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Stadtmuseum im Kulturzentrum Haus Catoir

 

Aktuelle Meldung: 

Die Neukonzeption im Stadtmuseum geht in die nächste Phase. Wegen der Baumaßnahmen sind die Abteilungen Weinbau und Archäologie ab sofort geschlossen.
Alle anderen Ausstellungsbereiche können zu den Öffnungszeiten des Museums, Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

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Im Jahre 1872 wurde die Museumsgesellschaft als „Alterthumsverein für den Kanton Dürkheim“ gegründet. Sie war der erste örtliche Altertumsverein der Pfalz. Seit dieser Zeit sammelt der Verein bedeutende Kulturgüter aus Stadt und Region. Nach einer wechselvollen Geschichte fand die kulturhistorische Sammlung im Jahre 1984 in dem zu einem Museum umgebauten Gutshaus der Familie Catoir eine dauerhafte Bleibe.

Bei dem Haus handelt sich um den ehemaligen Leiningen-Falkenburger Hof, der nach dem Aussterben der Falkenburger Linie von Karl Friedrich Wilhelm Fürst zu Leiningen-Hardenburg im Jahre 1780 an den Rotgerber Johann Theobald Catoir verkauft wurde. Im Jahr darauf ließ der neue Besitzer das heutige Gebäude errichten.

Die Museumssammlung setzt sich neben einigen Ankäufen und Dauerleihgaben vor allem aus Schenkungen Bad Dürkheimer Familien zusammen und ist größtenteils Eigentum der Museumsgesellschaft. Das Stadtmuseum versteht sich als stadtgeschichtliches Museum, das die Geschichte Bad Dürkheims und seiner Umgebung von der ersten Siedlungsspuren in der Jungsteinzeit bis ins 20. Jahrhundert darstellt.

Die „Geschichtswerkstatt“, ein Zusammenschluss historisch interessierter Bürgerinnen und Bürger, bereitet regelmäßig Sonderausstellungen vor. 

 
Haus CatoirBeschreibung der Sammlung:

Der Eingangsbereich, das Treppenhaus und die Flure dienen als Galerie für die Werke prominenter Künstlerinnen und Künstler der Stadt und der Pfalz wie Gretel Altvater, Otto Dill, Karl Dillinger, Valentin Dirion, Gustav Ernst, Fritz Herrfurth, Charles Jobmann, Ernst Pfau, Otto Schmitt-Gross, Erich Schug, Heinrich Strieffler, Leni Strigel, Else Wernz und August Wilde.

KanneArchäologie:

Das Dachgeschoss beherbergt die archäologische Abteilung, die die Vor- und Frühgeschichte der Dürkheimer Region von der Steinzeit bis in die fränkische Zeit
dokumentiert.

Das Spektrum beginnt bei steinzeitlichen und bronzezeitlichen Siedlungsresten.
Eisenzeitliche Fundkomplexe schließen sich an, wobei das Dürkheimer Fürstengrab mit dem etruskischen Dreifuß, das Grabhügelfeld am Ebersberg und die keltische Limburgsiedlung besonders hervor gehoben werden.

Es folgen römerzeitliche Grab- und Siedlungsspuren wie die „villae rusticae“ am Weilberg und Annaberg sowie der von den Römern als Steinbruch genutzte Kriemhildenstuhl, der selbst in Form eines Miniaturmodells einen besonderen Eindruck hinterlässt.

NautiluspokalStadtgeschichte:

Im ersten Obergeschoss ist die stadtgeschichtliche Abteilung untergebracht. Ausgehend von der Zeit des Mittelalters bis hin ins 20. Jahrhundert wird die Geschichte Bad Dürkheims in chronologischer Abfolge und in thematischen Einzeldarstellungen anhand von Schrift- und Bilddokumenten sowie Kunst- und Gebrauchsgegenständen dargestellt.

Besondere Anziehungspunkte sind unter anderen die Modelle des Klosters Limburg, der Hardenburg und des Gradierbaus, daneben mittelalterliche Waffen und Rüstungsteile, die Seidenstrümpfe der 1533 verstorbenen Gräfin Agnes zu Leiningen, ein prunkvoller Nautiluspokal aus der Renaissance sowie einige Kunstgegenstände aus dem ehemaligen fürstlichen Residenzschloss in Dürkheim.

TischgruppeVolkskunde:

Im Erdgeschoss befindet sich die volkskundliche Abteilung mit Exponaten, die zum größten Teil aus den bürgerlichen Familien der Stadt stammen.

Unter den Gebrauchs- und Ziergegenständen der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts im ersten Ausstellungsraum sind besonders zu erwähnen: Fayencen und Zinngeschirre, Steingut aus Grünstadt und Neuleiningen, Puppen, Handarbeiten, Galanteriewaren und Modeaccesoires.

Zur Veranschaulichung vergangener Lebensweisen sind außerdem drei Räume rekonstruiert: Ein vornehmes bürgerliches Wohnzimmer aus der Zeit des 18. bis 20. Jahrhunderts, das mit Exponaten aus dem Privatbesitz der Familie Catoir die Erinnerung an die früheren Bewohner des Museumsgebäude wach hält,
eine bäuerliche Wohn- und Schlafstube mit Alkoven aus der Zeit um 1800 sowie eine
Küche mit üppiger Ausstattung aus dem 18. und 19. Jahrhundert schließen sich daran an.

Im Treppenflur zum Keller stimmen weinbezogene Gemälde und Zeichnungen auf die folgende Abteilung ein. Daneben ist eine Sammlung gusseiserner Ofenplatten zu sehen.

WeinkellerWeinbau:

Der große alte Gewölbekeller, einst Weinkeller der Familie Catoir, bleibt seiner Bestimmung in abgewandelter Weise treu: Er enthält die Weinbauabteilung.
Hier werden die Geschichte des Weinbaus im Dürkheimer Raum sowie die Weinbautechniken, das Küferhandwerk und die Kellerwirtschaft dargestellt.
Besondere Berücksichtigung erfährt das römische Weingut Weilberg bei Bad Dürkheim-Ungstein, außerdem wird die Geschichte des ehemaligen Weingutes der Familie Catoir mit einigen Stücken dokumentiert.

Eine kolossale Spindelkelter und ein entsprechendes Miniaturmodell, beide aus dem
18. Jahrhundert, alte Weinfässer, sowie Spezialsammlungen von Küferhobeln, Weinflaschen,- gläser und etiketten sind einige besondere Blickpunkte dieser Abteilung. Darüber hinaus sind die Sektherstellung und die allgemeine Landwirtschaft mit einigen Exponaten vertreten.

WelteKlavier Zum Abschluss des Rundgangs wird dem interessierten Besucher eine der Hauptattraktionen des Museums vorgeführt: Ein Welte-Mignon Reproduktionsklavier aus dem frühen 20.Jahrhundert, ein sehr seltenes und kurioses Musikinstrument mit
automatischer Spielvorrichtung, das über ein umfangreiches Repertoire aus klassischem Liedgut und volkstümlichen Pfälzer Stücken verfügt.

Im Archiv des Stadtmuseums befindet sich u.a. aus dem Nachlass des früheren Dürkheimer Abgeordneten Rudolf Christmann eine große Anzahl an Originalschriften zum Hambacher Fest und zur Revolution 1848, umfangreiches Material zur Geschichte der Dürkheimer Lesegesellschaft und eine Urkundensammlung.

Ansprechpartner Adresse Öffnungszeiten
Dr. Britta Hallmann-Preuß
Leiterin des Museums

Stadtmuseum im Kulturzentrum Haus Catoir:
Römerstraße 20
67098 Bad Dürkheim
Telefon: 06322 / 935 - 404

stadtmuseum@bad-duerkheim.de

Büro der Museumsleitung
Pfau-Haus
Römerstraße
67098 Bad Dürkheim
Telefon: 06322 / 935 - 137

Öffnungszeiten des Museums:
Di. bis So.:
14 bis 17 Uhr
Führungen auch nach Vereinbarung

Bürozeiten:
Mo. bis Do.:
9 bis 12 Uhr
sowie nach Vereinbarung