kulturzentrum Haus Catoir wurden in der vergangenen Woche die diesjährigen Fördermittel aus der Ralph und Inge Becker-Stiftung überreicht. Bei ihrer Begrüßung wies die städtische Kulturdezernentin Heidi Langensiepen darauf hin, dass die Bundesrepublik zu den an Stiftungen reichsten Ländern Europas gehöre. Allein in Rheinland-Pfalz gebe es über 1000 und Bad Dürkheim trage zu dieser Zahl bei, angefangen bei der ältesten weltlichen, der Valentin-Ostertag-Stiftung. 19 Jahre sei es inzwischen her, dass Ralf Becker das Konzept seiner geplanten Ralf und Inge Becker-Stiftung vorgestellt und dabei zugleich deutlich gemacht habe, dass er vor allem Kunst schätze, die „schön aussieht“, so Langensiepen weiter.

„Unsere Stiftungen, Vereine, Förderkreise und Fördervereine tragen nicht nur zur Entlastung des städtischen Haushalts bei. Ich halte es für wichtiger, dass in diesen Vereinigungen Bürger und Bürgerinnen Verantwortung zum Wohl und Nutzen sehr Vieler übernehmen: Durch deren Arbeit wird unsere Gemeinschaft reicher, im besten Sinne dieses Wortes“, schloss Langensiepen ihren Dank an den Stiftungsrat der Ralf und Inge Becker-Stiftung.

„Wir haben gut gewirtschaftet und können wieder einen ansehnlichen Betrag zur Verfügung stellen“, freute sich die Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Brigitte Kühborth und bedankte sich auch bei der Mitarbeiterin der Commerzbank, die die Gelder verwaltet. Kühborth erläuterte, dass diesmal die städtische Musikschule, die Stadtbücherei und das Stadtmuseum jeweils einen Betrag aus den Fördermitteln in Höhe von insgesamt 9000 Euro erhalten würden, wobei dem Museum der „größte Brocken“ zugedacht sei. Außerdem erhalte die Offene Werkstatt einen Anteil und, wie vom Stifter festgelegt, auch die Ortsgemeinde Erpolzheim.

Frank Metzger, Leiter der städtischen Musikschule, berichtete, dass die Musikschule derzeit 155 Schüler im Klavierfachbereich habe, die von 10 Lehrern an 12 verschiedenen Klavieren unterrichtet würden. Durch die unterschiedlichen Größen der Schüler und das deshalb erforderliche mehrfache tägliche Herauf- und Herunterschrauben der Bänke, seien diese sehr strapaziert und so bedankte er sich beim Stiftungsrat dafür, dass die Musikschule von dem Förderbetrag sechs neue Klavierbänke anschaffen durfte.

Dr. Britta Hallmann-Preuß, die Leiterin des Stadtmuseums, freute sich über den Abguss des Schriftzuges, der früher über dem Portal der heute nicht mehr existierenden Synagoge angebracht war. Hierdurch besitze das Museum nun ein weiteres Exponat zur Darstellung „Jüdisches Leben in Bad Dürkheim“ und sie habe die Möglichkeit, die Inschrift, deren Original heute an der Rückseite des Gebäudes Weinstraße Süd 1 angebracht ist, auch im Museum zu zeigen.

Für die Stadtbücherei bedankte sich deren Leiterin Sigrid de Raaf. Von dem Betrag habe sie verschiedene Lektüren für Kinder und Jugendliche angeschafft, insbesondere auch fremdsprachige Bücher und Hörbücher zum Erlernen von Sprachen. Sie hoffe, dass es künftig „richtig Spaß macht, Vokabeln zu lernen.“

Begeistert von den neuen Tischplatten für die Offene Werkstatt zeigte sich deren Leiterin Bettina Meier. Durch die verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten seien die alten Tischplatten im Laufe der Jahre stark beansprucht worden und es sei einfach wunderbar, sich nun von dem Förderbetrag neue Platten leisten zu können.

Von der Ortsgemeinde Erpolzheim war Ortsbürgermeister Alexander Bergner anwesend und erläuterte, dass die Gemeinde zu Ehren des Stifters eine Bronzetafel anbringen möchte. Damit wolle man Ralph Becker ein Denkmal setzen, bedankte er sich für den Geldbetrag.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Jan und Marek Müller, die seit 2010 bzw. 2012 an der Musikschule unterrichtet werden und beide im April einen zweiten Preis bei einem Klavierwettbewerb des Landesverbandes der Musikschulen erhalten haben.

v.l.n.r.: Bettina Meier (Leiterin der Offenen Werkstatt), Dr. Britta Hallmann-Preuß (Leiterin des Stadtmuseums), Sigrid de Raaf (Leiterin der Stadtbücherei), Mitarbeiterin der Commerzbank, Petra Zaczkiewicz (Mitglied im Stiftungsrat), Heidi Langensiepen (Kulturdezernentin), Alexander Bergner (Ortsbürgermeister von Erpolzheim), Dr. Brigitte Kühborth (Stiftungsratsvorsitzende), Inge Preuss (Mitglied im Stiftungsrat) und Frank Metzger (Leiter der Musikschule).

v.l.n.r.: Bettina Meier (Leiterin der Offenen Werkstatt), Dr. Britta Hallmann-Preuß (Leiterin des Stadtmuseums), Sigrid de Raaf (Leiterin der Stadtbücherei), Mitarbeiterin der Commerzbank, Petra Zaczkiewicz (Mitglied im Stiftungsrat), Heidi Langensiepen (Kulturdezernentin), Alexander Bergner (Ortsbürgermeister von Erpolzheim), Dr. Brigitte Kühborth (Stiftungsratsvorsitzende), Inge Preuss (Mitglied im Stiftungsrat) und Frank Metzger (Leiter der Musikschule).

 

 

Eingestellt am 24.06.2016