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Säckeweise Müll aus der Natur eingesammelt

Insgesamt 825 Personen, darunter 537 Kinder und Jugendliche, haben sich an der diesjährigen Müllsammelaktion beteiligt, die die Agenda 21 mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung vom 3. bis 18. März organisiert und durchführt hat. Dabei wurden 237 Müllsäcke mit Unrat befüllt und zusätzlich größere Fundstücke aus der Landschaft abtransportiert.

Bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Donnerstag begrüßte die städtische Beigeordnete Barbara Hoffmann viele der Beteiligten im Rathaus und überreichte jedem Teilnehmer eine Eintrittskarte für das Salinarium. „Ich möchte Ihnen allen für Ihr großartiges Engagement danken. Sie haben sich dafür eingesetzt, dass Bad Dürkheim eine schöne und gepflegte Stadt bleibt", zollte sie den Vereinen, Kindertagesstätten, Schulen und Privatpersonen, die sich nicht zu schade gewesen waren, den Müll aufzulesen, den andere zuvor in der Natur hinterlassen hatten, Respekt und Anerkennung.
„Wir alle müssen bereits beim Einkauf darauf achten, nicht so viel Müll zu produzieren", wies sie darauf hin, dass es insgesamt viel zu viel Müll gebe. „Müll vermeiden ist besser als Müll beseitigen", so ihr Apell.
Einem Mann gebühre besonders großer Dank, hob die Dezernentin hervor: „Christian Schuler ist der Motor der großen Reinemachaktion. Wir sind froh, dass er dies Jahr für Jahr organisiert und andere mit sich zieht", dankte sie ihm.

„Ich bin nur einer, aber es waren viele dabei dieses Jahr", zeigte Schuler sich bescheiden und wies darauf hin, dass in den letzten Jahren stets über 600 Personen mitgesammelt hätten, in diesem Jahr deutlich über 800. Die Beteiligung der vielen Kinder und Jugendlichen kommentierte er positiv, da diese nach einer solchen Erfahrung bestimmt respektvoll mit der Natur umgehen würden. Dennoch mahnte er, nicht alles auf Kinder abzuwälzen, „denn diese verlieren seltener einen Kühlschrank oder Ähnliches im Wald als die Erwachsenen."

Der Erfolg der Müllsammelaktion bemesse sich nicht nur an der Menge des eingesammelten Mülls, sondern auch an der Resonanz, erklärte er. So sei den Sammelgruppen Lob und Dank durch vorbeikommende Fußgänger und Radfahrer ausgesprochen worden; dies sei eine schöne Ermutigung zum Weitermachen.

Als besondere Fundstücke in diesem Jahr nannte Schuler neben vielen Autoreifen, zum Teil sogar auf Felgen, ein überdimensionales Kuscheltier, einen Eimer mit Speisequark und zwei Geldbörsen mit Papieren, aber ohne Geld.

Ganz besonders schlimm sei der Fund eines Kanisters mit Altöl. Barbara Hoffmann erläuterte, dass ein einziger Tropfen dieses Öls 600 Liter Trinkwasser verschmutze. Auch habe man im Wald angesengte Papier- und Kunststoffreste gefunden und es sei überhaupt keine gute Idee, im Wald ein Feuer zu machen, so Schuler weiter. Schließlich wies er auf eine gefundene Eternit-Platte hin, die wegen ihres Asbest-Gehaltes eigentlich nicht eingesammelt werden dürfe. Als etwas, was die Sammler ebenfalls gar nicht gerne finden würden und doch immer wieder aufsammeln müssten, bezeichnete der die vielen vollen Hundekottüten. Diese seien eigentlich nicht dazu da, gefüllt in die Natur entsorgt zu werden. Als auffallend bezeichnete Schuler auch die nach vor große Menge an Glas, die einfach achtlos fortgeschmissen werde.

Abschlussabend Müllsammelaktion

Artikel eingestellt am 31.03.2017