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Hallenbad für rund drei Monate geschlossen
Ab Montag der kommenden Woche bis voraussichtlich Mitte November muss das Hallenbad im Salinarium wegen dringender Sanierungsarbeiten geschlossen werden, der Freibadbereich, die Riesenrutsche und die Saunen bleiben geöffnet. Lediglich während der Wurstmarktzeit ist das komplette Schwimmbad für die jährliche Revision geschlossen.

„Wir haben eine Sanierungsaufgabe vor uns, deren Ergebnis man eigentlich gar nicht sieht“, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Lutz im Rahmen eines Pressegespräches. Im Bereich des Beckenumgangs seien sowohl der Estrich als auch der darunterliegende Beton feucht geworden und müssten nun erneuert werden. Durch die Nässe sei auch die Tragfähigkeit einiger Säulen beeinträchtigt, wie Spezialisten der Universität Kaiserslautern im Februar herausgefunden hätten.
Bei einem Bad im Alter von 27 Jahren sei dies zwar nichts Außergewöhnliches, allerdings verursache die Maßnahme, die weit über den notwendigen Unterhalt hinausgehe, Kosten in Höhe von rund 360.000 Euro.

„Wir wären nicht Bad Dürkheim, wenn wir nicht aus der Not eine Tugend machen würden“, so der Bürgermeister weiter. So solle gleichzeitig der Kinderbereich umgestaltet werden und durch ein weiteres kleines Becken mit Wasserfall, spritzende Steine, eine neue Kinderrutsche und ein Pump-Spielgerät an Attraktivität gewinnen. Den bislang durch eine Glasfront abgetrennten Ruhebereich werde man zum Bad hin öffnen und den Durchgang zur Riesenrutsche besser an das Hallenschwimmbad anbinden, wie Badebetriebsleiter Günter Diehl ergänzte. Rund 220.000 Euro seien für diese zusätzlichen Attraktivierungsmaßnahmen eingeplant.

Auch über darüber hinausgehende Verbesserungen am Freizeitbad werde bereits nachgedacht, so beispielsweise über einen direkten Zugang von der Sauna zum Badebereich. „Aber es muss ja schließlich alles bezahlbar bleiben“, stellte Lutz die Prioritäten klar und wies darauf hin, dass die Energiepreiserhöhungen der vergangenen Jahre nicht über die Eintrittspreise weitergegeben wurden. Immerhin 1000 Besucher täglich registriere das Schwimmbad im Jahresschnitt, also 360.000 Besucher im Jahr. Ob diese Zahl auch für 2011 gehalten werden kann, ist wegen der bevorstehenden Schließung eher fraglich.

Um auch während der Zeit der Hallenbadschließung einen Anreiz für Besucher bieten zu können, werden die Eintrittspreise in dieser Zeit reduziert. Ziel sei außerdem, das Freibad so lange offen zu halten, bis die Sanierung der Halle abgeschlossen sei, mindestens jedoch bis Ende Oktober. Und wenn die Luft im Herbst schon etwas kühler ist, soll kuschelig warmes Wasser auch dann noch für Badegenuss sorgen. Zur Aufwärmung des Wassers könne schließlich überschüssige Wärme aus dem Bad Dürkheimer Biomasse-Heizkraftwerk genutzt werden.

Plaene Salinarium Renovierung werden praesentiert

Bürgermeister Wolfgang Lutz (r.) stellte gemeinsam mit Badebetriebsleiter Günter Diehl die Planungen vor.

Artikel eingestellt am 03.08.2011

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