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Dirk Friedrich mit Silberner Ehrennadel ausgezeichnet

In der ausnahmsweise im Kurpark-Hotel durchgeführten Stadtratssitzung in der vergangenen Woche wurde Dirk Friedrich eine besondere Ehre zuteil: vor Eintritt in die Tagesordnung zeichnete Bürgermeister Christoph Glogger den seit über 40 Jahren bei der Stadt Beschäftigten mit der Silbernen Ehrennadel aus. Dadurch solle jedoch nicht das gewürdigt werden, was Friedrich als Mitarbeiter der Stadt für die Partnerstädte getan habe, sondern „heute wollen wir sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement im Partnerstädteverein ehren“, hob Glogger hervor.

Friedrich war 1998 als benannter Vertreter der Stadt in den Vorstand des Partnerstädtevereins aufgenommen worden. Fast zeitgleich erfolgte sein privater Eintritt in den Verein, wo sich Friedrich mit seiner ganzen Persönlichkeit unermüdlich für die fünf Partnerstädte Bad Dürkheims engagierte, wie das Stadtoberhaupt lobte. Im März 2004 wurde Friedrich zum Kassenwart des Partnerstädteverein Bad Dürkheim e.V. gewählt und hat dieses Ehrenamt seither durchgehend inne.

Bei Städtepartnerschaften hinge vieles von einer guten Beziehungsarbeit ab und hierfür sei man Dirk Friedrich sehr dankbar. „Die Partnerstädte sind ihm eine echte Herzensangelegenheit und er war in all den Jahren stets ein Vorbild, das mit seiner Begeisterung viele mitgerissen hat“, würdigte Glogger.

Es sei ihm eine besondere Ehre, diese Auszeichnung im Großen Kursaal entgegennehmen zu dürfen, denn genau in diesem Saal sei am 7. Juni 1966 die erste Städtepartnerschaft mit Paray-le-Monial besiegelt worden, erinnerte Friedrich. Augenzwinkernd erzählte er sodann von zwei besonderen Erlebnissen, die er wohl nie vergessen kann. So sei 2002 eine Delegation aus Bad Dürkheim, ausgerüstet mit unterschiedlichen Pfälzer Spezialitäten, nach Paray-le-Monial gefahren, um dort einen Dürkheimer Abend auszurichten. Vor Ort habe man feststellen müssen, dass die Benutzung der Küche in der Schule, in der die Veranstaltung stattfinden sollte, nur ausgebildeten Köchen gestattet war und einen solchen hatte die Delegation nicht dabei. So seien sämtliche Spezialitäten in vier Kilometern Entfernung zubereitet und dann zur Veranstaltung gefahren worden, wo das Essen schließlich auf Camping-Kochern warmgehalten werden musste.

Noch einprägsamer dürfte ein Erlebnis aus 2009 bei einem Besuch der englischen Partnerstadt Wells gewesen sein. Der für eine Ausflugsfahrt genutzte Bus habe sich in der engen Gasse eines Ortes so festgefahren, dass er sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen konnte. Erst das Einreißen und Abtragen einer Mauer habe den Bus schließlich aus dieser Situation befreit.

Friedrich appellierte an alle Bürger:innen, sich ebenfalls für die Städtepartnerschaften einzusetzen: „Engagieren Sie sich im Verein, fahren Sie mit in die Partnerstädte und lernen Sie mit uns viele Menschen kennen.“