Baustellentagebuch
Bürgerbeteiligung, Bauprozess und Aktuelles zum Bau der Therme.
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Bürgerbeteiligung, Bauprozess und Aktuelles zum Bau der Therme.

Aktuelles zum Bau der Therme

  • Baustellentagebuch und Zeitungsartikel

    Hier finden Sie in chronologischer Reihenfolge alle in verschiedenen Medien erschienenen Artikel und unsere Pressemitteilungen zum Prozess.

    24. März 2021

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme energetisch sehr hoher Standard

    Die Rheinpfalz schreibt: Marathon auf der Zielgeraden

    12. März 2021

    SWR aktuell berichtet: Therme Baubeginn im Mai?

    09. Februar 2021

    SWR aktuell berichtet: Ausschreibung Therme beendet

    05. September 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme - Zweite Chance mit Wermutstropfen

    03. September 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Dürkheim Therme im Spätjahr 2023

    02. September 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme Zweiter Anlauf kann starten

    29. August 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme ebnet Tunnel Lösung den Weg

    02. Juli 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Therme bekommt zweite Chance

    01. Juli 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme Planungen - Stadtrat für zweiten Anlauf

    30. Juni 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Wurstmarkt Absage & Therme im Stadtrat

    23. Juni 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme Ausschreibung aufgehoben

    14. Mai 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Therme muss weiter warten

    13. Mai 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Kein Startschuss für die Therme

    08. Mai 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme - Vorerst keine Auftragsvergabe

    02. Mai 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Bad Dürkheim darf Thermalbad bauen

    29. April 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme Eilantrag endgültig abgewiesen

    01. April 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme - Verwaltungsgericht weist Eilantrag von Anwohnern ab

    28. Februar 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Eilantrag gegen neue Therme

    27. Februar 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Widerspruch gegen Therme-Bau

    25. Februar 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Sinsheim fürchtet Dürkheim nicht

    Die Rheinpfalz schreibt: 14 Platanen werden gefällt

    20. Februar 2020

    Der Stadtanzeiger schreibt: Therme-Bau genehmigt

    17. Februar 2020

    Der Mannheimer Morgen schreibt: Bad Dürkheimer Therme soll ab Juni wachsen

    15. Februar 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme Bau genehmigt

    16. Januar 2020

    Die Rheinpfalz schreibt: Baustart für Mitte Juni geplant

    29. August 2018

    Die Rheinpfalz schreibt:  "Stimmige Lösungen" gefunden

    21. Juni 2018

    Die Rheinpfalz schreibt: Therme: Glogger sieht Ende der "Leidensgeschichte"





  • Bürgerbeteiligungsverfahren



    Um den Bürgerinnen und Bürgern möglichst viel Gelegenheit zu bieten, sich zu informieren und einzubringen, hat die Stadt Bad Dürkheim ein Beteiligungsverfahren aus mehreren Elementen angeboten.
    Der Ablauf des Beteiligungsverfahrens zum Bau eines Thermalbades als Erweiterung des Salinariums wurde in der Stadtratssitzung am 8. März 2016 öffentlich vorgestellt und beschlossen. 

    12. April 2016

    Die Auftaktveranstaltung

    Das war Thema: Der Startschuss für die Bürgerbeteiligung. Hier ging es darum, einen Überblick über die unterschiedlichen Fragestellungen des Projektes sowie konkret über die zugrunde liegende Machbarkeitsstudie der Kannewischer Ingenieurgesellschaft zum Bau eines Thermalbades als Erweiterung des Salinariums zu erhalten.

    19. April 2016

    Das Bürgerforum

    An diesem Abend wurde zunächst dargelegt, welche Überlegungen in der Mehrfachbeauftragung zum Bau eines Thermalbades als Erweiterung des Salinariums angestellt worden waren und welche Entwürfe es bereits gab. Die Teilnehmer des Bürgerforums hatten die Möglichkeit darzulegen, was ihnen bei einer Erweiterung wichtig ist, worauf geachtet werden sollte und welche Verbesserungsmöglichkeiten in den bisherigen Entwürfen gesehen werden.

    26. April 2016

    Der Runde Tisch

    Vertreter der wesentlichen Interessengruppen in der Stadt und Fachakteure wurden zu einem Runden Tisch eingeladen, um gezielt deren Einschätzungen zu den gutachterlichen Vorarbeiten und den bisherigen Plänen zur Erweiterung aufzunehmen und mit ihnen Ideen zur Verbesserung zu sammeln.

    07. Juni & 14. Juni 2016

    Die beiden Werkstätten

    Aus den Anregungen der Bürgerinnen und Bürger wurden konkrete Fragestellungen und ein weiterentwickeltes Konzept erstellt, welche an diesen beiden Abenden zur Diskussion standen.

    Die Bürgerbefragung

    Nach den beiden Werkstätten wurde im Amtsblatt ein Fragebogen veröffentlicht, mit dem alle Haushalte in der Stadt kurz und prägnant zu Ideen und Meinungen zum Bau eines Thermalbades als Erweiterung des Salinariums befragt wurden.

    12. Juli 2016

    Die Abschlussveranstaltung

    Nachdem alle Ideen aus dem Prozess der Bürgerbeteiligung gesammelt, ausgewertet und vom Stadtrat beraten wurden, wurden in der Abschlussveranstaltung abschließend die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vorgestellt.

  • Planungsprozess

    Die Ausgangslage

    Die Stadt Bad Dürkheim verfügt mit dem Salinarium seit 1984 über ein attraktives Freizeitbad. Durch die Kombination aus Hallen- und Freibad weist es seit Jahren eine sehr gute Grundauslastung auf. 15 Jahre nach der Eröffnung wurde das Angebot um eine Saunalandschaft auf dem Dach erweitert, 2011 eine Sanierung der Schwimmhalle vorgenommen. Gleichwohl werden nach nun über 30 Jahren in den kommenden Jahren weitere Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten notwendig.

    Gleichzeitig verfügt die Kurstadt auch über ein Thermalbad. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz als Mehrheitsgesellschafter die Staatsbad GmbH zum 31.12.2015 auflösen wollte, hat die Stadt die Staatsbad GmbH übernommen und damit den Weiterbetrieb des Thermalbades für die nächsten drei Jahre gesichert. Diverse andere Gesundheitsangebote, die früher von der Staatsbad GmbH im Kurzentrum angeboten wurden, gibt es derzeit nicht mehr.

    Aus dieser Situation heraus ergeben sich für die Weiterentwicklung des Kurbetriebs im Allgemeinen und der Bäder im Besonderen neue Möglichkeiten.

    Planungsprozess und das Kannewischer-Gutachten

    Die Kannewischer Ingenieurgesellschaft wurde im Jahr 2014 mit der Erstellung eines Gutachtens zur Machbarkeit des Baus eines Thermalbades als Erweiterung des Salinariums beauftragt. Hierzu wurden zunächst die touristischen Kennzahlen und das Marktpotenzial ermittelt und anschließend die betriebswirtschaftliche Machbarkeit untersucht.

    Im Mai 2015 legte die Kannewischer Ingenieurgesellschaft ihr abgeschlossenes Gutachten vor. Dieses betrachtete als Ausgangslage das Salinarium sowie das Thermalbad im Kurzentrum. Es stellte in der Bestandsanalyse rückläufige Besucher- und Anwendungszahlen im Thermalbad fest, für das Salinarium konnten konstante Besucherzahlen und eine gute Grundauslastung konstatiert werden. Im Salinarium ergibt sich laut Gutachten innerhalb der nächsten Jahre ein Sanierungsbedarf bei Technik und Organisation von rund 5 bis 8 Millionen €.

    Kannewischer-Gutachten

    Die Gutachter ermittelten bei der Untersuchung des Marktpotenzials ein Einzugsgebiet von fast 5.3 Millionen Einwohnern in 60 Autominuten Entfernung zum Salinarium. In der Wettbewerbsanalyse untersuchten die Gutachter alle Bäder im Umkreis von 60 Autominuten. Die Analyse ergab, dass im Einzugsgebiet eine relativ hohe Dichte an Freizeit- und Erlebnisbädern besteht, echte Thermalbäder jedoch nach Ansicht der Gutachter erst im weiteren Umfeld auszumachen sind.

    Als Marktchance arbeitet die Kannewischer Ingenieurgesellschaft ein erholungsorientiertes Badeangebot mit attraktiver Saunalandschaft in hochwertiger Architektur bzw. Gestaltung heraus. Daher wird empfohlen, das Salinarium um einen hochwertigen, erholungsorientierten Thermalbadebereich zu ergänzen. Zielgruppenkonflikte sollen durch räumliche Untergliederung sowie Ausgestaltung verschiedener Tarifzonen vermieden werden. Außerdem wird eine bauliche und technische Sanierung der noch nicht erneuerten Bereiche im Salinarium (Ziel: durchgängiger Standard Altbau / Neubau) sowie eine Neukonzeption der gesamten Saunaanlage zwecks optimaler Anbindung an Thermalbad-Neubau und Schaffung eines Saunagartens befürwortet.

    Nicht zuletzt prüften die Gutachter verschiedene Möglichkeiten der Erweiterung des bestehenden Bades und präsentierten drei Varianten, die eine ähnliche kalkulatorische Gesamtbelastung zur Folge haben. Die vollwertige Vatiante I bedeutet nach ihrer Aussage die größte Investition, hat aber das kleinste jährliche Betriebsdefizit zur Folge. Die Minimalvariante verursacht zwar die kleinste Investition, hat aber ein mit Abstand höheres Betriebsdefizit zur Folge und die mittlere Variante ist eine Kompromiss-Lösung.

    In seiner Sitzung am 11. Juni 2015 entschied der Bau-und Entwicklungsausschuss, die „Variante I Neubau vollwertig“ weiterzuverfolgen.

    Die Mehrfachbeauftragung

    Im Sommer 2015 führte die Stadt eine Mehrfachbeauftragung verschiedener Architekturbüros zur Entwicklung eines Plangutachtens für die konkrete Erweiterung durch.

    Durch die Mehrfachbeauftragung von Plangutachten an qualifizierte Architekturbüros aus dem Bäderbereich wurde die Machbarkeitsstudie der Firma Kannewischer auf die architektonische und funktionale Realisierbarkeit überprüft. Dies sollte bei der Entscheidungsfindung helfen und die kreative Konkurrenz mehrerer Planungsteams herausfordern.

    Die Stadt beauftragte im vorliegenden Fall die Architekturbüros 4a Architekten (Stuttgart), Behnisch Architekten (Stuttgart), Rüdiger Baumann Generalplanung (Berlin), Sacker Architekten (Freiburg) und sander.hofrichter Architekten (Ludwigshafen). Alle fünf Büros erarbeiteten ein Plangutachten für den Bau eines Thermalbades /Erweiterung des Salinariums anhand der gleichen Aufgabenstellung und mit identischen Vorgaben. Diese lauteten:

    • Die Stadt hat sich für die Variante I Neubau „vollwertige“ gemäß dem Schlussbericht der Firma Kannewischer entschieden.
    • Die östlich an das Salinarium anschließende Salierhalle (Stadthalle) kann nicht für eine Erweiterung genutzt werden. Ein Abriss und Neubau der Halle an anderer Stelle ist aus finanziellen Gründen und wegen der Verknüpfung mit dem Mercure-Hotel nicht möglich.

    Eine Aufstockung der Salierhalle ist aus statischen Gründen nicht möglich, da nicht nur die aufgehende Konstruktion keine weiteren Belastungen verträgt, sondern auch die bestehende Bohrpfahlgründung nicht ertüchtigt werden kann.

    • Nach Möglichkeit wäre es günstig, wenn eine spätere Erweiterung des Salinariums / Thermalbad in Richtung Salierhalle berücksichtigt werden könnte.
    • Südlich und westlich des „Salinariums“ befindet sich Wohnbebauung, die keine Erhöhung der Lärmimmissionen verträgt.
    • Die Brunnenhalle westlich des „Salinariums“ ist Teil des Gartendenkmals Kurpark und ist zu erhalten. Sie kann für Teilnutzungen in das Gesamtensemble einbezogen werden und nach Norden erweitert werden.
    • Die Kostenschätzung nach Kannewischer darf maximal um 10 % überschritten werden, es sei denn, dass sich durch die erhöhten Investitionen auch die Ertragslage nachweislich im gleichen Umfang verbessert und nicht zu einem größeren Defizit führt.

     

    Im November 2015 prüfte schließlich eine eigens zusammengestellte Jury die eingereichten Entwürfe der Büros.
    In der Jury waren vertreten:

    • Bürgermeister Wolfgang Lutz
    • Erster Beigeordneter Gerd Ester
    • Dr. Ing. Helmut Lerch, Heidelberg
    • Stefan Studer, Fa. Kannewischer
    • Dipl-Ing. Franz Strobilius, Bad Boll
    • Peter Kistenmacher, Geschäftsführer Stadtwerke
    • Günter Diehl, Betriebsleiter Salinarium
    • Dipl-Ing. Dieter Petry Fachbereich Bauen
    • Dipl-Ing. Steffen Wietschorke Fachbereich Bauen
    • Dipl-Ing. Petra Müller Fachbereich Bauen

     

    Die Prüfung erfolgte nach den folgenden Kriterien:

    • Architektonische Umsetzung des Gutachtens Kannewischer als funktionale Vorgabe für eine Erweiterung um ein thermenartiges Angebot.
    • Änderungen dieser funktionalen Vorgabe sind jederzeit möglich, müssen aber schlüssig und nachvollziehbar analog dem Gutachten Kannewischer begründet werden.
    • Funktionale Anordnung der Erweiterung unter Berücksichtigung der Umstrukturierung des Bestandes.
    • Architektonische Ergänzung des Bestandes als Gesamtensemble.
    • Schaffung einer attraktiven Eingangssituation für Erweiterung und Bestand.
    • Integration in das Umfeld unter besonderer Berücksichtigung des Kurparks und der freigelegten Isenach.

     

    Die Büros lösten die gestellte Aufgabe unterschiedlich, nicht alle hielten die gestellten Vorgaben ein. Insbesondere die deutliche Überschreitung des Bauvolumens und somit auch der Kosten in ähnlichem Umfang führt dazu, dass einige der Plangutachten nicht als Grundlage für eine architektonische Verwirklichung dienen können.

    Erstmals öffentlich vorgestellt wurden die Gutachten in der Stadtratssitzung am 15. Dezember 2015 im Dürkheimer Haus.

    Die detaillierte Vorstellung der Plangutachten erfolgte im Bürgerforum am 19. April 2016!

Bild-Entwürfe und Modell-Ansichten der geplanten Therme







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