Schriftzug RATHAUS am Gebäude Rathaus der Stadt Bad Dürkheim

Ein Jahr neue Regeln für gewerbliche Weinbergfahrten: Positive Bilanz und weitere Verbesserungen im Blick

Rund ein Jahr nach Einführung neuer Vorgaben für gewerbliche Weinbergfahrten in Bad Dürkheim zieht die Stadtverwaltung eine überwiegend positive Bilanz. Um die bisherigen Erfahrungen auszuwerten und mögliche Verbesserungen zu besprechen, hatten der Erste Beigeordnete Claudius Güther (Sicherheit und Ordnung) und Beigeordneter Gerd Ester (Weinbau) zu einem gemeinsamen Austausch ins Rathaus eingeladen.

Rund 20 Teilnehmer, darunter Vertreter der Anbieter von Weinbergfahrten, der Winzerschaft und der Anwohner entlang der Tourenstrecken, nutzten die Gelegenheit, um ihre Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr einzubringen und offene Fragen anzusprechen.

Rücksichtnahme an stark frequentierten Stellen

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen auch einzelne Bereiche, an denen es im Alltag zu Nutzungskonflikten kommen kann. Ein Schwerpunkt war die Situation rund um die Römervilla am Weilberg. Dort wurde insbesondere der Wunsch nach mehr gegenseitiger Rücksichtnahme gegenüber anderen Besuchern des Freilichtmuseums angesprochen. Außerdem regten die Teilnehmer an, das Gelände während stark besuchter Veranstaltungen möglichst zu umfahren.

Die Betreiber zeigten sich offen für die Hinweise. Sie wollen die Kommunikation mit ihren Fahrgästen weiter verbessern und künftig noch deutlicher auf geltende Verhaltensregeln sowie die Belange und das Ruhebedürfnis der Anwohner aufmerksam machen.

Kennzeichnung autorisierter Fahrzeuge angeregt

Ein weiterer Vorschlag aus der Gesprächsrunde betraf die bessere Erkennbarkeit der Fahrzeuge zugelassener Anbieter. Eine offizielle Plakette könnte künftig dazu beitragen, autorisierte Fahrzeuge für andere Verkehrsteilnehmer und Besucher eindeutig kenntlich zu machen. Die Stadtverwaltung begrüßte den Vorschlag und wird ihn in die weiteren Überlegungen einbeziehen.

Rechtssichere Grundlage für ein wichtiges touristisches Angebot

Die neuen Vorgaben waren notwendig geworden, nachdem die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz im Zusammenhang mit einem Unfall bei einer Weinbergfahrt in der Südpfalz rechtssichere Regelungen eingefordert hatte. Ziel der Stadtverwaltung war es, klare Rahmenbedingungen zu schaffen und gleichzeitig die gewerblichen Weinbergfahrten als wichtigen Bestandteil des touristischen Angebots und der Weinvermarktung in Bad Dürkheim langfristig zu sichern.

Erster Beigeordneter Claudius Güther sieht die Entwicklung positiv: „Wir haben in Bad Dürkheim als Vorreiter an der Weinstraße eine rechtssichere Lösung geschaffen, die sich im ersten Jahr sehr bewährt hat. Die angesprochenen Verbesserungspotenziale werden wir gemeinsam mit den Anbietern weiterverfolgen. Besonders erfreulich ist, dass auch aus der Winzerschaft bestätigt wurde, dass die Regelung zu einer verbesserten Nutzung der Wege geführt hat.“

Der Austausch im Rathaus hat gezeigt, dass die Beteiligten an einer guten und möglichst konfliktfreien Zusammenarbeit interessiert sind. Die Stadtverwaltung wird die angesprochenen Punkte gemeinsam mit den Anbietern weiter aufgreifen.