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Fronhof II offiziell übergeben

Bei herrlichem Sonnenschein begrüßte Bürgermeister Christoph Glogger am vergangenen Freitag die zahlreich erschienenen Grundstückseigentümer, interessierten Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder des Stadtrates und der Ausschüsse sowie alle an den Bauarbeiten Beteiligten zur offiziellen Übergabe des Neubaugebietes Fronhof II.

„Eine beeindruckende Fläche liegt vor uns und wir können nur ahnen, wieviel Arbeit das war", so der Bürgermeister. „Eine ganz besonders tolle Leistung ist es, dass dieses große und komplexe Projekt so zügig fertiggestellt werden konnte", galt sein Dankeschön all denjenigen, die vor Ort für die Arbeiten zuständig waren sowie den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung.

In dem 20,8 Hektar großen Fronhof II sei die bislang größte Erschließungsmaßnahme der Stadt abgeschlossen worden, wies der Erste Beigeordnete Gerd Ester hin. Er erinnerte daran, dass der Bebauungsplan im Jahr 2012 rechtskräftig geworden und die anschließende Ausschreibung zugleich die erste europaweite für die Stadt gewesen war.

Die erste Mammutaufgabe für die Arbeitsgemeinschaft Fronhof II, die aus den beiden Firmen WVE GmbH Kaiserslautern und der F.K. Horn Bauunternehmung GmbH & Co. KG besteht, sei der Abschluss der Kostenerstattungsverträge mit den 110 Grundstückseigentümern gewesen. Im Februar 2016 habe die Arge dann mit dem Bau beginnen können, erinnerte der Baudezernent. Aufgabe sei es gewesen, Straßen, Versorgungsleitungen, Entwässerungseinrichtungen, Grünflächen, Spielflächen und die Beleuchtung herzustellen.

Wie bei allen Baumaßnahmen habe auch Unvorhergesehenes nicht gefehlt. Als Beispiele führte Ester die Verlegungen der Gashochdruckleitung und eines sehr komplexen überörtlichen Telekomleitungsnetzes an. Der Baudezernent lobte, dass die Arge immer bereit gewesen sei, auf Sondersituationen einzugehen. So sei während der ganzen Zeit ein Weg für die Radfahrer durch die Baustelle ausgewiesen worden. Im Herbst habe man auch für die Winzer eine Lösung gesucht und gefunden.

Trotz diverser Regenereignisse Mitte 2016, die zur Neuverlegung von Leitungen geführt hätten, trotz einem die Bepflanzung und Erstbegrünung erschwerenden Wassermangel im ersten Halbjahr 2017 und trotz vieler querender Passanten im Baugebiet sei die Maßnahme im Zeitplan fertiggestellt worden. „Mehr noch, durch die diversen notwendigen Zusatzarbeiten wäre eine Bauzeit bis Jahresende sicherlich gerechtfertigt gewesen", räumte der Beigeordnete ein. Aber die Baufirma habe ihren Einsatz verstärkt und Zusatzaufgaben dadurch kompensiert. Mit einer so frühen Fertigstellung habe niemand gerechnet, stellte der Baudezernent klar und bedankte sich bei der Arge, den beteiligten Versorgungsträgern, dem Landesbetrieb Mobilität sowie dem städtischen Ordnungs- und Bauamt, die alle zu dem optimalen Bauablauf beigetragen hätten.

Durch den Verkauf von Grundstücken zu Sonderkonditionen könne die Stadt auch im Fronhof II Familien mit Kindern den Start zum Eigenheim erleichtern. Für ein Mehrgenerationenwohnprojekt stelle die Stadt ein über 4600 m² großes Grundstück zur Verfügung. Um die Nahversorgung sicher zu stellen, entstehe auf der Südseite des Baugebietes großflächiger Einzelhandel. Mit den rund 370 Wohneinheiten des Fronhofs II werde die Stadt wachsen und zugleich vor neue Herausforderungen gestellt, blickte Ester in die Zukunft.

Als Vertreter der Arge begrüßte WVE-Geschäftsführer Peter Nonnemacher die Anwesenden und übermittelte sogleich die Grüße seines Co-Geschäftsführers Rainer Grüner sowie und des F.K.Horn-Geschäftsführers Thomas Knieriemen, die beide terminlich verhindert waren.

„Wir haben uns in den Verträgen verpflichtet, das Bauland zum 1. November zu übergeben und man sieht es mir vielleicht an, dass ich sehr stolz bin, es Ihnen 110 Tage früher übergeben zu können", so Nonnemacher.

Im Februar 2016 habe man beim Spatenstich an der gleichen Stelle gestanden. „Damals durfte ich die Ziele und Wünsche der Arge vorstellen", erinnerte sich Nonnemacher. Anschließend sei er darauf aufmerksam gemacht worden, das Wort „besonders" dabei „besonders oft in den Mund genommen" zu haben. Dies sei aber nicht verwunderlich, denn im Fronhof II sei sehr vieles ganz besonders.

„Der Standard, der von Ihnen vorgegeben wurde, ist kein Standard", sagte er mit Blick zu den Verantwortlichen der Stadt und wies darauf hin, dass dies schon bei den Straßenbezeichnungen beginne. Wann baue man schon mal eine Allee? Auch die Anlage von Quartierplätzen und die Vorgaben der Entwässerung seien etwas, das man woanders sehr selten oder gar nicht finden werde.

Sein Dank galt dem Bürgermeister und dem Ersten Beigeordneten, die beide immer ein offenes Ohr gehabt hätten. Ebenso bedankte er sich namentlich bei Dieter Petry, Steffen Wietschorke und Petra Müller für die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie bei Peter Kistenmacher und seinem Team von den Stadtwerken.

Im ARGE-Vertrag stehe an prominenter Stelle das Wort „Partnerschaft", und so richtete er das letzte Dankeschön an die Firma F.K. Horn für die tolle Partnerschaft bei der gemeinsamen Realisierung des Projektes.

Übergabe Fronhof II

Übergabe des Neubaugebietes Fronhof II: Die Fraktionsvorsitzenden Ralf Lang und Reinhard Stölzel, Bürgermeister Christoph Glogger, der Erste Beigeordnete Gerd Ester, Franz Rheinheimer von der Geschäftsleitung der Firma F.K. Horn, der Geschäftsführer der Fa. WVE Kaiserslautern, Peter Nonnemacher, und der städtische Sachgebietsleiter Tiefbau, Steffen Wietschorke (v.l.n.r.) durchtrennten gemeinsam das symbolische rote Band.

 

Artikel eingestellt am 09.08.2017