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Was passiert mit der „Alten Stadtgärtnerei?

Ein Rückblick auf den Bürgerentscheid und ein Ausblick auf das weitere Vorgehen zum Thema Nutzung des Geländes der „Alten Stadtgärtnerei“ waren wichtiger Bestandteil des zweiten Tagesordnungspunktes der letzten Stadtratssitzung am 2. November.

„Wir haben verabredet, uns zu diesem Thema noch einmal auszutauschen und so wollen wir nun so etwas wie eine Generalaussprache durchführen,“ erläuterte Bürgermeister Christoph Glogger bei seiner Einführung in die Thematik.

Die Bürger:innen hätten sich mit sehr deutlicher Mehrheit gegen dieses Projekt ausgesprochen, erinnerte Glogger an das Ergebnis des Bürgerentscheids vom 26. September. Er habe sich bereits bei der Bürgerinitiative bedankt, die sich mit sehr viel Engagement gegen das Vorhaben einer Gruppe von Projektentwicklern, auf dem Gelände ein Weinhotel zu errichten, eingesetzt hatte.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen immer einbezogen werden sollten. Damit bin ich in dieses Amt gestartet und daran möchte ich auch künftig festhalten. Deshalb muss ich auch selbstkritisch sagen, dass wir versäumt haben, die Nutzung des Geländes noch einmal öffentlich zu diskutieren, bevor wir in konkrete Verhandlungen mit den Projektentwicklern eingestiegen sind. Das werden wir zukünftig besser machen“, stellte er in Aussicht.

Er habe sehr viele Zuschriften erhalten, in denen Bürger:innen Vorschläge machen, was mit dem Gelände passieren könnte. Die Initiative habe ebenfalls den Wunsch geäußert, in die Entscheidung mit einbezogen zu werden. Er hoffe, dass bis Sommer 2022 eine Grundsatzentscheidung getroffen werden könne, ob die Stadt das Grundstück überhaupt verkaufen und wie das Gelände zukünftig genutzt werden solle.

Das Ergebnis dieser Diskussion müsse dann auch unmittelbar in die Haushaltsplanung für das Jahr 2023 einfließen. Vor knapp 20 Jahren war beschlossen worden, das Gelände einer Nutzung in den Bereichen Tourismus oder Gesundheit zuzuführen. Inzwischen gäbe es auch weitere Vorschläge. So sei beispielsweise bezahlbarer Wohnraum ein sehr drängendes Thema. In jedem Fall sollen die Dürkheimer:innen eng in die Entscheidungsfindung eingebunden werden, etwa mit einem Bürgerforum im Frühjahr. „Das wird sicher ein spannender Prozess“, so seine Hoffnung.

Es schloss sich eine lebhafte Diskussion an, die deutlich machte, dass es auch im Rat unterschiedliche Vorstellungen zur künftigen Nutzung und zu einem etwaigen Verkauf des Grundstücks gibt. Einigkeit bestand darüber, dass die Entscheidung gut vorbereitet und unter Beteiligung der Bürger:innen getroffen werden soll.

Weitere Informationen zu dem Thema können im Bürgerinformationssystem eingesehen werden.