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Kulturausschuss stellt einstimmig die Weichen für „Babbel doch“ Festival
2027 soll das erfolgreiche Festival erstmals in der Kurstadt stattfinden.
Der Kulturausschuss der Stadt Bad Dürkheim hat die Verwaltung am Mittwoch einstimmig beauftragt, die Voraussetzungen für die Durchführung des „Babbel-doch!“ Festivals in Bad Dürkheim zu schaffen. Geplant ist, dass im Sommer 2027 erstmalig die dreitägigen Mundart-Darbietungen auf der Kurparkwiese vor der Brunnenhalle stattfinden.
„Veranstaltungen wie das geplante Festival, der am Samstag beginnende Filmfrühling und auch der Limburg-Sommer sind echte kulturelle Highlights unserer Stadt. Sie schaffen Raum für Begegnung, Geselligkeit und tragen dazu bei, die Herausforderungen des Alltags für einen Augenblick zur Seite zu schieben. Gleichzeitig sind Sie die Veranstaltungen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, da sie zahlreiche Gäste aus der Region anlocken, die unsere Geschäfte, Restaurants, Hotels und Weingüter besuchen“, sagte der Kulturdezernent Claudius Güther.
Das Mundart Festival wurde bereits 2024 und 2025 erfolgreich in Fußgönnheim vom Veranstalter Schörlehead GbR durchgeführt. Der Wechselwunsch nach Bad Dürkheim entstand aus der Suche nach größeren Flächen. Geplant ist, dass die Stadt die Spielfläche zur Verfügung stellt und bei Logistik und Marketing unterstützt. Dafür wird sie im Gegenzug an den Ticketerlösen beteiligt.
Bücherei, Musikschule und Museum stellen beeindruckende Zahlen vor
Weitere Themen des Ausschusses waren Sachstandsberichte aus den einzelnen Kultursparten der Stadt. Die Bücherei, seit einem Jahr unter der Leitung von Anne Groh und Katrin Bach konnte im zurückliegenden Jahr ein Plus von 7,5% an Neuanmeldungen verbuchen. 116 Medien werden in jeder Öffnungsstunde verliehen. Ein Trend, der sich abzeichnet, ist die Entleihe digitaler Medien.
Im Stadtmuseum konnten bis Mitte Mai 2026 bereits rund 5.400 Besucher empfangen werden – im gesamten Jahr 2025 waren es noch knapp 7.000 gewesen. Dabei haben die Ausstellungen, wie die mit der Lebenshilfe durchgeführte Sonderausstellung „Weil wir anders waren“ zum Thema NS-Euthanasie im Raum Bad Dürkheim oder auch die jüngste Produktion „Was ich anhatte“ mit dem Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen, wichtige Themen in die Öffentlichkeit gebracht. Die nächste Sonderausstellung startet bereits am 1. Juni. In Zusammenarbeit mit dem Klimabeirat wurde „Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel“ kuratiert.
Freuen können sich die Besucher des Museums gegen Jahresende auf ein neues Ausstellungshighlight: Lukas Musil, Masterstudent an der Hochschule Kaiserslautern hat in Zusammenarbeit mit dem Museum ein 3-D-Rendering des Kriemhildenstuhls erstellt, durch das Besucher interaktiv die historischen Steinzeichnungen hautnah und zum Anfassen erleben können.
Musikschulleiterin Chiara Amborn stellte den Ausschussmitgliedern die positive Entwicklung der Bildungseinrichtung vor. 1.500 Schülerinnen und Schüler, davon 300 aus umliegenden Städten und Gemeingen werden durch 30 Lehrkräfte ausgebildet. „Die weiterhin sehr hohe Nachfrage – aktuell haben wir 90 Wartelisten-Plätze vergeben – unterstreicht die hohe Qualität der musikalischen Ausbildung unserer Einrichtung. Herausfordernd bleibt die sehr angespannte Raumsituation, die vielen Weiterentwicklungen im Weg steht“, bewertet Güther die Zahlen der Musikschule und benennt dringenden Handlungsbedarf. Eine vielversprechende Miet-Option für ein Musikschulzentrum hatte sich im letzten Augenblick zerschlagen. Die Verwaltung prüft daher, welche städtischen oder auch vom Landkreis betriebenen Räumlichkeiten für einen weiter dezentralisierten Betrieb der Musikschule zur Verfügung gestellt werden könnten. Darüber hinaus wurde die Einsetzung eines „musikalischen Tisches“ durch die CDU Fraktion angeregt. Ziel ist es, die musizierenden Einrichtungen wie Vereine, Chöre oder auch die Stadtkapelle in einen regelmäßigen Austausch zu bringen.

