Rathaus

Informationen zur Entwicklung des Geländes „Alte Stadtgärtnerei“


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

um das Projekt Weinhotel auf dem Gelände der Alten Stadtgärtnerei findet in den Gremien der Stadt und in der Öffentlichkeit eine rege Diskussion statt. Die Stadtverwaltung hat nun alle Informationen rund um das Projekt zusammengestellt. Diese werden wir Ihnen hier auf den folgenden Seiten präsentieren.

Wir wollen, dass die Diskussion um das Projekt Weinhotel offen und sachlich geführt wird und dafür ist es wichtig, dass die Informationen zum Projekt gut aufbereitet werden und zur Verfügung stehen. Ich bin zuversichtlich, dass wichtige Hintergrundinformationen auch zur Versachlichung der Diskussion beitragen.

Das passt auch zur Beschlusslage im Stadtrat. Dieser hat sich mit sehr großer Mehrheit über alle Parteien hinweg für das Projekt ausgesprochen. Es ist aber auch verabredet worden, dass eine Reihe von Fragen noch weiter ausgearbeitet und in den Gremien diskutiert werden müssen, bevor im Mai im Stadtrat eine endgültige Entscheidung über den Fortgang des Projektes fallen kann und soll.

Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Informationen zu den bisherigen Diskussionen um das Gelände, eine Historie darüber, wann die städtischen Gremien sich mit dem Gelände beschäftigt haben, was der aktuelle Entwurf vorsieht und wie das weitere Verfahren ist.

Sollten Sie weitere Fragen haben wenden Sie sich gerne an stadtverwaltung@bad-duerkheim.de.

Ihr

Christoph Glogger
Bürgermeister



Die Alte Stadtgärterei

Schon seit knapp 20 Jahren ist die Stadt Bad Dürkheim auf der Suche nach einem Partner, der auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei zur Stärkung der Kurstadt eine Gesundheits- oder touristische Nutzung realisiert, sprich: eine Klinik oder ein Hotel. Mehrere Anläufe dazu sind erfolglos geblieben. Eine Historie der verschiedenen Anläufe und Gremiensitzungen seit 2003 finden Sie hier. 

Im Jahr 2019 kam Job von Nell mit zwei Partnern auf die Stadt zu und stellte das Konzept eines Weinhotels vor, das den bisherigen Überlegungen der städtischen Gremien sehr nahekam. Nach einigen Vorgesprächen wurde das Konzept im Bau- und Entwicklungsausschuss diskutiert, den Projektentwicklern weitere Vorgaben gemacht und schließlich im April 2019 im Stadtrat eine Option ausgesprochen. Das Konzept schien dem Stadtrat überzeugend und die Projektentwickler sollten ein Jahr Zeit haben, das Projekt exklusiv voranzutreiben und ihnen wurde dafür ein fester Kaufpreis zugesagt, der im Vorfeld aus den zur Verfügung stehenden Kennzahlen hergeleitet wurde. Der Beschluss wurde mit 3 Gegenstimmen gefasst. Informationen zum aktuellen Projektstand finden Sie hier.

Gleichzeitig wurde von den Touristikern der Bedarf für ein solches Hotel ermittelt und in den Gremien dargestellt. Aufgrund der steigenden Nachfrage und des eher abnehmenden Angebotes wurde festgestellt, dass durchaus Bedarf nach neuen Betten besteht und ein neuer Impuls durch ein Themenhotel auch neue Gäste ansprechen würde. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass zukünftig der Fokus viel stärker auf nachhaltigen und barrierefreien Angeboten liegen soll. Weiterführende Informationen zur touristischen Einschätzung finden Sie hier.

Nachdem die Projektentwickler das Vorhaben weiter konkretisiert und durchkalkuliert hatten, wurde es im Stadtrat am 10. Dezember 2019 öffentlich präsentiert. Hier wurden bereits die wichtigsten Kennzahlen genannt, Ansichten und Schnitte mit Höhen sowie Bilder gezeigt, wie die Umsetzung des Hotels denkbar wäre. Die Präsentation ist seither im Ratsinformationssystem einsehbar.

Im Laufe der weiteren Diskussion, auch mit den Anwohnern, wurden fünf Themenfelder herausgearbeitet, zu denen dem Stadtrat zur endgültigen Entscheidung Lösungen vorgelegt werden müssen. Diese werden in öffentlicher Sitzung des Bau- und Entwicklungsausschusses am 29.April 2021 durch die Projektentwickler präsentiert und im Gremium diskutiert. Die Entscheidung über den Fortgang des Projektes soll der Stadtrates dann in seiner Sitzung am 6. Mai treffen.

Die fünf Themenfelder sind:

  • Es soll dargestellt werden, wie sich das Hotelprojekt in die Landschaft einfügt. Das Hotelprojekt besteht aus zwei im Erdgeschoss verbundenen Gebäudeteile, die drei Stockwerke plus Staffelgeschoss aufweisen. Anders als vorherige Projektideen soll es sich möglichst harmonisch in die Landschaft am Rande der Silz einfügen. Hierzu wurden, auch gemeinsam mit den Anliegern, Standortpunkte festgelegt, von denen aus Fotos gemacht wurden, in die das Hotelprojekt maßstabsgerecht einmontiert wurde.
  • Die Verkehrsanbindung muss so gelöst werden, dass keine zusätzliche Belastung der Silz entsteht. Dazu soll eine Zufahrt nördlich des Wohnmobilstellplatzes entstehen, über den sowohl die Gäste als auch die Zulieferung erfolgt. Auch müssen ausreichend Parkplätze nachgewiesen werden. Durch diese Erschließung kann auch der Wohnmobilplatz verkehrssicherer erschlossen werden.
  • Entsprechend des Klimaschutzkonzeptes der Stadt legen die Gremien großen Wert auf ein vorbildliches Energiekonzept. Die Projektentwickler haben sehr weitgehend Zusagen gemacht, die Zunächst im Klimabeirat diskutiert und dann ebenfalls präsentiert werden sollen.
  • Die Weinberge nördlich der Alten Stadtgärtnerei sind schon immer von Frostschäden bedroht, die in späten Frostnächten bei speziellen Wetterlagen auftreten. In einer Ergänzung des vorgelegten Luft- und Klimagutachtens soll speziell auf diese Wetterlagen eingegangen und die Auswirkung des geplanten Baukörpers auf den Kälteabfluss überprüft werden. Entsprechend muss die Außengestaltung des Hotels so geplant werden, dass ein bodennaher Kaltluftabfluss sicher gestellt wird.  Weitere Informationen zu den klimatischen Bedingungen und den Klimagutachten finden Sie hier.
  • Wichtig für die Entscheidung des Stadtrates ist schließlich der zukünftige Betreiber. Die Gremien legen Wert darauf, dass das Betreiberkonzept zu Bad Dürkheim passt und die Wertschöpfung in der Region bleibt.