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Römer in der Pfalz
Die Römer in der Pfalz
Auf den Spuren der Antike
Salve, Palatinatus! Wer auf den Spuren der Römer wandeln möchte, ist in Bad Dürkheim genau richtig! Entdecke die historische Villa Rustica Weilberg, den fast 2.000 Jahre alten römischen Steinbruch Kriemhildenstuhl und den Römer-Rundwanderweg zwischen Wachenheim und Bad Dürkheim. Hier wird römische Geschichte erlebbar!

© CC-BY Vassilios Chorozidis
Alle zwei Jahre macht die I. Römercohorte Opladen am ersten Oktoberwochenende Rast in der Römervilla Weilberg in Ungstein. Mehr als 50 römische Darstellerinnen und Darsteller lassen an diesem Wochenende die Antike lebendig werden.
Geschichte wird lebendig
Die Römervilla Weilberg
Vor zwei Jahrtausenden brachten die Römer den Wein in Pfalz und hinterließen diverse Immobilien, die – wie es der Zufall so will – entdeckt und nach und nach restauriert werden. So auch die Römervilla Weinberg mitsamt Weinkelter inmitten der Ungsteiner Weinberge, schön auf einer Anhöhe gelegen und mit bester Aussicht in die Rheinebene.
© CC-BY Vassilios ChorozidisZur Römischen Weinlese
Die Römische Weinlese findet am 3. & 4. Oktober 2026 im Römischen Weingut Weilberg in Ungstein statt. Die historische Anlage bietet die perfekte Kulisse, um einen Einblick in das Leben der Römer zu erhalten. Im Mittelpunkt des Wochenendes steht die Weinlese. Die Trauben werden von Hand gelesen und anschließend in den original erhaltenen römischen Kelterbecken mit den Füßen getreten. Wir sagen nur: In vino veritas. Und wer mehr über das alltägliche Leben der Römer erfahren möchte, ist hier genau richtig - an diesem Wochenende geben Legionäre, Ärzte, Handwerker, Lehrer und sogar Kleinkriminelle nämlich spannende Einblicke in ihren Alltag. Groß und Klein können sogar in der Schola Romana die Schulbank drücken.Der Römische Steinbruch Kriemhildenstuhl
© CC-BY-SA Pfalz Touristik e.V.; Fachenbach MedienagenturDer fast 2.000 Jahre alte Kriemhildenstuhl zählt zu den besterhaltenen römischen Steinbrüchen nördlich der Alpen. Noch heute zeugen zahlreiche in den Fels gemeißelte Zeichen und Inschriften von den römischen Legionären, die hier einst arbeiteten.
Steinerne Tische und Bänke laden zu einer gemütlichen Picknickpause ein – mit einem beeindruckenden Blick über Bad Dürkheim, den Pfälzerwald und die Rheinebene. Informationstafeln vor Ort vermitteln Wissenswertes über die Geschichte des Steinbruchs, das Leben der römischen Legionäre sowie die Herkunft und Bedeutung der zahlreichen Inschriften und Felsbilder.
Der Römer-Rundwanderweg
© CC-BY Volker FleckserZwei Römervillen, beeindruckende Weinbergpanoramen, ein antiker Römersteinbruch und der keltische Ringwall „Heidenmauer“: Der Römer-Rundwanderweg verbindet auf 21,7 Kilometern zahlreiche historische Stationen zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim und nimmt Dich mit auf eine spannende Zeitreise durch über 2.000 Jahre Geschichte. Zu den Höhepunkten entlang des Weges zählen die teilrekonstruierte Villa Rustica in Wachenheim mit antikem Backofen, die Römervilla am Weilberg mit originalgetreuer Römerkelter sowie der spektakuläre Kriemhildenstuhl.
Weitere Stationen sind der spätrömische Burgus in Ungstein, das ehemalige römische Landgut und die Römervilla Annaberg sowie das Stadtmuseum Bad Dürkheim mit anschaulichen Modellen und spannenden Grabfunden. Auch der keltische Ringwall „Heidenmauer“ ist Teil des Rundwanderwegs. Die rund 2,5 Kilometer lange Befestigungsanlage entstand um 500 v. Chr. und umschließt ein Areal von etwa 26 Hektar. Die heute sichtbaren Bruchsteine waren einst Teil einer sogenannten Pfostenschlitzmauer, die von einem Gerüst aus senkrechten und waagrechten Holzbalken getragen wurde.
Entlang des gesamten Weges informieren illustrierte Tafeln über die historischen Stätten und ihre Bedeutung.
Das Stadtmuseum Bad Dürkheim
© CC-BY Florian Schmitt; FloCreatesDer über 2.000-jährigen Tradition des Weinbaus in Bad Dürkheim entsprechend, ist das Stadtmuseum in einem ehemaligen Weingut untergebracht. Auf über 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren die Besucher allerdings weit mehr als nur Wissenswertes zum Weinbau.
Die archäologische Abteilung dokumentiert die Geschichte der Region von der Steinzeit bis zu den Franken. Ein reich ausgestattetes Fürstengrab sowie der bisher einzigartige Fund eines Signalhorns aus Metall zeugen von der Bedeutung des Ortes in keltischer Zeit.
Vom römischen Leben erzählen die Funde von den Gutshöfen am Annaberg und am Weilberg, wo sich Reste einer Kelteranlage gefunden hatten. 3D-Animationen vermitteln ein anschauliches Bild des Haupthauses mit seiner Frontlänge von über 100 Metern. Die Ausstellung präsentiert auch die Inschriften und Felszeichnungen aus dem römischen Steinbruch am „Kriemhildenstuhl“. Der in Pfeffingen gefundene prächtige Spangenhelm eines Gefolgsmannes von Chlodwig I. ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass der Ort eine zentrale Rolle bei der fränkischen Landnahme spielte.









