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Mittagsverpflegung in Kindergärten und Grundschulen

„Schon mein Vorgänger hat sich dafür eingesetzt, dass in den Kitas und Schulen selbst gekocht wird", so Bürgermeister Christoph Glogger beim Einstieg in den Tagesordnungspunkt 5 der Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales und Sport, Schulträgerausschuss am 30. November. Dadurch werde nicht nur frisch, sondern auch kindgerecht gekocht, manchmal dürften sich die Kinder sogar etwas wünschen, wies er auf die Vorteile eigener Küchen in den Einrichtungen hin.

Bislang profitieren allerdings nur die Ganztagskinder im Kindergarten bzw. Kinder in der Ganztagsschule oder in der Betreuenden Grundschule Ganzzeit von der warmen Mahlzeit. Man müsse sich aber erneut mit der Mittagsverpflegung in den städtischen Einrichtungen auseinandersetzen, denn es gäbe immer mehr Anfragen nach Mittagessen auch für Kinder in Teilzeitbetreuung. Dieser Bedarf werde aller Voraussicht nach weiter steigen und die Stadt müsse einheitlich regeln, wie sie auf diese Wünsche reagiere. Es gehe beispielsweise nicht, dass Kinder der Betreuenden Grundschule in Teilzeit an der einen Schule ein Mittagessen erhalten können und an einer anderen Schule nicht, gab Glogger zu bedenken.

Sachgebietsleiterin Christine Schneider-Joseph stellte die Auslastung der Küchen in den verschiedenen Einrichtungen vor. Demnach gibt es zwar noch Kapazitäten, allerdings steige mit den Schülerzahlen für die Betreuende Grundschule und dem Bedarf an Plätzen im Bereich der Kindertagesstätten auch die Anzahl der gewünschten Mittagsverpflegung.

Anhand einer Aufstellung (kann im Bürgerinformationssystem eingesehen oder heruntergeladen werden; siehe Spalte 2) führte sie vor Augen, wie sich die Auslastung verändere, wenn auch Teilzeitkinder der Betreuenden Grundschule künftig ebenfalls Mittagessen erhalten würden. Dabei wurde deutlich, dass die Teilzeitkinder der Betreuenden Grundschule in der Pestalozzischule nicht wie die ganzzeitig betreuten Kinder über die Küche der Kita an der Isenach versorgt werden könnten, so dass hierfür zunächst eine Lösung gefunden werden müsste.

Da die Novellierung des Kindertagesstättengesetzes voraussichtlich die Möglichkeit einer Mittagsverpflegung auch für Teilzeitkinder bis 14 Uhr vorsehe, gelange man auch in den anderen Küchen schnell an seine Grenzen, machte sie mit einer weiteren Berechnung (Spalte 3 in der Modellrechnung) deutlich, dass dann eine vollständige Neukonzeption der Küchenkapazitäten unausweichlich sei.

In der sich anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass neben der Frage der Küchenkapazitäten auch räumliche Schwierigkeiten bei der Essensausgabe und -einnahme zu lösen sind. Der Ausschuss befürwortete eine Erweiterung der Essensverpflegung für die Betreuende Grundschule in Teilzeit bis 14 Uhr grundsätzlich und perspektivisch für die teilzeitbetreuten Kinder in den Kindertagesstätten. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, einen Vorschlag zur Vereinheitlichung der bislang unterschiedlichen Essensbeiträge zu erstellen.

18.12.2017