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Ehemalige Spiel- und Lernstube wird zur „Kita Schatzkiste“

Die Spiel- und Lernstube gehört zu den traditionellen Einrichtungen der Stadt Bad Dürkheim. Etwa 27 Jahre lang stand diese besondere Form einer Kindertageseinrichtung für Kinder im Alter bis 14 Jahren in der Trift zur Verfügung. Mit der Namenstaufe zur „Kita Schatzkiste“ am vergangenen Freitag ging eine Ära zu Ende und eine neue begann.

Die Kita-Leiterin, Tanja Wütscher, begrüßte die Ehrengäste bei schönstem Sonnenschein auf dem weitläufigen Areal der Einrichtung gleich neben dem Stadion in der Trift. „Ein langer Weg liegt hinter uns: von der Erkenntnis, dass das neue Kita-Gesetz Spiel- und Lernstuben nicht mehr vorsieht, bis hin zur Neukonzeption“, wies sie darauf hin, dass die vergangenen Monate der Umorientierung gewidmet waren. Sie und ihr Team würden sich nun darauf freuen, etwas Neues gestalten zu können.

Der Vorgänger von Tanja Wütscher, Olaf Tali, meinte, er selbst habe im Jahr 1995 „ein gut bestelltes Feld“ übernommen und in den vielen Jahren seines Wirkens zahlreiche Kontakte geknüpft. Auch heute noch würde er immer wieder von früheren Spiel- und Lernstubenbesuchern angesprochen, manchmal mit der Bitte um Hilfe, zum Beispiel bei einer Bewerbung. „Ich habe einmal im Ausschuss gesagt: „Wo wir heute investieren, sparen wir morgen Gelder“, und das ist auch heute noch gültig“, war sich Tali sicher.

Sozialdezernentin Judith Hagen sprach von einem besonderen Tag, an dem man zusammengekommen sei, um die Kindertagesstätte zu taufen. Spiel- und Lernstuben seien ein Projekt in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf gewesen und in dem zum 1. Juli in Kraft getretenen neuen Kita-Gesetz nicht mehr vorgesehen. Dieses Konzept habe auch einen Hort beinhaltet. Der Neubeginn findet nun jedoch ohne die Hortkinder statt. Das Platzangebot der Kita sei künftig Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt vorbehalten, diese würden in zwei Gruppen betreut. Während die zuvor den Hort besuchenden Grundschulkinder nun das Ganztagsangebot der Salierschule nutzen, wolle die Stadt für die 10 bis 14-jährigen Hortkinder gemeinsam mit dem Jugend- und Kinderbüro ein Netzwerk installieren, wo sie gut aufgehoben seien. „Nun liegt es an Frau Wütscher und ihrem Team etwas Tolles daraus zu machen! Ich wünsche der Einrichtung ganz viel Glück für die Zukunft“, so die Erste Beigeordnete.

Dann waren die Kinder am Zug. Ausgerüstet mit einer Schatzkarte suchten und fanden sie die zuvor auf dem Gelände versteckten Karten mit Buchstaben, die sie zu dem Schriftzug „Kita Schatzkiste“, dem neuen Namen der Einrichtung, zusammensetzten. Als Belohnung wartete eine Schatzkiste mit kleinen Geschenken auf die Kinder.

Mac Klein, Vorsitzender des Elternausschusses, enthüllte sodann die an der Eingangstür aufgehängten neuen Namensschilder. Man habe Eltern und Kollegen um Namensvorschläge gebeten und dann abgestimmt, erläuterte Tanja Wütscher, wie die Einrichtung zu ihrem neuen Namen gekommen ist.

Kinder und Team der Kita Schatzkiste freuen sich über den bunten Schriftzug über und neben dem Eingang. Der Neuanfang ist auch ein Grund zur Freude für die Erste Beigeordnete Judith Hagen (hinten Mitte) und Einrichtungsleiterin Tanja Wütscher (links daneben).