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Herausforderung städtische Wohnungen

„Bezahlbarer Wohnraum und insbesondere unsere städtischen Wohnungen sind ein großes und wichtiges Thema“, so Bürgermeister Christoph Glogger in der Sitzung des Bau- und Entwicklungsausschusses am 29. April, wo über den aktuellen Sachstand einer derzeit noch in Ausarbeitung befindlichen Analyse des Zustands der städtischen Wohnungen informiert wurde. Aufgrund eines Antrages der SPD im November 2019 war diese Analyse in Auftrag gegeben worden.

Die Wohnungen befänden sich verteilt auf das gesamte Stadtgebiet, allerdings mit einer Häufung in der Trift, erläuterte Glogger. Es handele sich um 175 Wohnungen, die zum größten Teil Anfang bis Mitte der 1960er Jahre entstanden sind. Kleinere Reparaturen an den Immobilien seien fortlaufend durchgeführt worden, auch Sanierungen von Bädern, Türen, Bodenbelägen oder Fenstern seien jeweils vor einem Neubezug erfolgt, wenn ein Mieter die Wohnung verlassen habe.

„Die große Herausforderung ist der unterschiedliche Zustand der Wohnungen. Außerdem muss man wissen, dass keine dieser Wohnungen eine Zentralheizung hat“, führte der Bürgermeister vor Augen. Wenn wir hier einen großen Schritt vorwärts kommen wollen, müssen komplette Blocks ganzheitlich saniert werden“, erläuterte er die Herausforderung.

Der Aufwand hierfür würde nahe an dem eines Neubaus liegen und sei mit 120.000 bis 150.000 Euro pro Wohnung kalkuliert. „Das bedeutet einen Aufwand von insgesamt mindestens 25 Millionen Euro“, machte Glogger klar, in welchen finanziellen Dimensionen sich die Sanierung aller städtischen Wohnungen bewegen würde.

„Die Erneuerung ganzer Wohnblöcke würde aber auch bedeuten, dass die Mieter vorher andere Wohnungen gefunden haben müssten“, machte er auf die soziale Problematik aufmerksam.

Hauswand

Die Stadt saniere zurzeit einen Häuserblock im Hausener Weg mit elf Wohnungen. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Dort stünden dann Wohnungen nach zeitgemäßem Standard zur Verfügung. Die Vergabe der Wohnungen könne dann allerdings ausschließlich an Mieter anderer städtischer Wohnungen erfolgen, damit weitere Sanierungsschritte an anderer Stelle ermöglicht werden.

Glogger kündigte an, dass das Thema nach Abschluss der Analyse erneut in den Gremien behandelt wird.