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Wiedersehen mit Freunden im Zeichen des Wurstmarktes

Gruppenfoto Delegationen Partnerstädte

Gute alte Freunde trifft man ebenso auf dem Dürkheimer Wurstmarkt wie Freunde, die man nie zuvor gesehen hat. Diese (leicht abgewandelten) Worte des Mundartdichters Karl Räder gelten natürlich auch für die Freunde aus den fünf Partnerstädten Bad Dürkheims und so ist es inzwischen zu einer schönen Tradition geworden, dass Delegationen aus Paray-le-Monial, Wells, Kluczbork, Bad Berka und Kempten zur Eröffnung des größten Weinfestes der Welt anreisen und das erste Wurstmarktwochenende ganz im Zeichen bestehender und neuer Freundschaften steht.

Beim diesjährigen 600. Dürkheimer Wurstmarkt beteiligten sich die Partnerstädte zunächst am Freitagnachmittag bei mehreren Zugnummern am Festumzug. Anschließend feierte die große Gruppe ausgiebig gemeinsam auf dem Festplatz. Am Samstagvormittag stand eine kleine Stadtführung mit Besichtigung des neuen Stadtmuseums auf dem Programm, bevor man sich zu einem festlichen Mittagessen im Kurhaus traf.

„Diese Partnerschaften sind ein hohes Gut. Es ist eine ganz großartige Sache, wie Freundschaft hier gelebt wird“, zeigte sich Bürgermeister Christoph Glogger bei seinem ersten Wurstmarkt in dieser Funktion beeindruckt. Er bedankte sich auch im Namen der Stadträte und Beigeordneten für das tolle Miteinander und forderte alle auf, am Abend ein weiteres Mal gemeinsam auf dem Festplatz zu feiern. Glogger war sich sicher, dass es bis zum nächsten Wiedersehen nicht lange dauern werde.

Das Vereinigte Königreich habe beschlossen die EU zu verlassen, Wells jedoch wolle dabei bleiben, so Stadtrat Colin Price, der die Partnerstadt Wells vertrat. Auf jeden Fall wolle Wells die Partnerschaft mit Bad Dürkheim weiterhin pflegen und so überreichte er als Gastgeschenk „für die nächsten 600 Jahre“ ein Pint, ein englisches Bierglas, das zu Gloggers Erstaunen noch mehr als einen halben Liter, also mehr als ein Dubbeglas, fassen kann.

Denise Méhu, Beigeordnete aus Paray-le-Monial, hob hervor, dass 2016 kein gewöhnliches Jahr sei. Nicht nur der Wurstmarktmarkt feiere ein Jubiläum, auch die Städtepartnerschaft zwischen Paray-le-Monial und Bad Dürkheim bestehe seit 50 Jahren. Méhu bedankte sich dafür, dass dies möglich wurde und meinte: „Wir genießen die gemeinsamen Stunden!“

Bad Berkas Bürgermeister Dr. Volker Schaedel hob die Besonderheiten des diesjährigen Treffens hervor: „Es ist mein erster Wurstmarkt mit dem neuen Bürgermeister, es ist mein erster 600. Wurstmarkt, es ist mein erster Wurstmarkt mit Geburtstagsfeier bei unseren polnischen Freunden und es ist mein erster Wurstmarkt als Bürgermeister der Partnerstadt (Anm: in den Jahren zuvor war Bad Berka noch Patenstadt, diese Patenschaft wurde erst im vergangenen Jahr in eine Partnerschaft umgewandelt). Der Austausch untereinander sei immer sehr schön, aber diesmal sei es besonders toll gewesen, was Bad Dürkheim beim Festumzug auf die Beine gestellt habe.

Die „Glückwünsche der ältesten Stadt Deutschlands“ übermittelte Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der eine 18-köpfige Delegation aus der Stadt im Allgäu anführte. Beim Jubiläumsumzug habe man einen guten Eindruck von der Geschichte des Wurstmarktes erhalten. Die Möglichkeit, bei solchen Austauschen miteinander ins Gespräch zu kommen, sei sehr wichtig für das friedliche Zusammenleben in Europa, hob Kiechle hervor.

Seit über 10 Jahren komme regelmäßig eine Delegation aus Kluczbork, um gemeinsam im Kreise der Partnerstädte einen schönen Wurstmarkt zu feiern, so Andrzej Nowak, Erster Beigeordneter der polnischen Partnerstadt. Für ihn war es der letzte Besuch in der Funktion. Er wünschte dem neuen Bad Dürkheimer Bürgermeister viel Erfolg und lud die deutsche Partnerstadt zu einem Gegenbesuch ein.

 

Eingestellt am 14.09.2016