Die Idee Beim Neujahrsgespräch der Kultur schlug der Dürkheimer Metallbildhauer Franz-Jürgen Wagner vor, seine oder die Arbeiten anderer Künstler an und in der Isenach auszustellen.
Aus der Anregung haben wir ein jährlich wiederkehrendes Ereignis entwickelt, das mehr sein soll als ein weiteres Open-Air. An jeweils einem anderen Ort in Bad Dürkheim, die Stadtteile eingeschlossen, an nur einem Tag während weniger Stunden, wollen wir uns einem kulturellen Thema oder einer Kunstform widmen.
QuArtier soll weder Dauerausstellung noch eine saisonale Veranstaltungsreihe sein. Kein QuArtier wird einem anderen gleichen. QuArtier muss keine bleibenden Spuren hinterlassen; QuArtier bietet einen vorübergehenden Anblick und Eindruck. Was bleibt ist die Erinnerung.
Der Begriff Quartier das; (lat.-fr.): 1.Unterkunft. 2.(schweiz., österr.) Stadtviertel.
Während das Wort lange Zeit eher in militärischem Zusammenhang verrwendet wurde, bezeichnet heute Quartier eine positive städtebauliche Entwicklung oder einen besonderen Ort. Erinnert sei an das Quartier latin, das Pariser Hochschulviertel.
Die Platzierung eines speziellen kulturellen Ereignisses in einem bestimmten Stadtteil - das meint QuArtier stadt-kunst bad dürkheim.
Das Projekt Das neue Projekt des Kulturbüros beginnt mit QuArtier stadt-kunst isenach 2008.
Am 23. August, in der Zeit zwischen 15.00 und 23.00 Uhr, stellen an der Isenach oder im Bach selbst, zwischen Eichhaus und „Torgebäuden“, Dürkheimer Künstler und Künstlerinnen ihre Werke aus oder arbeiten dort. Besucher können sich mit ihnen unterhalten, am Wasser entlang schlendern und die zauberhafte Atmosphäre genießen; im Eichhaus ein „Lichtobjekt“ auf sich wirken lassen; eine Erfrischung zu sich nehmen.
Es gibt kein Programm, das einzuhalten wäre; jeder Gast bestimmt seinen Rhythmus selbst, kommt und geht nach Belieben. Nur für den Beginn und das Ende des QuArtiers stadt-kunst Isenach 2008 sind Aktionen aller beteiligten Künstler und Künstlerinnen vorgesehen:
um 15.00 Uhr das An-Malen und um 23.00 Uhr das Ab-Färben.
Portraits der Künstler und Künstlerinnen werden in der Stadtbücherei bis zum Beginn der Sommerferien und ab 4. August während der üblichen Öffnungszeiten gezeigt. Informationen über die Personen und ihr Schaffen bieten darüber hinaus die ausliegende Kataloge. Bücher über Kunst können ausgeliehen werden.
Die Mitwirkenden
Die Dürkheimer Künstler und Künstlerinnen Gisela Bauer, Henning Bauer, Karl Heinz Berger, Fritz Eicher, Wolf Heinecke, Claudia Held-Bez, Mathias Nikolaus, Rüdiger Skadow, Franz-Jürgen Wagner
Die Beteiligten Quartier-Fanfare: Komponist Frank Metzger Entwicklung des Logos und Werbung: Kercher Kommunikation & Werbung Catering: Haus der guten Weine, Dr. Steffen Michler Stadt Bad Dürkheim: Kulturbüro, Stadtbücherei; Bauamt und Baubetriebshof; Stadtwerke und Kanalwerke; Stadtmarketing; TadW Bad Dürkheim
Die Zukunft Im Jahr 2009 wird das Quartier an einem anderen Ort in Bad Dürkheim, sei es ein Platz, ein Park oder in einem Gebäude aufgeschlagen. Ob dann Menschen oder eine Kunstform, ein bestimmter Anlass oder die Lokalität selbst im Mittelpunkt stehen... Vieles ist denkbar. Wir arbeiten bereits für die Zukunft von QuArtier stadt-kunst bad dürkheim.
Gisela und Henning - Bauer Maler, Zeichner
Ringstr. 5 67098 Bad Dürkheim Tel. 06322 1621 (ab 15.30 erreichbar)
Gisela Bauer Geboren am 01.06.1954 in Ludwigshafen. Nach dem Abitur 1973 Studium der Kunst- und Werkerziehung am Fachbereich 24 der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. 1. Staatsexamen 1979 2. Staatsexamen 1981 Lehrtätigkeit Seit 1984 Aufnahme der freien künstlerischen Tätigkeit mit diversen Ausstellungen Mitglied der GeDOK (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen
Henning Bauer Geboren am 17.12.1952 in Stuttgart-Bad Cannstatt Nach Abitur und Wehrdienst 1973 Studium der Kunst- und Werkerziehung am Fachbereich 24 der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz 1. Staatsexamen 1979 2. Staatsexamen 1981 Lehrtätigkeit Seit 1986 Aufnahme der freien künstlerischen Tätigkeit mit diversen Ausstellungen
"Seit 1991 zeichnen, malen und collagieren wir gemeinsam und zu gleicher Zeit an einem Bild. Die größte Schwierigkeit besteht in der Akzeptanz des jeweilgen anderen Duktus und der vorsichtig eigenen Angleichung an diesen. In diesem ständigen Austausch versuchen wir eine Gesamtharmonie zu erreichen. Das Werk unterliegt so einem ständigen Prozess. Ein solches "Wir-Bild" ist fertig, wenn keiner von uns beiden mehr etwas zu seiner Spannung (also etwas Neues) oder zu seiner Harmonisierung (also etwas Ausgleichendes) beitragen kann. In den letzten fünf Jahren weiteten sich die Werke zu Objekten mit Fundstücken aus, wir nennen sie "Wir-Objekte", wobei der Herstellungsprozess ähnlich verläuft. Die Fundstücke müssen Charakter haben, indem sie natürliche oder menschliche Gebrauchsspuren aufweisen. In dieser Art wurde auch der Leistadter Sonnenkreisel konzipiert, der von Bildhauer Mathias Nikolaus ausgeführt wurde und zusammen mit der Leistadter Bevölkerung in das Straßen- und Landschaftsbild eingefügt wurde. Für das Stadtprojekt "QuARTier" werden wir uns mit dem Ort "Gerberstraße, Eichhaus und der Isenach" auseinandersetzen. Zum künstlerischen Einsatz werden Eichen-Fass-Dauben, Eisen, Leder und Spiegel kommen."
Kreiselgestaltung des Leistadter Sonnenkreisels 2003/2004
Karl Heinz Berger, der 1937 geboren wurde, lebt in seiner Heimatgemeinde Bad Dürkheim-Hardenburg. Durch das Schreinerhandwerk kam der Pfälzer Holzbildhauerschon früh mit dem Werkstoff Holz in Berührung.
Ausgehend von einfachen Schnitzarbeiten gelangte Berger zu einer freien künstlerischen Gestaltung seines Materials. Dabei ist er immer bestrebt, die Schönheit der natürlichen Form des Holzes in Geltung zu bringen. Die Gestalt seiner Skulpturen folgt dem Wachstumsverlauf, den Färbungen der jeweiligen Holzart. Ihr natürliches Gewachsensein wird feinfühlig aus dem Holzblock herausgearbeitet.
Der lebende Baum ist das Naturvorbild für Bergers Arbeiten. Die weich geschwungene Oberfläche der Skulpturen macht das organische Wachstum als Zeichen des Lebendigen sichtbar.
Fritz Eicher ist als Maler und Zeichner tätig, aber auch als Bildhauer und Filmer. Seine Arbeit setzt sich mit den Themen Wissenschaft und Kunst, Ornament und Wahrnehmung auseinander. Die Zusammenarbeit mit Künstlern aus Asien und Europa prägen seine Ausstellungskonzepte und Publikationen.
Biographie: Fritz Eicher 1951 geboren in Ludwigshafen/Rhein
1973 - 1979 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf(Professoren Schwegler, Kamp, Sackenheim / Ernennung zum Meisterschüler)
1979 - 1980 Philosophikum und Studienabschluss in Kunst und Kunstwissenschaft
1974 - 1981 Atelier der Stadt Düsseldorf
1981 - 1989 Paarausstellungen Eicher & Eicher
1989 Reisestipendien des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz nach New York und Kanada
2000 - 2008 Projektförderungen durch den Kultursommer RLP für verschiedene Projekte, Förderung durch die Stiftung für Kultur Rheinland-Pfalz
Ausstellungen: regional, national und international
1929 - geboren am 13. Mai in Friedrichroda/Thüringen
1946 - erste Begegnung mit moderner Kunst: Werke der Künstler des Bauhauses in Weimar
1947 - Studium: Staatliche Hochschule für Baukunst und bildende Kunst in Weimar
1950 - Aufenthalt in Berlin
1952 - Übersiedlung nach Mannheim Mitglied des BBK Mannheim-Heidelberg Beginn der freiberuflichen Tätigkeit als Maler und Zeichner - vorwiegend Arbeiten auf Papier
1969 - 8. Internationaler Miró-Preis für Zeichnungen, Barcelona
1973 - Willibald-Kramm-Preis, Heidelberg
1974 - Mitglied der neuen Darmstädter Sezession
1984 - Varnholt-Preis, Mannheim, zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
1990 - Übersiedlung nach Bad Dürkheim
1999 - Retrospektive: „Von den Anfängen bis heute“ - Vergessene Geraer Künstler - im Otto-Dix-Haus, Gera-Untermhaus
2008 - „Foto und Zeichnungen im Dialog“, Kunstverein Bad Dürkheim
Claudia Held-Bez - Bildhauerin
Kaiserslauer Str. 297 67098 Bad Dürkheim Tel. 06322 981422 e-mail: aterlier.held-bez@web.de
Geboren am 25. April 1964 - Juni 1984 Abitur Internat Kloster Wald 1980 - 1984 Holzbildhauerlehre Werkstätten des Internats Wald Dezember 1984 - Abschluss der Lehre mit Gesellenbrief 1985 - I. Kammersieger / II. Landessieger „Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Holzbildhauerhandwerk“ Wintersemester 1985 Besuch der Zeichenschule „Studio Zeiler“ 1986 - 1989 Studium der Bildhauerei Alanus-Hochschule / Bonn September 1989 Abschluss des Studiums mit Diplom 1. Juli 2001 Schritt in die Selbständigkeit als freischaffende Bildhauerin
Ausstellungen: 1991 Atelier Kreklow / Klingenmünster, 1995 Bürgerhaus / Weisenheim am Berg, 1996 Eichhaus / Bad Dürkheim, 1997 Bürgerhaus / Freinsheim, 1999 Kreisverwaltung / Bad Dürkheim, 2001Hofgartensaal / Kempten, 2002 Dobrick´scher Hof / Weisenheim am Berg, 2003 Einweihung eines eigenen Ausstellungsraumes, 2005 Spritzenhaus / Hardenburg, 2006 Kunstmeile / Annweiler
Ihre ersten zehn Lebensjahre verbrachte Claudia Held-Bez, bedingt durch den Beruf ihres Vaters, auf ständigen Reisen in Ägypten, Saudi-Arabien, dem Jemen und Afrika. Später, nach dem Abitur an einem deutschen Internat, absolvierte sie eine Holzbildhauerlehre sowie ein Steinbildhauerpraktikum. Ab 1986 studierte sie Bildhauerei an einer freien Kunsthochschule. Das Studium schloss sie 1989 als Diplombildhauerin ab. Sie lebt seit 1996 in Bad Dürkheim, hat dort ein Atelier und einen Ausstellungsraum. Dort zeigt sie kleine Bronze-Figuren und in Holz gearbeitete Landschaften. Außerdem sind Fotoserien dieser Reliefs zu sehen, die mit unterschiedlicher Lichteinwirkung gemacht wurden. Bei den Vernissagen wiederholt die Bildhauerin den Entstehungsprozess und erweckt die Landschaften in Begleitung von Musik, Texten und wandernden Lichtquellen zum Leben.
Mathias Nikolaus lebt und arbeitet seit 1988 in Bad Dürkheim. Seine Plastiken fertigt er vorwiegend aus Pfälzer Sandstein.In den letzten Jahren entstanden auch einige Großplastiken in Verbindung mit Stahl. Seine gedanklichen Auseinandersetzungen mit dem und über das Leben, möchte er mit seinen Arbeiten zum Ausdruck bringen und zieht somit den Bogen von Sinnlichkeit zur Sachlichkeit. Die verschiedenen Materialien stehen für Unterschied und Gegensätze aber auch für Vereinigung.
Haus für Kinder,DÜW Maxdorf Salierschule,DÜW Frankenthal Haidwaldschule, Maxdorf Fulda Gesamtschule, Weisenheim/Bg. Hanau
Besichtigung der Werkstatt und Ausstellung ist jederzeit möglich. Bei vorheriger telefonischer Terminvereinbarung ist der Künstler persönlich anzutreffen.
Rüdiger Skadow - Maler
Kaiserslauer Str. 299 67098 Bad Dürkheim Tel. 06322 4291
Geboren 1937 in Mecklenburg, studierte Architektur, Bauingenieuerwesen und Bildende Kunst bei Hilde Möller in Cottbus. Lebt an der Nordsee und in der Pfalz.
Bevorzugtes Metier: Landschaftsaquarelle von leuchtender Farbigkeit in spätexpressionistischer reduzierter Ausdrucksform.
1960 erste Versuche mit großen Formaten auf Hiddensee. Neuere außergewöhnlich großformatige Arbeiten in klassischer Aquarelltechnik auf grobem Papier.
Studienreisen nach Skandinavien, Italien, Griechenland. Reiseskizzen aus Süd- und Nordamerika. Winteraufenthalte auf Gomera und Mallorca.
Ausstellungen: u.a. Cottbus, Lüneburg, Itzehoe, Husum, Sylt, Amrum, Föhr, Nordstrand, Würzburg, Karlstadt/Main, Hambacher Schloss (Neustadt), Bad Dürkheim, Lingenfeld, Valle, Gran Rey (Gomera).
Oberes Gaistal 67098 Bad Dürkheim Tel. 06322 620688 e-mail: ferro-e-arte@t-online.de
1954 - in Kaiserlautern geboren
1961-69 - Besuch der Schillerschule in KL, nach dem Schulabschluss begann er eine Ausbildung im Ing.-Büro Asal in KL, die er 1972 als Bauzeichner abschloss.
1972-76 - arbeitete er im Ing.-Büro seines Bruders Gerd und belegte 1976 einen Platz an der FH Kaiserslautern zur Fortbildung als Bautechniker. Bereits während dieser Zeit widmete er sich immer mehr seiner Leidenschaft - der Fotografie.
1978 - Abschluss als Bautechniker und gleichzeitig Beginn einer neuen Berufsrichtung, Fotograf. Von nun an arbeitete er für regionale Verlage und Presseagenturen, bis er ein Angebot einer der größten deutschen Presseagenturen annahm und europaweit Aufnahmen machte, die weltweit Veröffentlichung fanden. Seiner Liebe, Stähle und Metalle heiß zu verformen, schenkte er jede freie Minute, belegte Seminare bei renommierten Schmieden in Deutschland, der Schweiz und in einer damszener Schmiede in Schweden.
Mitte der 90er sagte er dem Nervenjob und dem Stress als Fotograf ade.
Seither arbeitet er als Metall-Kunsthandwerker und restauriert historische Metall- und Schmiedearbeiten.