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Viele Ideen gesammelt

Rund 100 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zum Bau einer Therme an den beiden Werkstätten, die am 7. und 14. Juni noch einmal die Gelegenheit zur Diskussion über die Gestaltung des Neubaus und über die Möglichkeiten zur Attraktivierung des bestehenden Freizeitbades boten.

„Wir haben schon einiges abgearbeitet und befinden uns nun auf der Zielgeraden“, betonte Bürgermeister Christoph Glogger gleich zu Beginn der Veranstaltungen und bedankte sich bei allen, die bis zu diesem Zeitpunkt im Beteiligungsverfahren mitgearbeitet hatten. „Wir haben viele Anregungen erhalten und ich finde es gut, dass wir gemeinsam die Fragen herausgearbeitet haben, die wirklich brennen“, so der Bürgermeister.

Diese Fragen erläuterte Kirsten Janson, Mitarbeiterin der den Prozess begleitenden Firma FIRU mbh, jeweils im Plenum, bevor sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger auf 6 Arbeitsgruppen verteilten, die sich jeweils einem dieser Fragenkomplexe widmeten. Damit jeder an einem Abend gleich bei mehreren Themen mitdiskutieren konnte, wechselten die Teilnehmer nach etwa einer halben Stunde ihre Gruppen.

Moderiert von Badebetriebsleiter Günter Diehl beschäftigte sich eine Gruppe mit der künftigen Saunalandschaft. Erörtert wurde beispielsweise, ob es einen oder zwei Saunabereiche geben soll, um Wellness- und Freizeitsaunagängern gleichermaßen gerecht werden zu können. Auch die Größe und die Anordnung der Sauna floss in die Diskussion ein. Eine neue Idee war eine Panoramasauna auf dem Dach der Therme, wobei auch herausgearbeitet wurde, dass dies ein Alleinstellungsmerksmal für die gesamte Einrichtung darstellen würde.

Eine weitere, von den FIRU-Mitarbeiterinnen Kirsten Janson und Sabine Herz geleitete Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit dem oder den künftigen Warmaußenbecken. Da das derzeit bestehende Warmaußenbecken im Bereich des für den Anbau benötigten Geländes liegt, wird dieses künftig entfallen und es bliebe nur das in der Planskizze vorgesehene Warmaußenbecken im Bereich der Therme. Somit wurde diskutiert, ob es tatsächlich nur ein Warmaußenbecken für die Therme geben soll oder ob der Architekt gleich zwei Warmaußenbecken vorsehen soll, eines davon im Bereich des Salinariums. Eine weitere Überlegung war, ob das eine Becken für eine begrenzte Zeit auch von Besuchern des Salinariums genutzt werden kann und ob es ein Becken geben soll, das allen Besuchern offen steht. Auch über mögliche Standorte für ein zweites Warmaußenbecken wurde gesprochen.

Der Flächenverbrauch durch den Neubau und damit die Reduzierung der Liegewiese beschäftigte eine dritte Arbeitsgruppe, die von Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Peter Kistenmacher geleitet wurde. Hier kam zur Sprache, dass durchschnittlich an maximal 11 Tagen im Jahr die bisherige Liegewiese voll genutzt wird und eine größere Liegewiese zwangsläufig zu einer kleineren Therme führen würde. Dennoch gab es Ideen zur Schaffung neuer Liegeflächen, beispielsweise durch das Entfernen von Büschen und die Schaffung neuer Holzdecks sowie die Verlegung bestimmter Bereiche auf das Dach. Eine seitliche Verschwenkung des Anbaus könnte nach Ansicht einiger Teilnehmer ebenfalls Liegeflächen sichern.

Die Arbeitsgruppe Attraktivierung des Salinariums besprach mit dem Stellvertretenden Badebetriebsleiter Peter Schneider zahlreiche Ideen, die das Freizeitbad künftig aufwerten könnten. Hier ging es um neue Lüftungstechnik, eine zweite Rutsche, Sonnenschutz, einen Strömungskanal und die Modernisierung des Bistros. Ein Wildwasserkanal hingegen wurde als nicht realisierbar eingeschätzt, da der Platzverbrauch hierfür zu groß sein würde. Großen Zuspruch fand die Idee eines Fitnessvario-Beckens mit absenkbarem Boden, in dem verschiedene Wassergymnastik-Angebote stattfinden könnten.

Die Fragestellung, wie die ideale Bad-Dürkheim-Therme aussehen könnte, beschäftigte die vom Leiter des Sachgebietes Tourismus und Wirtschaft, Marcus Brill, betreute Arbeitsgruppe. Von der Standortfrage bis hin zum Abriss der Salierhalle, um Platz für die Therme zu schaffen wurde hier über die unterschiedlichsten Ideen diskutiert. Herausgearbeitet wurde, dass die Therme genügend Platz benötigt und die Saunalandschaft auf keinen Fall zu klein dimensioniert werden dürfe. Mehrere Becken mit unterschiedlichen Temperaturen und Salzgehalten könnten ebenso wie Dachsaunen mit Panorama-Blick oder eine Dachterrasse im Stile eines Weinbergs ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Auch die Berücksichtigung von Trauben- und Salzprodukten, beispielsweise für ein Bad im Maischefass oder Peeling-Anwendungen mit Dürkheimer Salz waren Ideen, die die Attraktivität der künftigen Einrichtung steigern sollen.

Nicht zuletzt war es noch einmal das Thema Brunnenhalle, das eine Gruppe beschäftigte. Unter Leitung von Peter Gauweiler, Fachbereichsleiter Innere Dienste, Organisation und Finanzen, wurde über mögliche Nutzungen diskutiert, es erfolgte allerdings keine Wertung. Gewünscht und besprochen wurden insbesondere die gastronomische Nutzung oder die Nutzung als Raum für Veranstaltungen, Kunst oder Kultur. Die Unterbringung der Tourist Information, auch in Verbindung mit anderen Nutzungen, stand ebenso zur Debatte wie die Erhaltung des Ensembles mit seinem wunderbaren Blick in den Kurpark.

Er sei gespannt, welches Paket der Stadtrat in seiner Sitzung im Juli beschließen werde, so Bürgermeister Glogger zum Abschluss. Bis dahin werden auch die Ergebnisse der Bürgerbefragung vorliegen, ebenso wie das Ergebnis der unabhängigen Überprüfung der betriebswirtschaftlichen Machbarkeit.

Das Beteiligungsverfahren endet mit der Abschlussveranstaltung im Anschluss an die Stadtratssitzung. Hierzu lädt Bürgermeister Glogger alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Die Abschlussveranstaltung findet am 12. Juli um 19.30 Uhr in der Brunnenhalle statt.

Eine ausführliche Dokumentation der beiden Werkstätten steht im Internet unter www.salinarium2020.de bereit.

 

Eingestellt am 22.06.2016