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Neue Verbuchungstheke für Stadtbücherei

„Wir können heute für eine weitere Kultureinrichtung im Haus Catoir ein Happy End feiern: nach der Eröffnung des Stadtmuseums am 10. Juli nun kurz vor Jahreswechsel die Wiedereröffnung der Stadtbücherei“, freute sich Kulturdezernentin Heidi Langensiepen bei einer kleinen Feierstunde am vergangenen Donnerstag, bei der die neue Verbuchungstheke in der Stadtbücherei eingeweiht und das Haus nach gut zweiwöchiger Umbaupause wieder eröffnet wurde.

Langensiepen erinnerte daran, dass das ehemalige Anwesen der Familie Catoir unter dem früheren Bürgermeister Georg Kalbfuß gekauft, im Mai 1984 das Heimatmuseum und im November 1987 Musikschule und Stadtbücherei eingeweiht worden  waren. Heute verzeichne die Bücherei mehr als 200.000 Ausleihen der 40.000 Medien im Jahr. Im Gegensatz zu der handschriftlichen Erfassung der Ausleihen auf Karteikarten in den Anfangsjahren würden alle Entleihvorgänge schon seit langem über PCs abgewickelt, wies die Beigeordnete hin. Die neue Verbuchungstheke entspreche nicht nur den Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung, sondern lasse auch das Foyer hell und einladend, großzügiger, und einfach zeitgemäß erscheinen. Elemente der Gestaltung und die Wahl der Farben würden deutlich zum Ausdruck bringen, dass die Stadtbücherei und das Stadtmuseum nicht nur im selben Gebäude liegen, sondern zusammengehören.

„Unseren Kunden bieten wir nun wesentlich mehr Komfort, wozu die Möglichkeit gehört, von einem Rollstuhl aus die Tischplatte zu erreichen“, stellte Langensiepen weitere Vorzüge vor. Die Planung der neuen Theke habe in den Händen des Büros Huther und Karawassilis aus Rödersheim gelegen, das bereits das Stadtmuseum konzipierte und weiterhin dort wirken werde.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass wir mitten in der Stadt ein Kulturzentrum haben, in dem mehrere kulturelle Einrichtungen ihre Bleibe gefunden haben“, betonte Bürgermeister Christoph Glogger. Es sei eine tolle Idee gewesen, Stadtbücherei, Museum, Musikschule und Offene Werkstatt unter einem Dach unterzubringen. Was in den 1980er Jahren innovativ gewesen sei, müsse im Laufe der Jahre natürlich immer wieder in Schuss gehalten werden. 55000 Euro habe man sich den Umbau der Verbuchungstheke kosten lassen, ein Zuschuss in Höhe von 10000 Euro sei vom Landesbibliothekszentrum beigesteuert worden, erläuterte er.

Abschließend wies Heidi Langensiepen darauf hin, dass das vertraute Gemälde des in Bad Dürkheim lebenden  Malers Rüdiger Skadow im Foyer seinen Platz behalten werde, ihn aber teilen müsse mit dem Neuerwerb des Werkes „Im Anfang war das Wort“ von Alireza Darvish. „Das Wort, die Sprache unterscheidet uns von allen anderen Lebewesen, gleichermaßen die Fähigkeit, etwas zu Papier zu bringen“, erläuterte die Kulturdezernentin und fügte hinzu: „Ich empfinde das gedruckte Wort mit und neben dem gestalteten, hier Darvishs Bild im Foyer, als wunderbares und des Nachdenkens wertes Zusammenspiel“.

v.l.n.r.: Kulturdezernentin Heidi Langensiepen, die ehrenamtliche Vorlesepatin Roswitha Zischke, der stellvertretende Leiter des Landesbibliothekszentrums Günter Pflaum, Bürgermeister Christoph Glogger und die Leiterin der Stadtbücherei Sigrid de Raaf.

v.l.n.r.: Kulturdezernentin Heidi Langensiepen, die ehrenamtliche Vorlesepatin Roswitha Zischke, der stellvertretende Leiter des Landesbibliothekszentrums Günter Pflaum, Bürgermeister Christoph Glogger und die Leiterin der Stadtbücherei Sigrid de Raaf.

 

Eingestellt am 20.12.2016