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Stromtankstellen eingeweiht

Eine gute Botschaft für die derzeit 177 Besitzer von Elektroautos im Landkreis Bad Dürkheim: ab sofort können sie bei einem Besuch in der Kurstadt an drei Stellen auftanken - und das „fer umme", zumindest in der nächsten Zeit.

Die Stadtwerke Bad Dürkheim GmbH hat kürzlich auf dem Wurstmarktplatz, hinter dem Rathaus und vor der Kreisverwaltung drei öffentliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge installiert, die in der vergangenen Woche offiziell eingeweiht wurden. Weitere fünf Säulen sollen noch in diesem Jahr folgen.

„Wir wollen richtig einsteigen in das Zeitalter der E-Mobilität", verkündete Bürgermeister Christoph Glogger beim Einweihungstermin der Ladesäule vor dem Kreishaus. Derzeit vollziehe sich ein großer Wandel in der Gesellschaft und es sei wichtig, sich als Stadt zu positionieren. E-Autos zu fahren sei „eine tolle Sache, ein ganz anderes Fahrgefühl", schwärmte er von seinen Erfahrungen mit dem Dienstfahrzeug. Der ökologische Vorteil entstehe allerdings nur dann, wenn Natur- bzw. Ökostrom verwendet werde. Der durch die Stadtwerke angebotene Strom sei reiner Ökostrom und enthalte keine Anteile von durch Atomkraft oder Kohle erzeugten Strom. Derzeitiger Nachteil der E-Mobilität seien die unterschiedlichen Systeme beim Betanken. Bei den meisten Anlagen müsse man genau wie bei den Dürkheimer Säulen das Kabel selber mitbringen. Insbesondere der Abrechnungsvorgang sei jedoch oftmals sehr kompliziert. „Ich freue mich, dass wir nun drei Säulen haben und denke, dass auf diesem Sektor noch viel passieren wird."

Landrat Hans-Joachim Ihlenfeld freute sich, dass eine der E-Tankstellen direkt vor dem Kreishaus steht. „Der Platz ist nur wenige Meter entfernt von der Zulassungsstelle, das könnte für den ein oder anderen noch einen Impuls geben", hofft er. Seien Anfang 2016 nur 4 Elektroautos im gesamten Landkreis zugelassen gewesen, so habe sich die Anzahl auf 33 Autos Anfang 2017, 75 Anfang 2018 und 168 Anfang 2019 gesteigert. Er hoffe, dass diese Aufwärtstendenz anhält. Die Kreisverwaltung selbst besitze zwei reine Elektroautos und mehrere Hybrid-Fahrzeuge. Als Landrat fahre er zurzeit noch ein Dieselfahrzeug, weil er immer wieder auch größere Distanzen zurücklegen müsse. Allerdings könne er sich vorstellen, dass sein nächstes Dienstfahrzeug zumindest ein Hybrid sein werde. Er bedankte sich bei der Stadt und den Stadtwerken für die gute Zusammenarbeit, die nun Früchte getragen habe.

„Das Tanken ist zwar kostenlos, der Strom jedoch nicht für uns als Stadtwerke", stellte Dr. Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH, klar. Die bereits vom Bürgermeister angesprochene „große Vielfalt" bei den Abrechnungssystemen sei ein Problem, so dass es momentan günstiger sei, den Strom kostenlos abzugeben. „Wir wollen damit aber zugleich einen Anreiz für den Umstieg auf E-Fahrzeuge geben", so Kistenmacher weiter. Bis eine Vereinheitlichung der Systeme käme, wolle man daran festhalten. Die neuen Säulen hätten jeweils zwei Anschlüsse mit 22 KW und zwei weitere normale Steckdosen mit 3,7 KW, die auch zum Aufladen von Ebikes verwendet werden können. Maximal 4 Fahrzeuge könnten so gleichzeitig ihre Akkus aufladen. Bei der Aufstellung müsse bedacht werden, wie der Strom in die Säule käme, immerhin benötigten diese 50 KW. Die Herausforderung werde noch größer, wenn irgendwann die sogenannten DC-Ladesäulen kämen, die ein noch schnelleres Beladen ermöglichen.

Damit die Plätze direkt an den Säulen auch tatsächlich immer für Elektro-Autos freigehalten werden, müsse noch eine entsprechende Kennzeichnung aufgebracht werden, wies der Bürgermeister hin. Dies sei witterungsbedingt bislang nicht möglich gewesen. Das Parken ohne E-Auto im markierten Bereich könne dann allerdings geahndet werden...

Einweihung der E-Tankstelle vor dem Kreishaus

v.l.n.r.: Landrat Hans-Joachim Ihlenfeld, Stadtwerke-Chef Dr. Peter Kistenmacher und Bürgermeister Christoph Glogger an der Ladesäule vor dem Kreishaus