Menu
Menü

Hoheitlicher Stabwechsel beim Wurstmarkt

„Schön, dass es die Sonne gut mit uns meint. Gott ist halt doch ein Pfälzer“, freute sich Bürgermeister Christoph Glogger, dass pünktlich zur Verabschiedung der amtierenden Weinprinzessin und anschließenden Inthronisierung ihrer Nachfolgerin die Sonne schien. Glogger begrüßte die anwesenden Stadtrats- und Ausschussmitglieder, die Beigeordneten, die Vertreter der Weinwirtschaft und die für die musikalische Umrahmung sorgende Formation „Haardtgroove light“ zu dem besonderen Termin am Montag der vergangenen Woche im Weindorf.

„Wie stellen wir uns eine würdige Weinprinzessin vor?“ fragte der Bürgermeister gleich zu Beginn und hatte selbst die Antwort parat: „Sie muss sympathisch sein, sie muss natürlich sein, sie muss eine königliche Ausstrahlung haben und sie muss natürlich bei allen Weinfesten dabei sein.“ Dies alles sei der „Noch-Hoheit“ Isabell I. bestens gelungen. „Es war eine große Freude mit Dir, Du hast in diesem Jahr eine tolle Entwicklung durchgemacht“, dankte der Bürgermeister der scheidenden Hoheit für ihren Einsatz. Sie müsse zwar die Dürkheimer Krone abgeben, habe aber die Chance, die Pfälzer Krone aufzuziehen, wofür er ihr fest die Daumen drücke.

Als Vertreter der Jungwinzer erinnerte Philipp Hofmann an den 12. September 2016, den Tag, an dem sie das Amt übernommen hatte. Die Resonanz auf Isabell I. sei so positiv gewesen, dass sogar Fanpost eingegangen sei. „Die Jungwinzer wünschen Dir viel Glück, behalte Dein erfrischendes, wissbegieriges Wesen“, dankte er ihr.

Isabell I. freute sich über die vielen Menschen, die gekommen waren, um ihre letzten Momente als Weinprinzessin mitzuerleben. „Wenn mich heute jemand fragen würde, ich würde es jederzeit wieder machen, ich habe so viel Schönes erlebt“, brachte sie ihre Begeisterung zum Ausdruck. Die Frage nach dem schönsten Termin in ihrer Amtszeit möge sie nicht: „Sie waren alle wunderschön!“ Dies sei insbesondere den vielen Unterstützern zu verdanken, die sie gehabt habe. Sie bat Christoph Glogger, Jochen Schmitt, Philipp Hoffmann, Marcus Brill und Gerrit Altes auf die Bühne und überreichte jedem von ihnen als Dankeschön ein eigens angefertigtes Lebkuchenherz. „Ich nehme nun Abschied von der Krone, aber ich nehme keinen Abschied von den lieben Menschen, die ich in dem vergangenen Jahr kennenlernen durfte,“ war sie überzeugt.

Dass man den Namen der neuen Hoheit nicht im Voraus verraten habe, sei eine Besonderheit, so der Bürgermeister, als er die Nachfolgerin von Isabell auf die Bühne bat und als Julia III. vorstellte. Seine erste Frage an sie war, warum sie Weinprinzessin werden wollte. Die Antwort kam überzeugend: „Aus Verbundenheit mit dieser Stadt und aus Liebe zum Wein.“ Ihre gute Freundin sei vor 2 Jahren Weinprinzessin gewesen und habe sie darin bestärkt. Es sei eine große Ehre, dass sie dieses Amt bekleiden und Wein und Winzer vertreten dürfe. Auf die Frage, worauf sie sich am meisten freue, antwortete die junge Frau: „Auf Dine Haardt.“ Weißwein möge sie am liebsten, insbesondere Riesling und Sauvignon blanc, bekannte sie auf eine weitere Frage nach ihrem Lieblingswein. „Das Abenteuer beginnt, ich bin sehr gespannt“, so die 32-jährige Frau, die aus Maxdorf stammt und seit 7 Jahren mit Mann und zwei Kindern in Bad Dürkheim lebt.

Als Vertreter der Winzerschaft begrüßte Jochen Schmitt die neue Weinhoheit. Dass diesmal nicht so viele Winzer anwesend waren, führte Schmitt auf die in vollem Gange befindliche Weinlese zurück. „Jede dritte Weinprinzessin in meiner Zeit als Vorsitzender des Weinbauvereins ist eine Julia und jede zweite kommt nicht aus einer Winzerfamilie“, stellte er fest und wünschte der neuen Prinzessin alles Gute für ihre neue Aufgabe, die viele Facetten habe.

v.l.n.r.: Bürgermeister Christoph Glogger, Jungwinzervertreter Philipp Hofmann, Isabell Grüber, Julia III., Jochen Schmitt und die beiden Söhne der neuen Weinprinzessin.

v.l.n.r.: Bürgermeister Christoph Glogger, Jungwinzervertreter Philipp Hofmann, Isabell Grüber, Julia III., Jochen Schmitt und die beiden Söhne der neuen Weinprinzessin.

 

Eingestellt am 22.09.2017