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Spielplatzkonzept beauftragt: Spielplätze und Freiflächen im Fokus

In der Sitzung des Bau- und Entwicklungsausschusses am 25. Februar wurde die Vergabe der Planungsleistungen einer Spielleitplanung für die Stadt Bad Dürkheim beschlossen. Durch ein solches Spielplatzkonzept sollen die unterschiedlichen Potenziale der Spielflächen aufgezeigt werden. Gleichzeitig soll dieser Plan als Entscheidungshilfe für die künftige Entwicklung der einzelnen Spielflächen dienen.

„Wir halten unsere Anlagen in Schuss und geben dafür Geld aus, aber es gibt auch grundsätzliche Wünsche, wie unsere Spielplätze zukünftig aussehen sollten“, erläuterte Bürgermeister Christoph Glogger. Deshalb wolle sich die Stadt durch das Hinzuziehen von externem Sachverstand zunächst einen Überblick verschaffen, auf dem aufbauend eine Konzeption zur zeitgemäßen Ausstattung der Spielplätze erarbeitet werden soll. „Eine einheitliche Konzeption bedeutet nicht, dass wir alle Spielplätze gleich ausstatten möchten“, wies der Bürgermeister darauf hin, dass es kein Einheitsmuster für Spielplätze geben werde. Allerdings werde die ganze Stadt einschließlich der Ortsteile in diesem Konzept betrachtet. Dabei wolle man auch über naturnahe Gestaltungen und moderne Ausstattungen für alle Generationen nachdenken. Auch sollten nicht nur die vorhandenen Spielplätze überprüft werden. Diese seien zwar „Kristallisationspunkte“, aber auch Frei- und Grünflächen sollten in die Betrachtung mit einfließen.

Der Fachbereichsleiter Bauen, Dieter Petry, erläuterte, dass man darauf achten werde, in welchen Bereichen der Stadt mehr Kinder leben und wo es vielleicht momentan noch nicht genug Spielflächen gebe. Natürlich müsse auch die Aufenthaltsqualität für die Eltern betrachtet werden. „Manchmal sind es nicht die Spielplätze, auf denen die Kinder am liebsten spielen“, wies er darauf hin, dass oftmals auch ein Gebüsch mit Versteckmöglichkeiten und kleinen Höhlen für die Kinder die schönsten Spielmöglichkeiten parat halte. Allerdings sei dies ein Dilemma, denn als Stadt müsse man auf jeden Fall auch Sicherheitsaspekte mit betrachten.

Die Spielleitplanung sei im Oktober ausgeschrieben und nach Sichtung der Ausschreibungsergebnisse mit drei Anbietern (Video-)Gespräche geführt worden. Dabei habe ein Anbieter voll umfänglich überzeugt, erläuterte Dieter Petry. „Wir haben einen hervorragenden Eindruck erhalten, die Firma hat uns genau das präsentiert, was wir uns vorgestellt hatten und ist in manchen Punkten sogar über unsere Erwartungen hinausgegangen.“ Auch der Zeitplan habe überzeugt, das Planungsbüro habe für die Erstellung der Leitplanung etwa ein Jahr veranschlagt.

Sozialdezernentin Judith Hagen wies darauf hin, dass das Angebot auch preislich in einem guten Rahmen liege. „Wir hatten zunächst Bedenken, dass eine aus Dortmund stammende Firma wegen der Fahrten höhere Kosten verursacht“, berichtete sie, dies sei jedoch nicht der Fall. Ihr sei es wichtig, dass die Spielplätze inklusiv gestaltet werden, damit sie auch von Menschen mit Behinderung genutzt werden können.

Der Bauausschuss beschloss einstimmig, die Spielleitplanung an das Planungsbüro STADTKINDER zu vergeben.

Dieter Petry gab einen kurzen Ausblick, wie es nun weitergehen soll. In einer Vorbereitungsphase bis Mai werde die Stadt die benötigten Unterlagen zusammenstellen und innerhalb der Verwaltung eine Steuerungsgruppe gründen. Im Mai werde das Planungsbüro auch vor Ort mit der Arbeit beginnen, vorgesehen seien mehrere Beteiligungen der Bevölkerung und speziell der Kinder. Der Sozialausschuss werde sich bereits in der Sitzung am 7. April mit dem Thema befassen. Auch in anderen städtischen Gremien werde man sich mit dem Thema beschäftigen. Eine gleichzeitige Neugestaltung aller Spielplätze sei nicht möglich, wichtiger Bestandteil des Spielleitplans sei daher die Festlegung einer Prioritätenliste für die Maßnahmen.

Bereits im zweiten Halbjahr 2021 soll ein erstes Startprojekt angestoßen werden, das sich aus den bis dahin vorliegenden Untersuchungen des Planungsbüros ergeben soll. „Wir wollen nicht warten, bis das Büro die Planung fertiggestellt hat, sondern gleich ein deutliches Zeichen setzen, dass etwas geschieht“, so Petry, „Kinder haben ein anderes Zeitgefühl, dem wir mit einem schnellen Beginn der Maßnahmen gerecht werden wollen.“