Rathaus

Das aktuelle Projektvorhaben

Das aktuelle Projektvorhaben befindet sich immer noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Die aktuellen Planungen sehen eine Bebauung des Grundstückes mit einem zwei geteilten Gebäudekomplex vor, der sich laut Architekten an der Form der Blätterverzweigung einer Weinrebe orientiert. Geplant wird zurzeit mit etwa 120 Gästezimmern und einer mehrstöckigen Bauweise, bei der die oberen Stockwerke versetzt angeordnet werden sollen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den Anwohnern vor Ort wurde sich auf verschiedene Sichtachsen geeinigt für die das Architekturbüro Ansichten erstellt hat. 


Auszüge aus der Präsentation der Projektentwickler



Die folgenden Fotomontagen geben die geplante Größenordnung und das Erscheinungsbild des Hotelprojektes im Landschaftsbild wieder. 

  • Ansichten in der Geländestruktur
    Ansicht aus Richtung Leistadt kommend. Blick von der Landesstraße.
    Erhöhte Ansicht aus Richtung Spielberg (höchster Punkt).
    Ansicht vom nächstgelegenen Grundstück aus.
    Ansicht von Südost (heutiger Schotterparkplatz)

Das weitere Verfahren

Bevor es zur Errichtung eines Hotelbaus kommen kann, ist es noch ein weiter Weg. 

Zunächst werden die Projektinitiatoren weitere Themenfelder und Fragestellungen bearbeiten, die die städtischen Gremien in einer Sitzung des BEA im Mai 2020 festgelegt haben:

  • Es soll dargestellt werden, wie sich das Hotelprojekt in die Landschaft einfügt. Das Hotelprojekt besteht aus zwei im Erdgeschoss verbundenen Gebäudeteile, die drei Stockwerke plus Staffelgeschoss aufweisen. Anders als vorherige Projektideen soll es sich möglichst harmonisch in die Landschaft am Rande der Silz einfügen. Hierzu wurden, auch gemeinsam mit den Anliegern, Standortpunkte festgelegt, von denen aus Fotos gemacht wurden, in die das Hotelprojekt maßstabsgerecht einmontiert wurde.
  • Die Verkehrsanbindung muss so gelöst werden, dass keine zusätzliche Belastung der Silz entsteht. Dazu soll eine Zufahrt nördlich des Wohnmobilstellplatzes entstehen, über den sowohl die Gäste als auch die Zulieferung erfolgt. Auch müssen ausreichend Parkplätze nachgewiesen werden. Durch diese Erschließung kann auch der Wohnmobilplatz verkehrssicherer erschlossen werden.
  • Entsprechend des Klimaschutzkonzeptes der Stadt legen die Gremien großen Wert auf ein vorbildliches Energiekonzept. Die Projektentwickler haben sehr weitgehend Zusagen gemacht, die Zunächst im Klimabeirat diskutiert und dann ebenfalls präsentiert werden sollen.
  • Die Weinberge nördlich der Alten Stadtgärtnerei sind schon immer von Frostschäden bedroht, die in späten Frostnächten bei speziellen Wetterlagen auftreten. In einer Ergänzung des vorgelegten Luft- und Klimagutachtens soll speziell auf diese Wetterlagen eingegangen und die Auswirkung des geplanten Baukörpers auf den Kälteabfluss überprüft werden. Entsprechend muss die Außengestaltung des Hotels so geplant werden, dass ein bodennaher Kaltluftabfluss sicher gestellt wird.  Weiter Informationen zu den klimatischen Bedingungen und den Klimagutachten finden Sie hier.
  • Wichtig für die Entscheidung des Stadtrates ist schließlich der zukünftige Betreiber. Die Gremien legen Wert darauf, dass das Betreiberkonzept zu Bad Dürkheim passt und die Wertschöpfung in der Region bleibt.


Diese Informationen werden in der Sitzung vom 29.04.2021 von den Projektentwicklern präsentiert und öffentlich diskutiert. Anschließend entscheidet der Stadtrat am 06.05.2021 über das weitere Vorgehen.

Wenn das Bürgerbegehren der Anwohner-Initiative ausreichend Unterschriften gesammelt hat, berät der Stadtrat in dieser Sitzung auch über das Bürgerbegehren. Er muss dann zunächst dessen Zulässigkeit beraten und daraufhin abstimmen, ob er sich dem Wunsch des Bürgerbegehrens anschließt.

Schließen sich die Ratsmitglieder der ablehnenden Haltung des Bürgerbegehrens an, so ist der aktuelle Projektvorschlag abgelehnt und die Entwicklung des Geländes muss neu diskutiert werden.

Sprechen sich die Ratsmitglieder für das aktuelle Projekt und damit gegen das Bürgerbegehren aus und war das Bürgerbegehren zulässig, so findet automatisch ein Bürgerentscheid statt. 

Wenn das Bürgerbegehren keinen Erfolg hatte und der Stadtrat das Weinhotel weiter befürwortet, wird der aktuelle Projektvorschlag weiterverfolgt. Erst dann beginnt jedoch die eigentliche Festsetzung der städtebaulichen Vorgaben:

Als Basis für die Umsetzung des Projektes ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes notwendig. Hierzu ist die Durchführung eines umfangreichen Verfahrens notwendig, im Rahmen dessen alle öffentlichen und privaten Belange nochmals ermittelt und gerecht gegeneinander abzuwiegen sind. Im Rahmen dieses Verfahrens werden alle relevanten Daten erhoben und bei Bedarf entsprechende ergänzende Gutachten erstellt. Wie in jedem Bebauungsplanverfahren werden die Öffentlichkeit sowie die betroffenen Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit erhalten, zu dem Entwurf des Bebauungsplanes Stellung zu nehmen. Der Bebauungsplan wird sämtliche baulichen Rahmenbedingungen des Projektes regeln. Neben der konkreten Lage des Projektes, der Höhe des Gebäudes, der zulässigen Nutzung würde z. B. ebenfalls die verkehrliche Anbindung sowie Lage der Parkplätze verbindlich geregelt. Der Bebauungsplan ist somit die rechtliche Umsetzung des beschlossenen Projektvorschlages. Am Ende des Verfahrens wird der Stadtrat abschließend, unter Würdigung aller eingereichten Stellungnahmen, über den Bebauungsplan beschließen und, im Falle eines Beschlusses des Bebauungsplanes als Satzung, die rechtliche Grundlage zur Umsetzung des Projektes schaffen.

Abschließend wird dann im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens die Einhaltung der Festsetzungen des Bebauungsplanes sowie der sonstigen relevanten gesetzlichen Vorgaben überprüft und abschließend eine Baugenehmigung für das Vorhaben erteilt. Erst auf dieser Basis ist eine Umsetzung des Projektes möglich.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an:

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