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Neuer Schwung für altes Bad

Nachdem der Stadtrat die entsprechenden Beschlüsse gefasst hatte, erwarb die Stadt Bad Dürkheim kurz vor Jahresende die bisher vom Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis Bad Dürkheim gehaltenen Anteile an der Staatsbad Bad Dürkheim GmbH und ist nun Alleingesellschafter des Staatsbades. „Die Staatsbad GmbH ist gerettet, sie ist seit dem 1. Januar eine 100%ige Tochter der Stadt Bad Dürkheim und wir garantieren gemeinsam den Fortbestand und den Weiterbetrieb des Thermalbades im alten Kurmittelhaus für weitere drei Jahre“, so Bürgermeister Christoph Glogger bei einem Pressegespräch am vergangenen Dienstag.

Gesichert sei der Badebetrieb zumindest bis Ende 2018, zu diesem Zeitpunkt laufe der derzeit bestehende Mietvertrag über das Thermalbad aus, der mit dem Gebäudeeigentümer, der AHG Klinik für Psychosomatik Bad Dürkheim, geschlossen ist. „Bis dahin werden wir zwar noch keine neue Einrichtung fertig gestellt haben; aber sie wird doch fertig konzipiert und geplant sein und wir gehen fest davon aus, dass ihr Entstehen dann schon zu sehen sein wird“, erläuterte der Bürgermeister.

Mit dem Kauf der Staatsbad GmbH habe das Land der Stadt 1,355 Milllionen Euro zur Verfügung gestellt, mit denen der Betrieb des Thermalbades für die nächsten drei Jahre sichergestellt werden könne, ohne dafür zusätzliche städtische Mittel einsetzen zu müssen. Im Gegenzug habe die Stadt ehemalige Staatsbadmitarbeitende auf städtischen Planstellen angestellt. „Wir haben die Staatsbad mit den städtischen Strukturen verbunden und verzahnt, so dass in Zukunft an einem gemeinsamen Tresen Eintrittskarten fürs Thermalbad gekauft und Hotelbuchungen durchgeführt werden können“, wies Glogger hin. Auch werde es künftig für die Gäste leichter sein, mit ihren Eintrittskarten das jeweils andere Bad zu nutzen, also etwa mit der Thermalbad-Karte ins Salinarium zu gehen und die Überzahlung anschließend am Zeitautomaten erstattet zu bekommen. Wer im Salinarium eine 10er-Karte erwerbe, werde künftig mit einer Thermalbad-Freikarte dazu verführt, die warme Heilquelle einmal auszuprobieren. Daneben sei geplant, neue Kooperationen zu finden, beispielsweise mit Alten- und Pflegeeinrichtungen oder auch mit Veranstaltern von Kleinkind-Schwimmkursen.

Mit diesen Ideen wolle man neuen Schwung ins alte Thermalbad bringen. „Deshalb lautet die Botschaft: Sie können in Bad Dürkheim weiterhin das wohltuende und gesundheitsfördernde Thermalwasser genießen, in aller Ruhe und fast zu den gewohnten Zeiten“, so Glogger. Die Öffnungszeiten würden zum 1. März leicht reduziert und damit dem tatsächlichen Bedarf angepasst.

Christoph Glogger dankte allen im Land Rheinland-Pfalz, in der Stadt Bad Dürkheim und in der Staatsbad Bad Dürkheim GmbH, die zu diesem Ergebnis beigetragen hatten. Das letzte Jahr sei von Unsicherheiten rund um die Liquidation der Staatsbad geprägt gewesen, erinnerte der Bürgermeister und zeigte sich zuversichtlich, dass man sich nun mit aller Kraft der Zukunft der Kur- und Gesundheitsstadt zuwenden könne.

Dazu gehöre zentral die Frage, wie eine neue Gesundheitseinrichtung in Bad Dürkheim aussehen werde. Nach dem Vorliegen von fünf Planungskonzepten für ein Thermalbad mit neuer Sauna als Erweiterung des Salinariums, die im Dezember im Stadtrat vorgestellt wurden, werde der Rat nun in seiner nächsten Sitzung im März einen Prozess beschließen, der sowohl Experten als auch die Öffentlichkeit mit einbeziehe. Ziel sei es, im Juli 2016 ein Kurbetriebskonzept und ein Konzept für eine neue Thermal-Einrichtung zu beschließen, kündigte der Bürgermeister an.

Die neuen Öffnungszeiten des Thermalbades ab 1. März 2016:
Montag, Mittwoch, Freitag                  09:00 - 18:00 Uhr
Dienstag, Donnerstag                         09:00 - 20:00 Uhr
Samstag, Sonntag                               09:30 - 15:00 Uhr
An Feiertagen geschlossen. 

Neuer Schwung für Thermalbad

Artikel eingestellt am 11.02.2016