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Großes Interesse bei Auftaktveranstaltung zum „Bau eines Thermalbades / Erweiterung des Salinariums“

Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Auftaktveranstaltung zum Beteiligungsprozess „Bau eines Thermalbades / Erweiterung des Salinariums“ am Dienstag der vergangenen Woche teil und nutzten die Gelegenheit, sich über das Projekt zu informieren und eigene Ideen und Vorstellungen einzubringen. „Toll, dass so viele gekommen sind!“ freute sich Bürgermeister Christoph Glogger gleich zu Beginn der Veranstaltung in der Brunnenhalle.

Der Bürgermeister erläuterte noch einmal, dass die Stadt zum 1. Januar vom Land Rheinland-Pfalz die Staatsbad GmbH übernommen habe, wozu das Thermalbad, die Heilquellen und die Brunnenhalle gehören. Mit der Übernahme sei auch ausgehandelt worden, dass das bisherige Thermalbad noch bis Ende 2018 weiterbetrieben werden kann. Das Land stelle 11,08 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Bad Dürkheim eine neue Gesundheitseinrichtung errichten könne, wies Glogger hin.

„Was würde es für unsere Stadt bedeuten, wenn wir kein Thermalbad mehr haben? Was können wir uns leisten? Können wir unser Salinarium noch attraktiver gestalten?“, waren einige der Fragen, die der Bürgermeister anschließend selbst formulierte. „Der Stadtrat hat sich das Ziel gesetzt, das Projekt im Juli zu beschließen und wir haben einen Prozess erarbeitet, damit das Vorhaben zuvor mit der Dürkheimer Bevölkerung diskutiert werden kann“, erläuterte Glogger. Wenn eine solche Einrichtung geschaffen werde, dann sei das nicht nur für Bad Dürkheim und die Bad Dürkheimer, sondern auch für den Tourismus in der Stadt eine wichtige Maßnahme.

Mit der Beendigung des Thermalbadbetriebes Ende 2018 müsse auch die Tourist Information aus dem momentan genutzten Gebäude ausziehen. So gehöre die Überlegung, wo die zentrale Anlaufstelle für Gäste ihren künftigen Standort habe, ebenso dazu, wie die Überlegung, was in Zukunft mit der Brunnenhalle geschehen solle. Es sei ein weiteres Ziel, ein Kurbetriebskonzept zu erarbeiten, das die touristische Entwicklung der Stadt in der Zukunft berücksichtige.

Anschließend stellte Kirsten Janson von der das Beteiligungsverfahren begleitenden FIRU mbH aus Kaiserslautern die einzelnen Schritte und die Möglichkeiten der Beteiligung vor. „Warum sollten Sie da mitmachen?“ war ihre Frage, auf die sie selbst eine Antwort lieferte: „Es ist Ihre Chance, das Salinarium zu Ihrem Salinarium zu machen“.

Stefan Studer von der Kannewischer Ingenieurgesellschaft, die unter anderem auch maßgeblich an der Konzeption der Caracalla Therme Baden-Baden beteiligt war, selbst 6 Thermalbäder betreibt und 60 betriebswirtschaftliche Studien für Thermalbäder erstellt hat, stellte anschließend in einem halbstündigen Vortrag die von seiner Firma erstellte Machbarkeitsstudie zum Bau eines Thermalbades in Verbindung mit dem bestehenden Salinarium vor. Nach Auffassung des Gutachtens ist sowohl die Ausgangslage im bestehenden Salinarium, als auch der Markt für eine Thermalbaderweiterung sehr günstig. Die erstellte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung komme anhand einer Prognose der Gästezahlen und der Eintrittspreise zum Ergebnis, dass die betrieblichen Verluste nach Realisierung des Projektes geringer wären als heute.

Anschließend nutzten einige Bürger die Gelegenheit zu Rückfragen. So wurde beispielsweise nachgefragt, ob in der zukünftigen Konzeption ein Warmaußenbecken vorgesehen sei und ob dieses zum Thermalbad oder zum Freizeitbad gehören werde. Stefan Studer und Christoph Glogger erläuterten, dass diese Frage grundsätzlich noch offen sei und Anregungen und Wünsche der Bürger hierzu berücksichtigt werden könnten.

Eine andere Bürgerin erkundigte sich, ob es grundsätzlich möglich sei, die Isenach in die Konzeption einzubeziehen, etwa in Form eines Naturschwimmbeckens. Studer und Glogger hielten dies für denkbar.

Wie die Zugänglichkeit der Sauna im Konzept vorgesehen sei, interessierte einen weiteren Bürger. Stefan Studer beschrieb, dass dieser sowohl vom Schwimmbad als auch vom Thermalbad aus möglich sein soll. Eine Nachfrage aus dem Plenum betraf den Flächenbedarf des Thermalbads, woraufhin Stefan Studer ausführte, in seiner Ausarbeitung sei von 1.000 m2 für die Badehalle ausgegangen worden, für die Freibereiche gelte, „je größer desto besser“.

Im Ruhebedarf der Gäste im Thermalbad sah eine weitere Wortmeldung Konfliktpotenzial zu der Geräuschkulisse im jetzigen Schwimmbad. Stefan Studer erläuterte daraufhin, dass durch bauliche Maßnahmen sichergestellt werden könne, dass diese beiden Bereiche akustisch getrennt seien. Zu der Frage eines Bürgers, inwiefern die Brunnenhalle in die Konzeption einbezogen wurde, berichtete der Bürgermeister, dass allen fünf beauftragten Architekturbüros angeboten worden war, die Brunnenhallte in ihre Plangutachten mit einzubeziehen, dies aber von allen unabhängig voneinander verworfen worden sei. Dennoch sei eine Einbeziehung der Brunnenhalle, in welcher Form auch immer, weiterhin denkbar.

Nach dem Informationspart nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich an verschiedenen Stationen zu den Themen zukünftige Gäste & Wirtschaftlichkeit, Konzeption & Standortalternativen, Mehrwert, Profilbildung, Kosten und Finanzierung, Erwartungen & Wünsche und Brunnenhalle zu informieren und ihre Fragen und Anregungen zu formulieren. Eine Dokumentation der Veranstaltung mit weiteren Informationen und Fotos steht auf der Internetseite www.salinarium2020.de bereit.

Nach dem Redaktionsschluss zum Amtsblatt vom 21. April fand am Dienstag, dem 19. April das Bürgerforum statt, über das wir in der Amtsblattausgabe vom 28. April berichten werden.

 

Eingestellt am 21.04.2016