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Mit Lärmdisplay gegen Motorradlärm

In der Sitzung des Bauausschusses am 25. Februar wurde ein Zwischenbericht zur geplanten Aufstellung eines Lärmdisplays an der B37 gegeben. Der Wunsch, ein solches Gerät anzuschaffen, geht zurück auf einen Antrag der SPD-Fraktion. Der Antrag war im Oktober vom Stadtrat befürwortet und die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Konzeptes beauftragt worden. Der Leiter des Sachgebietes Tiefbau bei der Stadtverwaltung, Steffen Wietschorke, informierte im Bauausschuss über den aktuellen Stand.

Das gewünschte Lärmdisplay solle an der B37 eingesetzt werden, um den Lärm, der von Motorrädern ausgeht und im Bereich der Ortsteile Grethen und Hausen zu teils starken Belästigungen der Anwohner führt, zu verringern. Das interaktive Display solle die Motorradfahrer auf einen zu lauten Fahrstil aufmerksam machen. Möglich sei zudem, ein solches Gerät so zu programmieren, dass nicht nur Motorradlärm, sondern auch die von den PKWs gefahrene Geschwindigkeit erfasst werde. Ein Detektor in einem Pfosten registriere Fahrzeugart und Geräuschpegel und übermittele die Daten an das im Straßenverlauf ca. 70 Meter weiter hinten stehende Display, das dann durch die optischen Aufforderungen „leiser“ oder „langsamer“ auf das zu laute oder zu schnelle Fahren hinweise. Ein nettes „Danke“ könne andererseits signalisieren, dass alles in Ordnung sei.

Es stelle sich für die Verantwortlichen die Frage, an welcher Stelle man das Display sinnvollerweise positionieren solle. „Für die Messung ist eine übersichtliche und gerade Strecke erforderlich“, wies Wietschorke hin. In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt seien zwei geeignete Standorte für die Aufstellung des Displays ausgemacht worden: entweder in Höhe der Nothaltebucht kurz hinter dem Zumstein-Kreisel oder im weiteren Verlauf der B37 in Höhe der Unterführung zum Wasserwerk.

„Wir starten zunächst mit einem Gerät. Wenn die Erfahrungen gut sind, könnten wir später noch ein weiteres Gerät erwerben“, erläuterte Bürgermeister Christoph Glogger. Die Mittel für ein Display in Höhe von 17.000 Euro seien im Haushalt 2021 eingestellt worden. Natürlich setze man vor allem auf den psychologischen Effekt durch den Hinweis auf das Fehlverhalten. Eine bereits diskutierte Geschwindigkeitsreduktion auf 50 km/h in diesem Bereich sei vom Landesbetrieb Mobilität nicht befürwortet worden, erinnerte Wietschorke.

Der Bauausschuss begrüßte die Anschaffung des Lärmdisplays. Im nächsten Schritt soll sich zunächst der Ortsbeirat Grethen-Hausen mit dem Standort befassen, bevor dieser endgültig festgelegt wird.