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Beförderung im Doppelpack

Nachdem sie die erforderlichen Fortbildungsqualifizierungen erfolgreich absolviert hatten, konnten sich zwei Beamtinnen der Stadt Bad Dürkheim noch kurz vor dem Weihnachtsfest über ihre Beförderungen freuen.

Bei einer offiziellen Feierstunde in kleinem Rahmen überreichte Bürgermeister Christoph Glogger zunächst die Ernennungsurkunde zur Stadtoberinspektorin an Marion Rodach. Die Beamtin hatte ihren Vorbereitungsdienst von 2000 bis 2002 bei der Stadt Frankenthal absolviert, wo sie anschließend bis zu ihrer Versetzung nach Bad Dürkheim im Mai 2019 tätig war. Dort habe die Devise gegolten, sich nicht gleich auf eine Tätigkeit festzulegen, sondern verschiedene Bereiche der Verwaltung auszuprobieren. Auch in Bad Dürkheim hatte die Mutter zweier Kinder zunächst eine Springerstelle inne, bevor sie im April 2021 ihre jetzige Stelle im Standesamt übernahm. „Hier fühle ich mich angekommen, das ist so meins“, schwärmte die junge Standesbeamtin. „Ich bin den Behörden sehr dankbar, dass ich die für meine Fortbildungsqualifizierung nötige Hospitation auch in Corona-Zeiten ableisten durfte“, erläuterte sie. Die Wochen beim Landeskriminalamt seien toll und interessant gewesen, aber es habe für sie immer festgestanden, in Bad Dürkheim bleiben zu wollen. Der Bürgermeister freute sich und bestätigte, dass Rodach bereits in der sicher nicht einfachen Position als Springerin gute Leistung gezeigt habe und es sich schnell im Hause herumgesprochen habe, wie schnell sie sich in verschiedene Bereiche eingearbeitet und die Abteilungen hervorragend unterstützt habe. Er gratulierte der Stadtoberinspektorin und wünschte ihr Glück bei ihrer weiteren Tätigkeit im Standesamt.

Rodachs Fachbereichsleiterin, Christine Schneider-Joseph, wurde vom Bürgermeister zur Stadtoberverwaltungsrätin ernannt. Ursprünglich habe sie gar nicht in einer Verwaltung arbeiten wollen, sondern nach dem Abitur damit geliebäugelt, Theologie zu studieren oder Grundschullehrerin zu werden. Ihr Vater habe ihr jedoch eine Tätigkeit in der Verwaltung angeraten und ihr nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung bei der Kreisverwaltung Donnersberg dann auch eine Stellenausschreibung der Stadt Bad Dürkheim gezeigt. Gleich mehrere Positionen seien damals, im Jahr 1990, zu besetzen gewesen, aber nur eine davon habe sie interessiert: die neu geschaffene Stelle als Kultursachbearbeiterin, so Schneider-Joseph. „Als ich die Zusage bekam, war für mich ein Traum in Erfüllung gegangen und ich hatte lange Zeit nicht das Ziel, noch weiterzukommen“, erinnerte sie sich. Durch die Übernahme der Sachgebietsleitung 3.3 im Jahr 2013 und kurz darauf der stellvertretenden Fachbereichsleitung „Bürgerdienste“ kam im Oktober 2014 die Ernennung zur Amtsrätin. Nach dem Ausscheiden von Roland Poh im Jahr 2018 wurde ihr die Fachbereichsleitung „Bürgerdienste“ übertragen und es folgte noch im selben Jahr die Ernennung zur Stadtverwaltungsrätin. Der Geschäftsführende Beamte, Lars Pletscher, habe ihr dann den Vorschlag einer Fortbildungsqualifizierung nach A 14 unterbreitet und sie habe sich darauf eingelassen. „Im Nachhinein ist das eine totale Bereicherung, ich bin einen Weg gegangen, den ich nicht vorausgesehen habe“, so die frisch gebackene Stadtoberverwaltungsrätin. „Ich finde es toll und mutig, dass Du das gemacht hast“, lobte Bürgermeister Christoph Glogger. Es sei sicher eine Bereicherung für den Fachbereich und vermutlich auch für sie selbst.

Der Geschäftsführende Beamte Lars Pletscher berichtete, dass er bei ähnlichen Gesprächen mehrfach erlebt habe, dass jemand nicht mehr auf die Schulbank wollte. Christine Schneider-Joseph jedoch habe nicht so reagiert und er sei sich sicher gewesen, dass sie die Herausforderung meistern wird.

Stellvertretend für den Personalrat gratulierten dessen Vorsitzender Steffen Gauweiler und Beamtenvertreter Dirk Friedrich und überreichten jeder der beiden Beförderten einen bunten Blumenstrauß.

Bürgermeister Christoph Glogger (r.) und Personalratsvorsitzender Steffen Gauweiler (l.) mit Marion Rodach (2.v.l.) und Christine Schneider-Joseph (2.v.r.)