Unter Kaufkraft wird das verfügbare Einkommen der Wohnbevölkerung verstanden, d. h. die Erwerbseinkommen sowie die empfangenen Transferleistungen.
Grundsätzlich basieren Kaufkraftkennziffern auf dem verfügbaren Einkommen aller privaten Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland. Die Kaufkraftkennziffern je Einwohner zeigen, welche Gebiete im Pro-Kopf-Einkommen über oder unter dem Bundesdurchschnitt (= 100,00) liegen.
An den Umsätzen einer Stadt sind zu einem erheblichen Teil auch die Einwohner des Umlandes und der Fremdenverkehr beteiligt. Basis für die Berechnung der Umsatzkennziffern sind Ergebnisse der amtlichen Statistik, insbesondere der Umsatzsteuerstatistik.
Die Zentralitätskennziffer ist ein Maß für die Attraktivität einer Stadt oder einer Region als Einkaufsort. Sie beschreibt den Kaufkraftzufluss bzw. –abfluss einer Gemeinde oder einer Region. Die Zentralitätskennziffer ist der Quotient aus Einzelhandelsumsatzkennziffer je Einwohner (exklusive Versandhandel) multipliziert mit dem Faktor 100 und der einzelhandelsrelevanten Kaufkraftkennziffer je Einwohner (inklusive Versandhandel). Eine Zentralitätskennziffer von genau 100 bedeutet, dass sich Kaufkraftzufluss und Kaufkraftabfluss die Waage halten. Bezogen auf Bad Dürkheim bedeutet dies, dass ein um 11,8 % erhöhter Umsatz im Einzelhandel getätigt wird, also ein Kaufkraftzufluss stattfindet.