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Neu im Kurpark Ost: „Ausgewachsene Steine“

Zur Übergabe der Installation „Ausgewachsene Steine“ an die Bevölkerung begrüßte Bürgermeister Christoph Glogger am vergangenen Dienstag den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Rhein-Haardt, Andreas Ott, die städtische Beigeordnete Heidi Langensiepen, die anwesenden Stadträte, Fraktionsvorsitzenden und Mitglieder von Bau- und Kulturausschuss, die am Projekt beteiligten Verwaltungsmitarbeiter sowie Bürgerinnen und Bürger im Kurpark Ost.

Es gebe noch viele Ideen, was in dem Ende 2015 eingeweihten neuen Bereich des Kurparks ergänzt werden könne, beispielsweise eine Sportanlage für Jugendliche, wies er auf die Pläne des Jugendkomitees hin. „Heute weihen wir einen Gebrauchsgegenstand ein, der einen künstlerischen Hintergrund hat“, machte er gleich zu Beginn klar, dass das neue Objekt nicht nur zum Anschauen gedacht ist. Sodann überließ er es der Kulturdezernentin, dieses „Kunst- und Gebrauchswerk“ vorzustellen, für das grundsätzlich gelte: „Nicht anfassen ist verboten!“.

Heidi Langensiepen lud die Anwesenden ein, ihr „auf dem Weg des Geldes“ zu folgen, das für die Errichtung der Installation benötigt wurde. Sie schilderte, wie die Mitglieder des Bauausschusses sich im Juli 2016 gegen den ersten Vorschlag der Verwaltung ausgesprochen hatten, nachdem die Spende der Sparkasse Rhein-Haardt in Höhe von 10.000 Euro für ein nicht näher bezeichnetes Objekt bereits im März 2016 vom Stadtrat angenommen worden war.

Steffen Wietschorke, Leiter des Tiefbauamtes, Hans Dreyer, Mitarbeiter im Sachgebiet Kultur und sie selbst hätten sich in den folgenden Wochen zusammengesetzt, um Fotos von Objekten in Landschaftsgärten und Ausstellungen anzusehen. „Da in den Katalogen auch die Preise standen, war schnell klar – so großzügig die Spende der Sparkasse Rhein-Haardt auch ist – wir würden keines dieser Stücke, nicht einmal Teile davon, anschaffen können“, erläuterte Langensiepen. Allerdings könne man auf diese Weise Anregungen erhalten und das auf der Landesgartenschau 2007 in Waldkirchen installierte Objekt „Lichtblicke“ habe der kleinen Gruppe gefallen.

Daraus hätten sie dann die Idee für ein optisch wirkungsvolles Objekt entwickelt, „das nicht nur zum Sitzen oder Liegen dienen, sondern zum Spielen oder Turnen herausfordern würde“. Der Kulturausschuss habe sich im September im Kurpark getroffen und die kleine Anhöhe in der Nähe der Parkklinik als geeigneten Standort für ein Kunstobjekt ausgewählt, das den „Lichtblicken“ ähnelt. Dieser einstimmig gefassten Beschlussempfehlung des Kulturausschusses sei der Stadtrat in seiner Oktober-Sitzung gefolgt, wonach man mit der Realisierung des Objektes beginnen konnte.

Entstanden ist eine Installation aus fünf drei Meter langen Sandsteinstelen, getragen von Cortenstahlträgern und in unterschiedlichen Winkeln im Boden fixiert. Langensiepen beschrieb ihre Eindrücke: „Wie aus dem Boden gewachsen wirken diese Steine. Wie Strahlen lenken sie den Blick des Betrachters vom Erdreich in die Höhe.“

Sie kündigte an, dass die Stadt in Kürze in zweiter Auflage ein Heft herausgeben werde, in dem Brunnen, Denkmäler und Kunstwerke, unter anderem auch die neue Installation, gezeigt und beschrieben werden.

Sparkassenvorstandsvorsitzender Andreas Ott freute sich über die „sehr gute Stelle“, die für die Installation ausgewählt worden war. „Wir als Sparkasse sind gemeinnützig und daher froh, einen kleinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten zu können“, erläuterte er, warum die Sparkasse die Kosten für die „Ausgewachsenen Steine“ übernommen habe.

Musikalisch eingeleitet wurde die Feierstunde durch Alex Kiesow, Musiker und Lehrer an der städtischen Musikschule. Passend zu den derzeit in Blüte stehenden Beeten an vielen Stellen im Kurpark, überreichte er mit dem Stück „Petite Fleur“ von Sidney Bechet auf seiner Klarinette eine weitere „kleine Blume“.

Bürgermeister Christoph Glogger mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Rhein-Haardt, Andreas Ott und die städtische Beigeordnete Heidi Langensiepen

 

Eingestellt am 08.05.2017