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Wurstmarkt im Zeichen der Partnerschaft

Delegationen aus den Partnerstädten Bad Berka, Kempten, Kluczbork und Wells waren am „Vormarktwochenende“ wieder zu Gast in Bad Dürkheim und feierten bei guter Stimmung gemeinsam auf dem inzwischen 600 Jahre alten Dürkheimer Wurstmarkt.

Nach der Teilnahme an der Eröffnung des größten Weinfestes der Welt am Freitagabend stand für die Gäste am Samstagvormittag zunächst ein Besuch der Vier Jahreszeiten Winzer eG mit einer Besichtigung der Keller auf dem Programm.

Die Delegationen der Partnerstädte beim Besucher der Vier Jahreszeiten Winzer eG

Im neu gestalteten Maler-Ernst-Saal versorgte der Geschäftsführende Vorstand Walter Brahner die Gäste mit vielen Details und Informationen über die Winzergenossenschaft. Der Vorstandsvorsitzende und Wurstmarktwinzermeister Kurt Freund überraschte die Gruppe mit einer um diese Zeit nur selten möglichen Vergleichsverkostung „Traube – Wein“. „Dieses Jahr sind die Trauben sehr früh reif, nutzen wir also die Gelegenheit“, forderte Freund die Gäste auf, den Geschmack der reifen Trauben mit dem fertigen Wein der jeweiligen Rebsorte zu vergleichen.

Vergleichsverkostung "Traube - Wein"

Anschließend ging es ins Kurhaus, wo man sich bei einem leckeren Mittagessen stärkte. „Es ist schön, dass wir wieder so viele liebe Gäste bei uns begrüßen können“, freute sich Bürgermeister Christoph Glogger bei der Begrüßung der Delegationen. „Es ist schon fast selbstverständlich geworden, sich frei in Europa bewegen zu können, aber das war nicht immer so“, erinnerte er an nicht so lange zurückliegende Zeiten, in denen dies undenkbar war. Auch die Städtepartnerschaften hätten dazu beigetragen, dass sich die Menschen in Europa kennenlernen und annähern konnten. „Vielen Dank an alle, die sich engagieren und diese Partnerschaften mit Leben erfüllen“, bedankte er sich.

Ein herzliches „Grüß Gott“ aus Kempten überbrachte Stadtratsmitglied Dieter Zacherle, der in diesem Jahr die Kemptener Delegation anführte. Kempten pflege seit 66 Jahren eine angenehme Verbindung mit Bad Dürkheim und man komme seit Jahrzehnten immer wieder gerne zum Treffen mit Freunden in die Pfalz. „Hier sitzt Europa an einem Tisch“, bekräftigte Zacherle die Aussage von Christoph Glogger zur Bedeutung der Städtepartnerschaften.

Bürgermeister John North aus der englischen Stadt Wells bedankte sich für die erlebte Gastfreundschaft und freute sich über das Treffen mit Freunden, die er schon länger kenne und mit neuen Freunden, die er in diesem Jahr kennengelernt habe. Mit einem Augenzwinkern stellte er sodann die Frage, warum es eigentlich so lange gedauert habe, bis Wells mit Bad Dürkheim verschwistert wurde, schließlich habe Bad Dürkheim so hervorragende Weine und der Wurstmarkt sei schon 600 Jahre alt.

Auch Bad Berkas Bürgermeister Dr. Volker Schaedel bedankte sich für die Einladung nach Bad Dürkheim und nannte das Partnerstädtetreffen zum Wurstmarkt eine gute Gelegenheit, Europa gemeinsam zu leben. Die Zeiten würden schwieriger und umso wichtiger sei es, hier in Frieden ein paar Tage zusammen zu verbringen. Die Bad Berkaer seien nach der Bürgerreise vor wenigen Wochen in 2017 bereits zum zweiten Male in Bad Dürkheim. Vom Himmel aus zuschauen werde sicherlich Thomas Erdmann, erinnerte er an den in diesem Sommer im Alter von 47 Jahren verstorbenen ehemaligen Beigeordneten von Bad Berka, der oft mit in Bad Dürkheim gewesen war.

Durch die Zusammenarbeit kleinerer Städte könne die Freundschaft in Europa gepflegt werden, war sich auch der Bürgermeister von Kluczbork, Jaroslaw Kielar sicher. Auf kommunaler Ebene würden die Menschen anders denken, als die polnische Regierung, für deren Pläne er sich teilweise schäme. „Jetzt sind wir 17 Jahre zusammen, ein Zeichen, dass unsere Partnerschaft so fantastisch ist“, schwärmte er von der Verbindung zwischen Kluczbork und Bad Dürkheim.

Am Samstagabend wurde noch einmal ausgiebig auf dem Festplatz gefeiert. Nach der Feier des 27. Geburtstages der Michaeliskapelle am Sonntagvormittag traten die Delegationen die Heimreise an.

Der Kemptener Delegationsleiter Dieter Zacherle (r.) und Ehefrau Annemarie (2.v.r.) mit Bürgermeister Christoph Glogger und dessen Ehefrau Vera.

Der Kemptener Delegationsleiter Dieter Zacherle (r.) und Ehefrau Annemarie (2.v.r.) mit Bürgermeister Christoph Glogger und dessen Ehefrau Vera.

Der Bürgermeister von Wells, John North (r.) mit Christoph Glogger.

Der Bürgermeister von Wells, John North (r.) mit Christoph Glogger.

Der Bad Berkaer Bürgermeister Dr. Volker Schaedel (l.) links neben dem Bad Dürkheimer Stadtoberhaupt.

Der Bad Berkaer Bürgermeister Dr. Volker Schaedel (l.) links neben dem Bad Dürkheimer Stadtoberhaupt.

Der Kluczborker Bürgermeister Jaroslaw Kielar (2.v.r.), Grzegorz Blazewski (3.v.r.) und Andrzej Olech hinter Weinprinzessin Isabell I. (l.) und der Tochter des Bürgermeisters, Hanna Glogger.

Der Kluczborker Bürgermeister Jaroslaw Kielar (2.v.r.), Grzegorz Blazewski (3.v.r.) und Andrzej Olech hinter Weinprinzessin Isabell I. (l.) und der Tochter des Bürgermeisters, Hanna Glogger.

 

Eingestellt am 18.09.2017