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Panoramasauna beschlossen

„Wenn wir diese Entscheidung heute getroffen haben, dann haben wir einen Meilenstein erreicht", so Bürgermeister Christoph Glogger bei der Einleitung zum Tagesordnungspunkt zwei der Stadtratssitzung am 16. April. Thema war der Bau einer Dach-Panoramasauna für die neue Therme, deren Bau am bestehenden Salinarium nach eingehender Prüfung der Wirtschaftlichkeit, Finanzierung und baulichen Rahmenbedingungen sowie nach Abschluss und Auswertung der Bürgerbeteiligung im Jahr 2016 beschlossen worden war.

Glogger erinnerte daran, dass noch viele Fragen zu klären gewesen seien und stellte dem Stadtrat die nun vorliegende Planung vor. Große Glasfronten, durchbrochen von auf Abstand stehenden Holzlamellen sowie ein champagnerfarbenes Band über der Glasfront werden dem neuen und dem bestehenden Salinarium sein künftiges Gesicht verleihen, erläuterte er.

Die Planungen seien ausführlich in Bauausschuss und Aufsichtsrat der Stadtwerke besprochen worden. Der einst angedachte Fitnessbereich habe sich als nicht rentabel erwiesen, sodass man darauf verzichte, berichtete Glogger. Hingegen sei in der Stadtratssitzung im Juni 2018 beschlossen worden, die im Beteiligungsverfahren auch von den Bürgern gewünschte Panoramasauna zu planen und technisch vorzubereiten, die Realisierung aber erst zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Peter Kistenmacher trug vor, dass dieses Vorgehen aus rechtlichen Gründen doch nicht möglich sei. Die Entscheidung über die Dachsaune müsse jetzt getroffen werden, eine alternative Planung „auf Vorrat" sei aus Ausschreibungsgründen nicht möglich. „Das heißt, wir müssen jetzt entscheiden, ob wir bauen oder nicht", wies er hin. Es sei zwar denkbar, die Therme zunächst ohne das zweite Obergeschoss zu bauen und die Entscheidung einem späteren Zeitpunkt zu treffen, der Bau der Panoramasauna müsse dann aber wie ein Neubau durchgeführt und das zuvor erstellte Dach wieder abgerissen werden, was zusätzliche Kosten verursachen werde.

Um beurteilen zu können, ob sich der Bau einer Panoramasauna rechnet, habe man Stefan Studer von der Firma Kannewischer beauftragt, eine Wirtschaftlichkeitsberechnung durchzuführen. Auf der Kostenseite fanden dabei Investitionskosten von 110.000 Euro jährlich (bei einer Annuität von 6,2 Prozent) sowie die zusätzlich anfallenden Betriebskosten von geschätzten 120.000 Euro jährlich Berücksichtigung. Da die Panoramasauna den Saunabereich um etwa 50 Prozent vergrößert und mit Dachterrasse und tollem Ausblick auf Kurpark und Haardt ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen wird, erwartet man eine deutliche Steigerung der bei der Anzahl der Saunagäste. Laut der Wirtschaftlichkeitsberechnung seien 14.000 zusätzliche Eintritte pro Jahr nötig, pro Tag bedeute dies 40 zusätzliche Gäste. „Der Gutachter hält es für sehr wahrscheinlich, dass diese zu erreichen sind und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Panoramasauna trägt und zwar gut trägt", erläuterte Kistenmacher. Es sei sogar mit einer entsprechenden Verbesserung des operativen Ergebnisses und einer Verminderung des derzeitigen jährlich entstehenden Defizits zu rechnen.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die durch den Bau der Panoramasauna zusätzlich entstehenden Kosten allein von den Stadtwerken getragen werden. Somit entstünden bei einer Realisierung der Panoramasauna für die Stadtwerke Investitionskosten in Höhe von 7,8 Mio Euro, ohne diese seien es 6 Mio Euro. Die Stadt trage in beiden Fällen 13 Mio Euro der Kosten sowie die 3 Mio Euro, die als Puffer dienen, der Rest werde über den Landeszuschuss in Höhe von 11 Mio Euro finanziert. Seit 2016 habe die Stadt bereits jährlich 600.000 Euro an die Stadtwerke überwiesen, womit bis zum Jahr 2020 bereits 3 Mio Euro bezahlt seien.

Wenn die Entscheidung getroffen sei, könne im Mai der Bauantrag eingereicht werden, im Jahr 2020 könne nach jetzigem Stand der Spatenstich erfolgen und wenn alles gut gehe, sei eine Eröffnung der neuen Therme nach dem Wurstmarkt 2022 möglich, zeigte Glogger den Zeitplan auf.

Der Stadtrat stimmte dem Bau der Panoramasauna mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zu. Weitere Informationen können im Internet im Bürgerinformationssystem aufgerufen werden.

am 24.04.2019 veröffentlicht