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Junge Kemptener zu Besuch

Junge Kemptener zu Besuch

Kurz vor den Sommerferien hieß Bürgermeister Christoph Glogger die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 a der Wittelsbacher Mittelschule aus Kempten in Begleitung ihrer Lehrerinnen Claudia Michna-Aardeck und Katrin Gumpp sowie die Klasse 4c der Pestalozzischule aus Bad Dürkheim mit ihrem Lehrer Stefan Berzel im Gewölbekeller des Rathauses willkommen.

„Wir sind in einem alten Weinkeller, denn dort wo heute das Rathaus steht, war früher einmal ein Weingut. Heute können wir hier feiern, z.B. wenn unser Stadtrat den Haushalt beschlossen hat“, erläuterte der Bürgermeister. Anhand der in die Decke eingelassenen Fenster mit Darstellungen der Michelskapelle, der Römerkelter und der beiden Weinlagen Fuchsmantel und Kalkofen erzählte er den interessiert zuhörenden Jungen und Mädchen einige wissenswerte Details über die Stadt. Der Wein und alles was damit zu tun habe, spiele hier eine große Rolle und der Höhepunkt des Jahres sei der Dürkheimer Wurstmarkt, zu dem die jungen Leute unbedingt einmal im September wiederkommen müssten, wies Glogger hin.

Er zeigte den Kindern die fünf großen Weinfässer an der Kopfseite des Raumes mit den darin eingearbeiteten Schnitzereien, die den Valentin-Ostertag-Brunnen, das „Kaffeemühlchen“, die Klosterruine Limburg, den Gradierbau und die Klosterkirche in Seebach darstellen. Auf der Limburg seien einige Jahre lang sogar die Reichsinsignien aufbewahrt worden, berichtete der Bürgermeister. Etwas ganz Besonderes sei die Synode, zu der Kaiser Konrad II. auf die Limburg eingeladen hatte, um die Anzahl der Adventssonntage auf vier festzulegen.

Claudia Michna-Aardeck, Lehrerin an der Wittelsbacher Mittelschule, bedankte sich für die nette Begrüßung im Rathaus und erläuterte, dass es seit Jahren eine kleine Partnerschaft zwischen ihrer Schule und der Pestalozzischule gebe. „Uns gefällt Bad Dürkheim sehr gut“ hob sie hervor, „und ich hoffe, dass diese Partnerschaft auch weiterhin Bestand hat“.

„Ich kann Euch nur gratulieren, dass Ihr so etwas macht“, pflichtete ihr der Bürgermeister bei. Überhaupt gebe es eine tolle Partnerschaft zwischen Bad Dürkheim und Kempten. Hierfür galt sein Dank auch dem Partnerstädteverein, ohne dessen großes Engagement ein Austausch auf so lange Zeit nicht möglich gewesen wäre.

Als Gastgeschenk erhielt jedes Kind eine Eintrittskarte für das Salinarium, während die Kinder dem Stadtoberhaupt ein Stück Käse aus dem Allgäu überreichten.

Für die im St. Christophorus-Haus untergebrachten Gäste stand neben dem Besuch des Salinariums eine Stadtrallye, eine Fahrt mit dem Winzer-Express und ein Besuch der Klosterruine Limburg auf dem Programm. Zu letzterem erzählte Claudia Michna-Aardeck eine Begebenheit, für die sie sich bei der betreffenden Person herzlich bedanken möchte. Vor der Wanderung zur Limburg hatte sich nämlich ein Kind den Zeh gebrochen und konnte nur schwerlich laufen. Ein Bad Dürkheimer Neubürger erklärte sich spontan bereit, Lehrerin und Kind zur Klosterruine zu fahren, was Michna-Aardeck als tolles Beispiel für Gastfreundschaft lobte. 

am 11.07.2018 veröffentlicht