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Stadtrat verabschiedet Mobilitätskonzept

Seit der Ideenwerkstatt im November 2017 war das künftige Mobilitätskonzept für Bad Dürkheim ein großes und bestimmendes Thema in den städtischen Gremien und in der Bürgerschaft. In zahlreichen Sitzungen beschäftigte sich der Bauausschuss mit den Planungsgrundsätzen, Leitlinien und Schlüsselprojekten, die die PTV Consult GmbH im Laufe der Monate zusammenstellte (wir berichteten mehrfach).

In der Stadtratssitzung am 16. April war es nun soweit: das fertige Konzept wurde präsentiert und vom Rat einstimmig verabschiedet. Der von PTV als Anhang vorgelegte detaillierte Maßnahmenkatalog wurde zur Kenntnis genommen, aber nicht beschlossen.

Christoph Schulze von PTV fasste zuvor noch einmal zusammen, was im vergangenen Jahr erarbeitet wurde. Auf Basis einer Badarfsanalyse seien Planungsgrundsätze und Ziele definiert worden. Daraus habe man die Leitlinien für die einzelnen Verkehrsarten abgeleitet. Vierzehn Schlüsselprojekte seien ausgearbeitet worden, elf davon als Bestandteil des Mobilitätskonzeptes, drei weitere bedürften einer weitergehenden Untersuchung und befänden sich noch in der Diskussion.

„In der Summe ist eine Vielzahl an Material und Anregungen zusammengekommen“, so Bürgermeister Christoph Glogger. „Wir werden nun unserer Verkehrsplanung eine neue Richtung geben, vor allem den Fußgänger- und Radverkehr, aber auch den ÖPNV wollen wir stärken“, führte Glogger aus und sprach von einem Paradigmenwechsel. Das komplexe Projekt besitze eine große Bedeutung für die Bürgerschaft, die sich während des Prozesses in vier Bürgerforen mit Ideen, Anregungen und Vorschlägen eingebringen konnte. Das Mobilitätskonzept werde in den nächsten Jahren bei anstehenden Entscheidungen eine Hilfestellung und Handlungsanleitung sein.

Zahlreiche Maßnahmen wolle man zeitnah angehen, stellte der Stellvertretende Leiter des Fachbereichs Bauen, Steffen Wietschorke, vor. Dazu gehöre die ebenfalls in der Stadtratssitzung besprochene Beantragung der Maßnahme „Barrierefreie Radwege“, die Teilnahme an der Aktion „STADTRADELN“ vom 14. August bis 3. September 2019, die Herrichtung neuer Radabstellplätze in der Trift, am Stadtplatz und am Wurstmarktplatz, die Verbesserung der Radabstellanlage am Bahnhof mit Schaffung einer abgeschlossenen, sicheren Abstellanlage, eine Bürgerversammlung zum Ausbau der Ortsdurchfahrt Leistadt, ein Planungsauftrag für Umgestaltungsvarianten der Weinstraße Süd sowie der Gaustraße, die Verbesserung bzw. der Bau von drei Fußgängerquerungen (Seebacher Straße, Holzweg, Gutleutstraße), der Einbau versenkbarer Poller an den Eingängen zur Fußgängerzone, die Überarbeitung und Anpassung der Parkgebühren und Parkdauer und die Überarbeitung und Nachrüstung des Verkehrsleitsystems.

Dr. Peter Kistenmacher, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH, erläuterte, dass die Stadtwerke ebenfalls kurzfristige Maßnahmen planen. So sollen noch im Laufe dieses Jahres fünf weitere Strom-Tankstellen im Stadtgebiet errichtet werden. Auch gebe es schon Überlegungen zu Verbesserungen beim Stadtlinienverkehr. Die Konzession für den Busverkehr laufe aus und im Rahmen der Bewerbung für eine neue Konzession werde man eine neue Konzeption erarbeiten, bei der auch neue Buslinien, z.B. zur Anbindung des Fronhofs sowie ein Wurstmarktplatz-Shuttle, eine Rolle spielen. Außerdem sollen Haltestellen besser bestückt werden.

Die fertige Mobilitätskonzept und die Vorlagen für den Stadtrat können im Internet im Bürgerinformationssystem aufgerufen werden.

am 24.04.2019 veröffentlicht