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Krippenausstellung

krippenausstellung

 

 

Seit Ende des 18. Jh. steht sie zur Weihnachtszeit in vielen Wohnzimmern: Die Weihnachtskrippe - aber längst nicht mehr nur als klassisches Holzfiguren-Ensemble.

Das Motiv ist uns bekannt: Maria und Joseph mit dem kleinen Jesuskind. Dass sich aber hinter dem Bild mehr verbirgt als nur die heilige Familie in einem Stall, und jede Kultur ihre eigene Handschrift in die Krippe bringt und das Geschehen in ein ihr vertrautes Umfeld verlegt, zeigte diese Krippenausstellung.

Die Reise in die Welt der Krippen wurde vom 27. November 2005 bis zum 5. Februar 2006 zugleich zu einer Reise um die Welt. Gezeigt wurden über 40 Krippen, unter anderem aus Ländern wie Polen, Bolivien, Peru, Mexiko oder Ruanda.

Zu bewundern waren die Krippen der Sammlungen von Jörg Schreiner und Peter Dehmel. Seit über 10 Jahren sammelt Pfarrer Schreiner aus Weisenheim am Berg Krippen, die er von seinen zahlreichen Reisen aus aller Welt mitgebracht hat. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Krippen der Alsbacher Sammlung von Peter Dehmel.

Die ausgestellten Stücke zeigten auf eindrucksvolle Weise, wie die Weihnachtsgeschichte in Ländern wie Kenia, Bolivien, Italien aber auch im deutschen Erzgebirge dargestellt wird. Mal beobachteten nicht Ochs und Esel die Szene sondern Lamas, mal stand die Krippe in einer Krakauer Stadtkirche. Zu bewundern waren Krippen aus unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Papier, Brotteig, Ton, Maisstroh oder Bambusrohr.

Die Ausstellungseröffnung am 27. November um 14 Uhr wurde vorweihnachtlich begleitet von Weihnachtsgebäck und Glühwein, für die Kinder stand Kinderpunsch bereit.

An den folgenden Adventssonntagen wurde die Ausstellung des Heimatmuseums mit weiteren Aktionen begleitet:

So. 4.12.2005, 11 Uhr
Vortrag Pfarrer Gerhard Eckstein
Stall oder Höhle - Wo stand die Krippe? Was uns die Bibel nicht erzählt...

Neben den 4 Evangelien, die über die Geburt Jesus relativ wenig berichten - hier stehen eher Leben, Tod und die Auferstehung im Zentrum - gibt es eine Vielzahl frühchristlicher Erzählungen, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden. Hier wird die Geburt, aber auch Kindheit Jesu oftmals in bunten Bildern geschildert. Auch die Propheten sagten viel über die Geburt Jesu vorher. Geschichten und Legenden, die sich um die Krippen ranken - und wer weiß heute noch etwas über den 4. der „Heiligen Drei Könige“?

Sa. 10.12.2005, 14 bis 17 Uhr
„Einem Krippenbauer über die Schulter geschaut“

An diesem Tag besteht die Möglichkeit, dem Krippenbauer Karl-Heinz Sauer aus Michelstadt bei seiner Arbeit zuzusehen. Er fertigt seine Krippen, die er nicht nur für Privatpersonen baut, sondern die auch Kirchen zu bewundern sind, in Fachwerkbauweise und deckt das Dach mit handgeschnitzten Dachschindeln. Seine Werke sind reine Handarbeit und ausschließlich aus Odenwälder Holz gefertigt. Wer einmal selbst eine Krippe bauen möchte, wird an diesem Tag einige Tipps und Kniffe verraten bekommen.

So. 11.12.2005, 16 bis ca. 17.30 Uhr
„Weihnachtsgeschichte und -geschichten – Vorlesestunde für Kinder mit anschließender Kinderführung durch die Krippenausstellung

In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei werden an diesem Tag weihnachtliche Geschichten und Gedichte im Bürgerzimmer des Museums unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum vorgelesen. Anschließend gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung „Krippen aus aller Welt“
Ein Nachmittag für Kinder an dem aber auch die Eltern teilnehmen dürfen.

So. 18.12.2005, 15 Uhr
Führung Frau Dr. Hallmann-Preuß
„Weihnachten früher und heute, wie der Weihnachtsbaum in unsere Wohnzimmer kam“

Ein Rundgang durch das Museum - zugleich aber auch eine Zeitreise durch die Geschichte der Weihnachtsfeier. Wann wurde das erste Mal Weihnachten gefeiert, warum am 24. Dezember, wo stand die erste Weihnachtskrippe, wann kam der Weihnachtsbaum in die Wohnstuben und wie wurde er zu den verschiedenen Zeiten geschmückt? Alles Fragen, auf die an diesem Tag eine Antwort gegeben wird.

Die Museumsleitung freute sich über das große Interesse vieler Besucher an dieser einmaligen Krippenausstellung. Insgesamt 1023 Gäste kamen zu der Sonderausstellung ins Dürkheimer Haus Catoir.