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Gemeinsame Jugendschutzkontrolle stärkt Sicherheit und Prävention in Bad Dürkheim

Die Polizeiinspektion Bad Dürkheim, der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) der Stadt Bad Dürkheim und das Kreisjugendamt haben am Donnerstag, 16. Juli 2026, eine gemeinsame Jugendschutzkontrolle im Kurpark und in der Innenstadt durchgeführt. Die Kontrolle ist Teil der regelmäßigen Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und erfolgte unter anderem vor dem Hintergrund von Rückmeldungen aus der städtischen Sicherheitsbefragung, in der Bürgerinnen und Bürger vereinzelt Unsicherheiten im Zusammenhang mit größeren Jugendgruppen im öffentlichen Raum geäußert hatten.

Ziel der gemeinsamen Kontrollaktion war es, die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu überprüfen, Verstöße konsequent zu verfolgen und gleichzeitig den Dialog mit jungen Menschen zu fördern. Prävention, Aufklärung und konsequentes Handeln greifen dabei bewusst ineinander.

Zu Beginn der Kontrolle standen sogenannte Testkäufe im Mittelpunkt. Sie dienten dazu, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben beim Verkauf von Alkohol- und Tabakwaren an Minderjährige zu überprüfen. Dabei wurden zwei Verstöße festgestellt. Polizei und Kreisjugendamt appellieren deshalb erneut an Händlerinnen und Händler sowie Gastronomiebetriebe, sich im Zweifel stets einen Ausweis vorlegen zu lassen.

Im weiteren Verlauf des Abends wurden Fußstreifen im öffentlichen Raum durchgeführt. Hierbei erfolgten auch Personenkontrollen. Dabei wurden in einem Fall Betäubungsmittel sowie ein Messer sichergestellt. Gleichzeitig nutzten Polizei, KVD und Kreisjugendamt die Gelegenheit, mit zahlreichen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, über Jugendschutz aufzuklären und für einen respektvollen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu sensibilisieren. Auffällig war insbesondere die starke Vermüllung im Umfeld einzelner Gruppen. Die Einsatzkräfte machten in den Gesprächen deutlich, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit dem öffentlichen Raum ein wichtiger Beitrag zu einem guten Miteinander in der Stadt ist, und appellierten daran, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen.

„Die gemeinsame Kontrolle war wichtig und richtig. Die Ergebnisse zeigen, dass wir solche Einsätze auch künftig regelmäßig durchführen müssen. Wo Regeln missachtet werden, werden wir konsequent handeln. Besonders betroffen macht mich der teilweise respektlose Umgang einzelner Jugendlicher – sowohl gegenüber den Einsatzkräften als auch gegenüber ihrer eigenen Stadt. Wer seinen Müll direkt neben einem Abfalleimer achtlos auf den Boden wirft, zeigt mangelnden Respekt gegenüber der Umwelt und der Gemeinschaft. Gerade vor dem Hintergrund der heutigen Herausforderungen im Umwelt- und Ressourcenschutz ist ein solches Verhalten für mich nicht nachvollziehbar“, sagt der Erste Beigeordnete Claudius Güther, der die abendliche Kontrolle persönlich begleitete und sich so ein eigenes Bild machen konnte.

„Als Jugendamt tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, junge Menschen zu schützen, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihnen Orientierung zu geben. Jugendschutz lebt deshalb nicht allein von Kontrollen, sondern vor allem von Prävention, Aufklärung und dem persönlichen Gespräch. Die gemeinsame Aktion hat gezeigt, wie wertvoll die enge Zusammenarbeit von Jugendamt, Polizei und Kommunalem Vollzugsdienst ist. Es ist unser Anspruch, Jugendliche zu erreichen, sie für die Folgen ihres Handelns zu sensibilisieren und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Ein respektvoller Umgang miteinander und mit dem öffentlichen Raum ist keine Selbstverständlichkeit – er muss vorgelebt, eingefordert und immer wieder gemeinsam gestärkt werden“, sagt der für das Jugendamt zuständige Erste Kreisbeigeordnete Timo Jordan im Nachgang zur Kontrollaktion.

Die beteiligten Behörden ziehen aus der Kontrolle eine positive Bilanz und sehen die Vorgehensweise als wichtigen Baustein für einen wirksamen Jugendschutz. Neben der konsequenten Ahndung von Verstößen bleibt der direkte Dialog mit jungen Menschen ein wesentlicher Bestandteil eines wirksamen Jugendschutzes.