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Stadt erhöht Kapitaleinlage bei den Stadtwerken

Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung am 15. Dezember einstimmig einer Kapitaleinlage in die Stadtwerke GmbH in Höhe von 1 Million Euro zugestimmt. Diese Einlage war vom Aufsichtsrat der Stadtwerke angeregt worden.

Bürgermeister Christoph Glogger zeigte auf, dass die Einlage nötig sei, um den in diesem Jahr durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie im Salinarium entstandenen Verlust bilanziell abzufedern. Kein Schwimmbad arbeite kostenneutral, aber in diesem Jahr kämen die unmittelbaren Auswirkungen der Pandemie sozusagen auf das auch in anderen Jahren negative Ergebnis obenauf. „Es ist unser Bestreben, das jährliche Defizit zu verringern“, wies er hin und erläuterte, dass die geplante Therme nach den Prognosen der Wirtschaftlichkeitsprüfungen zu einer deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses beitragen werde. Die Kapitaleinlage selbst habe jedoch mit der Therme nichts zu tun, machte er deutlich.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Peter Kistenmacher führte anhand einer Präsentation vor Augen, was zu den starken Verlusten in diesem Jahr geführt hatte. So habe man einen corona-bedingten Rückgang bei den Besuchern um rund 66 Prozent von 352.254 in 2019 auf 120.805 in 2020 hinnehmen müssen. Nach einem guten Start ins Jahr sei mit dem ersten Lockdown im März ein starker Einbruch zu verzeichnen gewesen. „Ende Mai waren wir das erste Freibad, das wieder geöffnet hat“, wies Kistenmacher hin. Im Sommer sei es dann aber nicht möglich gewesen, so viele Besucher hereinzulassen, wie eigentlich gewollt hätten. So habe sich von Jahresbeginn bis einschließlich Oktober ein zusätzlicher Verlust von 978.000 Euro ergeben, so dass der Verlust für diesen Zeitraum insgesamt über 1,5 Millionen Euro betrage. Seit Anfang November habe das Bad wieder komplett schließen müssen, die Mitarbeiter befänden sich in Kurzarbeit. Für die Monate November und Dezember rechne man mit weiteren 200.000 Euro Verlust. Auch sei noch nicht geklärt, ob die Werke für das Schwimmbad die sogenannten Novemberhilfen erhalten könnten. Insofern sei der zusätzliche Verlust nicht planbar gewesen und die Einlage entlaste die Stadtwerke in dieser schwierigen Situation. Eine Verteuerung von Strom und Gas wollten die Werke unbedingt vermeiden.

Der Bürgermeister sprach den Mitarbeitenden der Werke ein herzliches Dankeschön aus und bat darum, diesen Beschluss auch als Zeichen zu sehen, dass die Stadt zu ihren Werken stehe und die dort geleistete Arbeit sehr schätze.

Die Sitzungsvorlage und weitere Informationen stehen im Bürgerinformationssystem unter https://ratsinfo.desvdue2.de/buergerinfo zum Download bereit.