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Jubiläen und Verabschiedungen bei der Stadt Bad Dürkheim

Sieben Silber-Jubilare geehrt

v.l.n.r. Personalratsvorsitzender Wolfgang Schmitt, Ursula Wittemann, Andrea Nusser, Oliver Germann-Ester, Michaela Argstorfer, Gary Kuhn, Heidrun Müller und Bürgermeister Christoph Glogger; auf dem Foto fehlt Ingeborg Erb.


„Es ist etwas Besonderes, dass wir uns nun wieder in etwas größerer Runde treffen dürfen“, hob Bürgermeister Christoph Glogger in der vergangenen Woche bei der Begrüßung von elf Mitarbeitenden zu einer Feierstunde im Rathaus hervor. Unter den Anwesenden befanden sich sieben Beschäftigte, deren 25-jähriges Dienstjubiläum gewürdigt werden sollte. Christoph Glogger erinnerte daran, dass sich das Wort Jubiläum von dem Begriff Jubeljahr herleitet, das in mittelalterlichen Zeiten das Jahr war, in dem die Schulden erlassen wurden. Dies sei alle 25 Jahre der Fall gewesen und stets ein Anlass zum Jubeln. „25 Jahre sind eine lange Zeit, ein großer Teil eines persönlichen Lebens, wie auch des Berufslebens. Wir sind froh, dass es Menschen gibt, die so lange bei uns geblieben sind!“ freute sich Glogger. Leider hätten in den vergangenen Monaten einige Anlässe coronabedingt nicht gleich gefeiert werden können und sich dadurch „angesammelt“.

So auch das 25-jährige Dienstjubiläum von Michaela Argstorfer, das bereits am 1. Februar stattgefunden hatte, erst jetzt jedoch offiziell nachgeholt wurde. Am 1. Februar 1996 ist die ausgebildete Kinderpflegerin zur Stadt Bad Dürkheim gekommen und „seit der ersten Stunde des Hauses für Kinder“ durchgängig in dieser Einrichtung tätig. „Es war eine schöne Zeit“, zog sie selbst eine positive Bilanz ihrer fünfundzwanzigjährigen Berufstätigkeit in Bad Dürkheim.

Auch Ingeborg Erb bezeichnete die 25 Jahre in Diensten der Stadt Bad Dürkheim als eine gute Zeit. Sie war im September 1996 als Erzieherin zur Kinderkrippe an der Isenach gekommen und ist ihrer Einrichtung seither treu geblieben. Die sehr musikalische Mitarbeiterin ist dafür bekannt, den Morgenkreis ihrer Gruppe durch ihr Gitarrenspiel zu bereichern.

Zum gleichen Zeitpunkt wie Michaela Argstorfer ist auch Heidrun Müller Beschäftigte der Stadt Bad Dürkheim geworden und gehört seither zum Personal der Kita an der Isenach. Als Reinigungskraft sorgt sie konsequent dafür, dass sich die Kinder und das Personal der Kita an der Isenach wohlfühlen. Leitung und Team der Einrichtung wissen ihre Mitarbeiterin als sehr zuverlässig und verantwortungsbewusst zu schätzen.

Andrea Nusser kam im Februar 1996 als Leiterin des Hauses für Kinder zur Stadt und verriet bei der jetzigen Ehrung, dass sie eigentlich nicht vorgehabt hatte, länger als 5 Jahre zu bleiben. Im Februar dieses Jahres war schließlich doch das Vierteljahrhundert erreicht. Seit über 10 Jahren kümmert sie sich allerdings mehr um Eltern als um Kinder: gemeinsam mit Susanne Schneider ist sie in der Beratungsstelle für Alleinerziehende tätig.

Als Gruppenerzieherin war Ursula Wittemann im Jahr 1980 bei der Stadt Bad Dürkheim eingetreten, widmete sich von 1983 an erst einmal voll und ganz den eigenen Kindern. 1999 kam sie erneut ins Team, diesmal im Kindergarten Grethen, wo sie nach knapp zwei Jahren die Leitung übernahm, die sie bis heute innehat. Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte sie im Juni dieses Jahres.

Bereits am 1. November 2020 hatte Oliver Germann-Ester seine 25 Jahre Dienst bei der Stadt Bad Dürkheim absolviert. Im November 1995 war er als Erzieher zur Spiel- und Lernstube gekommen, wo er sich bis zum Beginn der Corona-Pandemie um Kinder kümmerte. Nach einjähriger Tätigkeit in der Zentrale des Rathauses hat er im April 2021 wieder seinen eigentlichen Beruf aufgenommen, diesmal im Kindergarten Leistadt.

Im September 2020 beging Gary Kuhn sein 25-jähriges Dienstjubiläum. 1996 war er als Erzieher im Haus für Kinder eingestellt worden, wo er ab 1998 auch die stellvertretende Leitung innehatte. Im Jahr 2003 übernahm er die Leitung des Kindergartens Stadtmitte, der 2011 im Zusammenschluss mit der Kinderkrippe zur elfgruppigen „Kita an der Isenach“ und damit der größten Kinderbetreuungseinrichtung der Stadt wurde. Seit 1997 ist Gary Kuhn zudem im Personalrat engagiert.

Der Bürgermeister überreichte allen Jubilaren eine Urkunde und sprach ihnen Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren geleisteten treuen Dienste aus. 

Verabschiedungen langjähriger Mitarbeiterinnen

v.l.n.r.: Personalratsvorsitzender Wolfgang Schmitt, Beate Butz, Annette Freund, Ilse Räuber, Karola Möckel, Eva Dumont und Bürgermeister Christoph Glogger.


In der gleichen Einrichtung wie Gary Kuhn, aber schon seit Juli 1980 war Annette Freund als Erzieherin in der Kita an der Isenach tätig und feierte folglich im Juli 2020 ihr 40-jähriges Dienstjubiläum. Sie habe nie etwas anderes machen wollen, weil sie sich dort so wohlgefühlt habe, blickte sie zurück. Nachdem sie einen großen Teil ihres Lebens in Diensten der Stadt gestanden hatte, ist sie im Oktober 2020 schließlich in den Ruhestand gegangen. Der Bürgermeister überreichte seiner Mitarbeiterin gleich zwei Urkunden: eine zum Dienstjubiläum und eine zur Verabschiedung, beide verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für die Treue und die in den vielen Jahren geleistete Arbeit.

Eine Urkunde zur Verabschiedung erhielt Beate Butz, die bereits zum Ende des Monats Januar 2020 in den Ruhestand gegangen ist. Die Technische Zeichnerin war im Juli 1984 zum Fachbereich Bauen gekommen und dort in erster Linie für alles zuständig, was mit Plänen zu tun hatte. Bürgermeister Glogger und Fachbereichsleiter Petry bedankten sich gemeinsam bei der im Kollegenkreis als zuverlässig und kreativ eingeschätzten Mitarbeiterin für die vielen Jahre als „verlässliche Säule“ im Team des Bauamts.

Eva Dumont war seit Oktober 1978 Musiklehrerin bei der städtischen Musikschule und hat ihr Arbeitsverhältnis nach über 42jähriger Tätigkeit zum Jahresende 2020 mit dem Eintritt in die Rentenzeit beendet. Bürgermeister Glogger bedankte sich für ihr großes und langjähriges Engagement und dafür, dass sie so vieles an jüngere Generationen weitergegeben habe. Eva Dumont wies darauf hin, dass nicht nur die Kinder von ihr, sondern umgekehrt auch sie selbst von den Kindern vieles gelernt habe.

In die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet wurde Karola Möckel, die der Bürgermeister als „Grande Dame der Personalabteilung“ bezeichnete. Man habe tatsächlich Sorge gehabt, dass das geballte Wissen aus 47-jähriger Berufstätigkeit mit ihrem Ausscheiden verloren geht, aber nun sei man zuversichtlich, denn man habe eine Nachfolgerin mit gutem Potenzial gefunden. Karola Möckel war bereits 1973 zur Stadt Bad Dürkheim gekommen und hatte dort auch ihre Ausbildung absolviert. In den vielen Jahren galt sie als sehr verlässlich und treu.

Auch Ilse Räuber wurde in den Ruhestand verabschiedet. Die Erzieherin hatte nach der Familienphase im Kindergarten Hardenburg und im Kindergarten Grethen kürzere Vertretungen übernommen, bevor sie im Oktober 2011 als Festangestellte in den Gemeinschaftskindergarten Leistadt wechselte. Sie wolle sich nun mehr um ihre Enkelkinder kümmern, verriet sie bei der Feierstunde in der vergangenen Woche. Der Bürgermeister dankte ihr für ihr vielfältiges Engagement.

Bei der Stadt Bad Dürkheim werde Enormes geleistet, auch Dinge, die in anderen Kommunen nicht möglich seien, so Glogger. „Das liegt auch daran, dass es ganz viele sind, die mehr als das Nötigste machen und sich sehr für ihr Amt engagieren“, hob das Stadtoberhaupt hervor. Es sei an der Zeit für einen kleinen Akt des Dankes für das geballte Engagement im Rathaus und in den städtischen Einrichtungen. „Die Mitarbeitenden sind unser allerwichtigstes Kapital, durch das es erst möglich wird, unsere Aufträge für die Bürgerinnen und Bürger erfüllen zu können“, wies Glogger hin. Bei den Jubilaren und den Verabschiedeten habe ihn besonders beeindruckt, dass viele von ihnen ihrer Einrichtung über so lange Zeit treu geblieben waren. Nun müsse die Stadt alles dafür tun, dass sich dies auch bei der jüngeren Generation so fortsetze.

Für den Personalrat überbrachte dessen Vorsitzender Wolfgang Schmitt die besten Wünsche und zugleich für jeden eine Orchidee. Auch die Fachbereichsleiter Lars Pletscher und Dieter Petry gratulierten. Fachbereichsleiterin Christine Schneider-Joseph hatte sich sogar etwas Besonderes ausgedacht: sie überreichte jedem der Geehrten eine „Strickliesel“, durch die mit viel Geduld und Muße vieles Schöne entstehen könne; eine gelungene Anspielung auf die Tätigkeit der Erzieher:innen und der Musiklehrerin.