Tastatur

Stadtlinienverkehr wird aufgestockt

Ab 1. Juli soll es deutliche Verbesserungen im städtischen Busverkehr geben. Ein entsprechendes Konzept hierfür stellte der Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Dürkheim GmbH, Dr. Peter Kistenmacher, in der Stadtratssitzung am 11. Februar öffentlich vor.

Mit dem neuen Linienkonzept sollen künftig alle Ortsteile mit der zentralen „Drehscheibe“ Bahnhof verbunden sein, erläuterte der Stadtwerke-Chef. Der Fahrplan sei an die Ankunft- und Abfahrtzeiten der Züge und Straßenbahnen am Bahnhof angepasst. Ein fester Takt mit ein bzw. zwei Fahrten je Stunde werde tagsüber auf allen Linien angeboten, Hin- und Rückfahrt erfolge jeweils mit der gleichen Linienführung. Für die Fahrten kämen ganz neue Busse zum Einsatz, alle großen Busse würden mit Erdgas betrieben, wies Kistenmacher hin.

Eigentlich habe man zu weniger frequentierten Zeiten kleinere Busse einsetzen wollen, dies sei jedoch wegen dem Schülerverkehr nicht möglich. Lediglich auf der Linie 488 zum Wurstmarktplatz, die künftig dreimal stündlich verkehre und stündlich bis zur Sonnenwende weiterfahre, würden wie bisher kleine Busse eingesetzt.

Die Linie 485 Richtung Hardenburg ende in der Woche am Waldschlössl, jedoch stehe für Fahrten bis ins Jägertal eine Ruftaxiverbindung (Linie 4971) zur Verfügung, welche auch durch den Ortsteil Grethen führe. Am Wochenende fahre der Bus bis zum Ruheforst und erschließe damit auch den Isenachweiher und weitere Ausflugsziele im Tal. Sowohl unter der Woche als auch am Wochenende fahre abends ab 18.30 Uhr das Ruftaxi stündlich über Grethen und Hausen bis Hardenburg und zurück.

Ganz neu sei die sogenannte „Fronhoflinie“ 490, die das Neubaugebiet künftig mit dem Bahnhof verbinden werde. Zweimal je Stunde sei die „Triftlinie“ 487 unterwegs, davon einmal bis ins Gewerbegebiet Bruch und einmal auf der kleineren Runde durch das Wohngebiet. Auch hier ergänze das Ruftaxi (Linie 4970) das Angebot in den Abendstunden.

Ebenso werde die Linie 486 nach Seebach durch eine Ruftaxiverbindung (Linie 4972) am Abend und am Wochenende ergänzt. Leistadt und Ungstein würden mit der Linie 453 im „Fast-Stundentakt“ von kurz vor 6 Uhr bis 20 Uhr angefahren, während das Ruftaxi (Linie 4972) in den Abendstunden zur Verfügung stehe.

Der sogenannte „Wanderbus“, die Linie 489 zur Lindemannsruhe, sei nur samstags und sonntags im Einsatz, es würden aber große Busse eingesetzt, damit auch Radfahrer samt Ausrüstung einsteigen können.

 „Busverkehr ist immer Verlustverkehr“ wies Kistenmacher darauf hin, dass den Stadtwerken mit dem Ausbau des Angebotes auch deutlich höhere Kosten entstehen. Das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung für den künftigen Busverkehr liege vor. Demnach müssten die Werke, die bisher jährlich rund 475.000 Euro jährlich aufgewendet haben, ab 2021 mit Kosten von ca. 850.000 Euro rechnen. Demgegenüber stünden Einnahmen aus dem VRN-Verbund in Höhe von derzeit etwa 285.000 Euro. Eine Steigerung der Einnahmen sei nur durch eine Zunahme an Fahrgästen zu erreichen, denn die Verteilung der VRN-Erlöse beruhe auf Fahrgastzählungen. „Wir hoffen sehr, dass das neue Angebot auch angenommen wird. Wenn das in den ersten beiden Jahren nicht so sein sollte, müssten wir das noch einmal überdenken“, bemerkte er.

„Das Konzept ist großartig, ein wirklich tolles erweitertes Angebot“, zeigte sich Bürgermeister Christoph Glogger begeistert. „Wenn wir schon ein Mobilitätskonzept erstellt haben, dann müssen wir jetzt auch den Mut haben, den Busverkehr in unserer Stadt deutlich zu verbessern“, bekannte er sich zu dem recht großen finanziellen Aufwand dafür.