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Breitband- und Mobilfunkausbau in Bad Dürkheim

In der Stadtratssitzung am 6. Juli berichtete der zuständige Fachbereichsleiter Marcus Brill über den aktuellen Sachstand des Breitband- und des Mobilfunkausbaus in der Kurstadt.

Der Breitbandausbau im Zuge des Kreisclusters durch INEXIO sei im Jägerthal bereits abgeschlossen und im April in Betrieb genommen worden. In der Sonnenwendstraße sei der Baubeginn für das 4. Quartal 2021 geplant, der Termin der Inbetriebnahme jedoch noch offen. Bei den Einzelanschlüssen unter 30 Mbit sowie bei den Bad Dürkheimer Schulen habe man mit den Tiefbauarbeiten teilweise begonnen, ein Termin zur Inbetriebnahme stehe allerdings auch hier noch nicht fest.

Im Gewerbegebiet von Hardenburg erfolge im Gegensatz zum geförderten Ausbau in den bereits genannten Bereichen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch INEXIO, wodurch es sich dort um sogenannte B-Adressen handele, die das schnelle Internet nur durch einen Dienstleistungsvertrag mit INEXIO erhalten können. Bei den A-Adressen in den Bereichen mit gefördertem Ausbau bestehe hingegen freie Providerwahl.

Änderungen bei der Trassenplanung habe es im Bereich Siegmund-Crämer-Schule, Pfeffingen, Feuerwehr und DRK gegeben, wo das Glasfaserkabel nun nicht nördlich der B 37, sondern unter Einbeziehung der Grundstücke rund um die Lebenshilfe verlaufe. Der Fünfguldenberg in Seebach werde nicht wie ursprünglich geplant über Grethen, sondern über die Schillerstraße, die Karl-Räder Allee und die Hammelstalstraße angebunden, wo das Kabel nun ebenfalls gelegt werden soll.

Anfragen an verschiedene Anbieter zum Ausbau im Bereich Rustengut hätten bislang keine positive Rückmeldung ergeben, informierte Brill.

Das Ausschreibungsverfahren zum Glasfaserausbau im Rahmen des Sonderaufrufs Gewerbegebiete im Kreiscluster sei abgeschlossen. Der Ausbau erfolge durch die Deutsche Glasfaser, die auch eine Anfrage zum Ausbau „In den Almen“ erhalten habe. Hier stehe die Rückmeldung noch aus. Die Umsetzung solle 18 bis 24 Monate nach Vertragsunterzeichnung durch den Landkreis Bad Dürkheim erfolgen.

In den Stadtteilen Leistadt und Ungstein sei ein FttH (Fiber to the Home, also Glasfaser bis ins Haus)-Ausbau für alle Straßen nach vorheriger Vorvermarktung durch die Deutsche Glasfaser geplant. Ziel sei es, in diesen Bereichen eine Nachfrage von mindestens 40 Prozent der Haushalte zu bündeln. Hierzu sollen im ersten Schritt bei einem digitalen Multiplikatorentreffen am 22. Juli Informationen ausgetauscht werden. Im nächsten Schritt würden die Haushalte in den entsprechenden Bereichen einen Bürgerbrief vom Bürgermeister und dem jeweiligen Ortsvorsteher erhalten. Am 11. August soll dann in digitaler Form ein Infoabend für Leistadt und am 12. August für Ungstein stattfinden. In beiden Ortsteilen werde ein Servicepunkt eingerichtet, wo Interessierte Beratung erhalten können. Bis zum 11. Oktober solle die Nachfragebündelung abgeschlossen sein.

Voran geht es auch beim Mobilfunkausbau. Für den Funkmast auf dem Hahnackerkopf, der das Jägerthal im Rahmen des von der Telekom initiierten Ausbauprogramms „Wir jagen Funklöcher“ erschließen soll, sei bereits der Bauantrag gestellt. Die Verlegung der Stromtrasse und des Glasfaserkabels sollen im September bzw. Oktober 2021 erfolgen, während die Errichtung des Funkmastes im ersten Quartal des kommenden Jahres ansteht.

Im Gewerbegebiet Bruch seien zwei weitere Funkmasten geplant, informierte der Wirtschaftsförderer. Für den Mast im Bereich des Hebewerkes des LBM liege seit Mitte Juni der Pachtvertrag vor, der Bauantrag sei in Vorbereitung. Der ebenfalls von der Deutschen Funkmast geplante Standort im Südosten des Gewerbegebietes Bruch sollte ursprünglich auf einer privaten Immobilie umgesetzt werden, derzeit sei eine städtische Fläche als Alternative angefragt.